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Offenbach am Main, 16.08.2016 – Die Volkshochschule hat regelmäßig ausgewählte Studienreisen, Tagesfahrten und Exkursionen im Programm, die dazu beitragen, den Horizont für Neues zu eröffnen. Denn Reisen bildet – und so sind die Studienreisen stets individuell konzipiert und bieten ein anspruchsvolles Besichtigungsprogramm, das sich nicht allein auf berühmte Sehenswürdigkeiten beschränkt, sondern auch abseits der üblichen Touristenrouten Einblicke in die Gegenwart und das Alltagsleben der Region erlaubt. Die nächste Studienreise findet im Oktober statt.

Im Frühjahr dieses Jahres haben zwei Studienreisen unter der Leitung von vhs-Programmbereichsleiterin Birgit Grün stattgefunden, die auch einen besonderen musikalischen Schwerpunkt boten.

Eine viertägige Fahrt ins „Goldene Zeitalter der Niederlande“ führte auf den Spuren großer Maler nach Amsterdam, Haarlem, Leiden und Den Haag. Neben interessanten Stadtführungen erlebte die Gruppe Besuche der herausragenden Museen, wie das Frans-Hals-Museum in Haarlem und das, nach einer Renovierung wiedereröffnete, Mauritshuis in Den Haag, wo hautnah das berühmte Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlohrring“ von Jan Vermeer zu besichtigen war.

Einen besonderen Höhepunkt der Reise bildete die Besichtigung der vielbeachteten Ausstellung anlässlich des 500. Geburtstags des Malers Hieronymus Bosch in s’Hertogenbosch. 

Darüber hinaus war ein Konzertbesuch im historischen Concertgebouw in Amsterdam eingeplant. Das Gebäude wurde im Jahre 1888 eröffnet und zählt heute wegen seiner ausgezeichneten Akustik zu den besten Konzertsälen der Welt. Nach einer Werkeinführung während der Busfahrt durch Birgit Grün erlebten die Reisenden das Königliche Concertgebouw-Orchester mit Mozarts 2. Hornkonzert und der 7. Sinfonie von Anton Bruckner.

Im Juni führte eine vhs-Tagesfahrt auf den Spuren des großen Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) in seine Geburtsstadt Bonn. Zunächst folgte die Gruppe dem Beethoven-Rundgang durch die Stadt, der am Geburtshaus des großen Komponisten an der Bonngasse beginnt, und unter anderem zum Taufstein, zur Münsterschule am Martinsplatz und dem Beethoven-Denkmal führt, das aufgrund des großen Engagements Franz Liszts errichtet wurde und unter der Anwesenheit von Königin Victoria von England und des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. 1845 feierlich enthüllt wurde.

Nach einer Mittagspause und etwas Zeit zur freien Verfügung folgte der Besuch des Geburtshauses Beethovens mit einem Einführungsvortrag, denn das Museum beherbergt die größte Beethoven-Sammlung weltweit. Anhand eindrucksvoller authentischer Dokumente und Gegenstände der Sammlung wurde Beethovens Leben und Schaffen anschaulich. So ist z. B. der Orgelspieltisch aus der früheren Kirche St. Remigius, auf der Beethoven als Zehnjähriger musizierte, ausgestellt, sowie verschiedene Hörrohre, die sich Beethoven wegen seines Gehörleidens, das zu seiner völligen Ertaubung führte, anfertigen ließ.

Im Anschluss wurde exklusiv für die Reisegruppe im Vortragssaal ein kleines Konzert auf einem Hammerflügel aufgeführt. Die Teilnehmenden kamen in den Genuss einer Darbietung, die im regulären Museumsbetrieb nicht vorgesehen ist. Beethoven hatte 1917 einen Flügel von dem englischen Klavierbauer Thomas Broadwood geschenkt bekommen. Das Originalinstrument ist heute im Nationalmuseum in Budapest zu sehen. Ein fast identisches Instrument aus der Werkstatt Broadwoods aus demselben Jahr steht im Beethoven-Haus und das Publikum war fasziniert von der Klangvielfalt und Technik des historischen Instruments.

Dem Konzert folgte als Schlusspunkt des großen Beethoven-Tages eine amüsante Lesung aus Briefen des Komponisten zum Thema „Beethoven und die Frauen“.

Vom 07.10. bis 08.10.2016 findet die nächste Studienreise der Volkshochschule statt. Unter der Leitung von Winfried B. Sahm geht es unter dem Titel „Kunst und Nero zwischen Rhein und Mosel“ unter anderem nach Trier.

Der Rhein macht den Anfang und den Beschluss, dazwischen liegen Mosel und die Pfalz – und nicht zuletzt – die altehrwürdige Stadt Trier. Dort wird 2016 mit mehreren Ausstellungen an den berühmt berüchtigten Kaiser Nero erinnert. Seine Rolle in der Kunst ist Thema im Stadtmuseum Simeonstift.

Dieser Ausflug in die Kunst-Geschichte im wörtlichen Sinn wird durch drei Museumsführungen ergänzt, die Ihren Schwerpunkt bei Malerei und Skulptur des 19. und 20. Jahrhunderts haben: Mittelrhein-Museum Koblenz, Museum Pfalz-Galerie Kaiserslautern, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen. Kunstgenuss, Historie und Stadterlebnis werden verbunden durch Landschaftseindrücke während der Fahrt.

Für diese Studienreise kann ein Informations- und Anmeldeformular unter Telefon: 069 8065-3156 angefordert werden.

Bildinformation:

Blick in die Amsterdamer Altstadt.
Das Beethoven-Haus in Bonn.
Das Konzertgebäude (Concertgebouw) in Amsterdam.

Fotos: Stadt Offenbach