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Kleines Mädchen mit Programm
Mit der Auswahl des richtigen Kurses kann man nicht früh genug beginnen. Auch wenn sich diese junge Dame noch ein wenig gedulden muss.... © Stadt Offenbach
An der Nähmaschine
Kursleiterin Elfriede Coppik erklärt Falko Seyffarth den Umgang mit Nadel, Faden und Nähmaschine © Stadt Offenbach
Keine Berührungsangst kannte der junge Mann, der sofort an die Nähmaschine setzte und nach einer kurzen Einführung beherzt aufs Pedal drückte. „Das klappt doch super“, lobt Elfriede Coppik seine erste Naht. Die Kursleiterin hat eine klassische Nähmaschine und eine Overlock-Maschine für dehnbare Stoffe aufgebaut, „Zick-Zack war gestern, heute ist Overlock“, erklärt Coppik. An den Stellwänden hängt eine Auswahl Selbstgenähtes, auch ihre Weste hat sie natürlich selbstgemacht. Alles kinderleicht und in kurzer Zeit zu erlernen. Die Schnupperstunde von 30 Minuten reicht dazu natürlich nicht, aber wer den Umgang mit der Nähmaschine lernen möchte, kann dies von Coppik im Nähkurs bei der vhs tun. Ob er sich den Kursbesuch vorstellen könnte? „Warum nicht“, meint der junge Mann an der Maschine, Falko Seyffarth, “auch wenn ich nicht über nähen nachgedacht habe.“ Eigentlich interessieren ihn die Sprachangebote der vhs, im Nähkurs ist er per Zufall gelandet. „Aber das“, meint er schmunzelnd, „ist ja auch der Sinn des Kennenlerntages, nicht wahr?“
Stuhlkreis
© Stadt Offenbach
In einer Art Speed-Dating stellten am vergangenen Donnerstag mehr als 30 Kursleiter sich und ihr Angebot in jeweils 30-minütigen Probestunden vor. Eine Etage höher haben sich Interessierte in einem Stuhlkreis zusammengefunden. Das Licht ist gedimmt, die Atmosphäre entspannt. Kursleiterin Daniela Momtazi erklärt gerade die Atmung beim sich Herabsinken lassen - Yoga auf dem Stuhl fordert eine andere Konzentration als Asanas auf der Matte. „Das ist ideal für ältere Menschen“, findet Altenplanerin Heidi Weinrich, die immer auf der Suche nach entsprechenden Bewegungsangeboten ist. Aber auch den jüngeren Teilnehmern macht dieses ungewohnte Yoga viel Spaß.
Chinesischlehrer an der Tafel
Xue Lui beim Erläutern der chinesischen Tonalität und Phonetik © Stadt Offenbach
„Mà-Má-hú-hú“- Es geht so“ lernen Herr Textor und seine Begleiterin ein paar Türen weiter. „Im Chinesischen müssen Sie genau hinhören, es gibt regionalspezifische Aussprachen und manche Silbe erschließt sich erst im Kontext“: Xue Lui bietet im neuen Semester erstmals einen Chinesisch-Kurs an, bisher hat er nur in Frankfurt unterrichtet. Dort wird Chinesisch gut angenommen, er hofft, dass sich noch weitere Interessenten finden, damit der Kurs zustande kommt. Textor hat beruflich viel mit Asien zu tun, „jetzt will ich mehr erfahren und vor allem mehr verstehen.“ Vieles, erklärt er, funktioniere zwar in Englisch, aber um einen besseren Zugang zu Land und Leuten zu haben, möchte er gerne den Kurs besuchen. Einen Smalltalk kann er nach der halbe Stunde schon sehr gut: „Nin hao, nin hao ma?“ Guten Tag, wie geht es Ihnen?“.  Jetzt übernimmt Julia Kuschel den Raum, sie unterrichtet seit über zehn Jahren russisch und beginnt auch gleich mit „Dobro pozhalovat!“
Dr. Botte
vhs-Leiterin Dr. Gabriele Botte bei der Begrüßung © Stadt Offenbach

Dass die vhs Offenbach nicht nur Russisch, Chinesisch, sondern ein breites Spektrum Kurse in anderen Sprachen anbietet, erfährt, wer einen Blick in das aktuelle Kursprogramm wirft. Darüber hinaus gibt es Bewegungsangebote, Koch- und Kreativkurse, Ausflugsfahrten und Exkursionen und viele Veranstaltungen zur beruflichen Bildung. „Wir bieten Bildung für die gesamte Bevölkerung, das ist auch Teil unseres Auftrags“, so vhs-Leiterin Dr. Gabriele Botte bei der Eröffnung des Kennenlerntags in den neu gestalteten Räumen in der Berliner Straße 77. Man möchte hinzufügen, so bunt und vielfältig wie die Bürger der Stadt ist auch das Angebot.

Offenbach am Main, 6. Februar 2018