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© Linus Schütz/ pixabay.com
Die Stadt Offenbach legt den vierten Datenbericht Bildung vor. Sie ergänzt damit den, im dreijährigen Turnus erscheinenden, großen Erziehungs- und Bildungsbericht Offenbach (EBO).
Der Datenbericht 2019 schreibt kommunale Bildungsdaten fort, verzichtet aber auf Analysen und vertiefende Betrachtungen. Dies bleibt dem EBO überlassen. Wie der EBO orientiert sich der Datenbericht an den Bildungsetappen im Lebenslauf, von der frühkindlichen, schulischen, beruflichen Bildung, über die Hochschul- bis hin zur Weiterbildung.

Bildungsberichterstattung soll Transparenz schaffen, Grundlagen für Bewertungen und Entscheidungen liefern und Handlungsfelder kenntlich machen. „Die Verbesserung von Bildungschancen ist uns in Offenbach wichtig, weil der Bildungserfolg immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängt, wie Studien dem deutschen Bildungssystem attestieren“, sagt Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Der im Datenbericht präsentierte Indikator Bildungsbeteiligung stellt die Bildungsteilhabe von Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Bildungsstationen dar. „Daraus lassen sich Handlungsbedarfe ableiten“, erläutert Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.

Der Indikator erfasst die Beteiligungsquoten von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund an zehn Bildungsstationen, von der frühen Bildung in Kitas/Tagespflege bis zum Übergang in den Beruf. Ein Beispiel: Unter dreijährige Kinder mit Migrationshintergrund wurden im Jahr 2018 zu 17,1 Prozent in Kindertagesstätten oder Tagespflege betreut. In der Gruppe „Kinder ohne Migrationshintergrund unter drei Jahren“ waren es weit mehr, nämlich 28,1 Prozent. Die Quotendifferenz beträgt -11 Prozentpunkte. Für eine annähernd gleiche Bildungsbeteiligung an dieser Bildungsstation müsste die Quote der Kinder mit Migrationshintergrund demnach um 11 Prozentpunkte steigen. Diese Quotendifferenz wird im Datenbericht mit der des Vorjahres verglichen, um Entwicklungen kenntlich zu machen.

Der Datenbericht Bildung 2019 steht als Download unter www.offenbach.de/bildungsdaten zur Verfügung. Die Daten stammen aus dem Schuljahr 2017/18 oder dem Kalenderjahr 2018.

Bildungsberichterstattung hat in Offenbach Tradition. Von Beginn an – seit 2004 – ist sie ein Gemeinschaftswerk in der Kommune. Die Federführung liegt mittlerweile bei der Volkshochschule-Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung. Sie wird durch die städtische Fachgruppe Bildungsmonitoring unterstützt. In der Fachgruppe vertreten sind neben der Volkshochschule das Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, Jugendamt, Stadtbibliothek, Stadtschulamt.

Für Rückfragen: Kai Seibel, Volkshochschule-Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung, Tel. 069 8065-3153, E-Mail: kai.seibeloffenbachde

Offenbach am Main, 29. Oktober 2019

Buch Linus Schütz/ pixabay.com
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