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Das Duo Rasch und Raue
Duo Dasch/Raue © Ingo Klatt, Duo Dasch/Raue
Am Sonntag, 26. Januar 2020, um 17 Uhr findet in der Volkshochschule an der Berliner Str. 77 das Konzert „Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder“ mit Roswitha Dasch (Violine und Gesang) und Ulrich Raue (Klavier) statt.

Während das Warschauer Ghetto vielen Menschen ein Begriff ist, weiß man über das Ghetto von Wilna sehr wenig. Einst wurde die Stadt "Jerusalem Litauens" genannt. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg galt sie als religiöses und literarisches Zentrum der jüdischen Kultur.

Am 6.12.1941 wurde die jüdische Bevölkerung von den Nationalsozialisten in ein Ghetto gesperrt. Zwei Jahre später, am 23.09.1943, wurde das Ghetto liquidiert.

Die Musikerin Roswitha Dasch ist mehrfach nach Wilna gereist, um vor Ort mit Zeitzeugen zu sprechen und mehr über die Geschichte des Ghettos zu erfahren. Es entstand eine Text-Musik-Collage, die mit ihren erzählten Geschichten, den historischen Ereignissen und vor allem durch jiddische Lieder das Leben im Wilnaer Ghetto widerspiegelt.

Diese Lieder, von jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfasst, hat Ulrich Raue für die Besetzung Gesang, Violine und Klavier neu arrangiert.

Die beiden Künstler lassen Musik erklingen, die den Menschen im Ghetto trotz aller Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gegeben hat.

Um Anmeldung wird gebeten bei der Volkshochschule Offenbach, Tel. 069/8065-3156. Abendkasse: 10 Euro.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Offenbach e.V. und der Volkshochschule Offenbach anlässlich des Auschwitz-Gedenkens statt.

10. Januar 2020