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Stadt Offenbach

Lückenschluss Anlagenring

Das Projektgebiet verläuft entlang des Starkenburgrings vor dem Sana-Klinikum. Die Flächen, die zwischenzeitlich im Besitz von Sana waren, wurden 2019 durch die Stadt zurückerworben. Die Übergabe ist 2025 erfolgt und bis 2029 wird das Gebiet zu einem neuen öffentlichen Park umgestaltet.

Aktuelles

Informieren und beteiligen: Mittwoch, 09. September

Um die Idee des neuen Stadtparks am Starkenburgring in die Realität umzusetzen, ist für dieses Jahr ist ein freiraumplanerischer Wettbewerb vorgesehen. In diesem Wettbewerb machen sich Büros aus ganz Deutschland Gedanken, wie der Park künftig aussehen kann. 

Wir möchten Ihre Meinung wissen: Sie haben die Ortskenntnis, wissen welche Angebote fehlen und sollen von den neuen Qualitäten profitieren. Wie müsste der Park gestaltet sein, damit er als Ihr neuer Lieblingsplatz infrage kommt? Wir laden Sie ein sich zu informieren und zu beteiligen: 

  • 16 Uhr Beginn der Veranstaltung
    Information und Beteiligungsangebote 
    Italienische Eisspezialitäten vom Eiscafé Riposo
    Insekten-Quiz und Bastelworkshop mit dem NaBu Mühlheim
  • 17 Uhr Offizielle Grußworte, Andreas Bruszynski, Bürgermeister
  • 17.30 Uhr Führung "Zeitreise über den historischen Anlagenring", Christina Uslular-Thiele
  • 19 Uhr Ende der Veranstaltung

Die historische Führung um 17:30 Uhr findet zu Fuß statt, maximale Personenzahl ist auf 20 Teilnehmende begrenzt. Anmeldung per Mail über stadtentwicklungoffenbachde.


Online-Beteiligung

Ergänzend zur analogen Beteiligung an der Infoveranstaltung am Mittwoch, den 9. September, haben Sie die Möglichkeit sich vom 9. bis Sonntag, den 20. September online zu beteiligen. Die Ergebnisse der Beteiligung werden gesammelt und ausgewertet.

Anfang September werden sie mit den Wettbewerbsunterlagen teilnehmenden Planungsbüros zur Verfügung gestellt mit der Aufgabe, ein schlüssiges Gesamtkonzept für den neuen Park zu entwickeln.


Führung am Tag des offenen Denkmals: Sonntag, den 13. September

Der Anlagenring in Offenbach ist ein denkmalgeschütztes Zeugnis aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die fortschreitende Industrialisierung und die expandierende Stadt machten neue Konzepte des Wohnens und der Stadtplanung erforderlich.

Erstmals entwickelten sich für verschiedene Bedarfe unterschiedliche Räume: Versorgungseinrichtungen entstanden, Wohnen und Arbeiten wurden räumlich voneinander getrennt. Der Anlagenring war damals ein visionäres Projekt, das diese neuen Bedarfe miteinander verband.

Frau Uslular-Thiele, langjährige Stadtführerin und Kunsthistorikerin bietet am Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 um 17:30 Uhr eine Führung über den historischen Offenbacher Anlagenring und seine bewegte Geschichte an.

Die Führung findet zu Fuß statt, maximale Personenzahl ist auf 20 Teilnehmende begrenzt.
Anmeldung per Mail über stadtentwicklungoffenbachde

Projektgebiet

Was passiert konkret?

Teile hinter Mauern versteckt, Teile bebaut und ein Teil der Fläche schon jetzt mit zwei ausladenden Mammutbäumen ein imposanter Anblick – Die Flächen vor dem Sanaklinikum sind noch nicht als Einheit und zusammenhängende Grünanlage erkennbar. Und doch haben diese Flächen (fast alle) eins gemeinsam: lange galt „Betreten für die Öffentlichkeit verboten“. Die Stadt Offenbach plant nun auf diesem Streifen einen öffentlichen Park anzulegen. Ein Park, in dem man sich zum Picknick verabreden, wo man auf einer gemütlichen Bank die Gedanken schweifen lassen kann, wo man ein Stückchen Grün vor der Haustür hat.

Der Spielplatz am Isenburgring wird in dem Zuge ebenfalls modernisiert und neugestaltet.

Realisierungsteil A: Spielplatz an der Sprendlinger Landstraße
Realisierungsteil B: Zwischennutzung durch eine Pump-Track-Anlage an der Sprendlinger Landstraße
Realisierungsteil B: Grünfläche vor dem Ernst-Rebentisch-Zentrum
Ideenteil: Abschnitt am Starkenburgring

Ziele

Lückenschluss des historischen Anlagenrings

Von A nach G: August-Bebel-Ring, Dreieichpark, Isenburg-Ring, Projektgebiet, Friedrichsring, Hessenring, Landgrafenring

Auf dem August-Bebel-Ring im Westen über den Dreieichring mit dem Dreieichpark führt ein Grüngürtel weiter über den Isenburgring, Starkenburgring bis zum Friedrichsring, Hessen- und Landgrafenring im Osten.

Man kann die Offenbacher Innenstadt unter Bäumen umrunden. Eine Lücke tut sich vor dem Sana-Klinikum auf, denn gegenwärtig unterbrechen dort Gebäude und eingezäunte Grundstücke die Grünanlage.

Ziel ist es, diese Lücke durch einen attraktiven Freiraum mit klimaresilientem Grün zu schließen und die historische Idee eines grünen Anlagenrings um Offenbach herum zu verwirklichen.

Mehr Lebensqualität

Historische Postkarte mit einer Ansicht des Starkenburgrings

Hektik, Stress und ein hohes Maß an Sinnesreizen sind in Großstädten allgegenwärtig. Um dem einen Ausgleich zu schaffen wurde bereits während der Industrialisierung, als sich das historische Offenbach vom Dorf zur Stadt entwickelte, die Idee eines Grüngürtels, einer Promenade zum ruhigen Aufenthalt und entspanntem Spazieren gehen, geboren.

Damals wie heute bieten Parks Anwohnenden einen Rückzugsort und im Sommer kühlende Erholung. Die Grünflächen bieten eine natürliche Umgebung, die das allgemeine Wohlbefinden fördern kann. 

Für mehr Lebensqualität für Kinder und Familien wird in dem Zuge außerdem der Spielplatz an der Sprendlinger Landstraße modernisiert und auf den neuesten Standard gebracht. Auch Jugendliche sollen ein Freizeitangebot erhalten.

Verbesserung der natürlichen Umwelt

Die beiden Mammutbäume vor dem heutigen Dr. Erich Rebentisch-Zentrum wurden bereits 1900 gepflanzt.

Entsiegelungen und Pflanzungen fördern die Regenwasserversickerung und Grundwasserneubildung. Gerade in Zeiten von heißeren Sommern und trockeneren Wintern sichert grüne Infrastruktur die Wasserversorgung für Stadt und stadtnah gelegene Ökosysteme. Die städtische Tier- und Pflanzenwelt gewinnt durch den erweiterten Lebensraum und bessere Vernetzung der Grünstrukturen. 

Bäume kühlen und reinigen die Luft. Durch Zirkulation bilden sich Frischluftschneisen, die auch weiter entfernte Orte mit besserer und kühlerer Luft versorgen.

Dadurch tragen Grün- und Freiflächen zu besseren Lebensbedingungen in der ganzen Stadt bei.

Zeit- und Meilensteinplan

Start freiraumplanerischer Wettbewerb

Nachdem die Auslobungsunterlagen mit allen fachlichen Informationen und Anforderungen veröffentlicht wurden beginnt im August die Bewerbungsphase für die Büros. Aus den Bewerbungen werden die besten 20 nominiert und aufgefordert, einen Entwurf für den Lückenschluss abzugeben.

Der Bearbeitungszeitraum für die maximal 20 Büros startet Anfang September. Bis in den Herbst werden die Entwürfe zu den Realisierungsteilen A und B und dem Ideenteil erarbeitet. 

Infoveranstaltung und Beteiligungsmöglichkeiten

Ab August wird die Möglichkeit sich online auf der Mitreden-Plattform zu beteiligen freigeschaltet. Bürgerinnen und Bürger können Ideen einbringen, Hinweise geben und Schwerpunkte setzen.

Besuchen Sie außerdem am 09. September 2026 unsere Infoveranstaltung auf der Grünfläche vor dem Dr. Erich Rebentisch-Zentrum mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern aus der Verwaltung. Dort wird es Möglichkeiten geben, sich einzubringen und Ideen zu hinterlassen.

Die Ergebnisse beider Beteiligungen werden den am Wettbewerb teilnehmenden Büros zur Verfügung gestellt und fließen mit in die Entwürfe ein. 

Jurysitzung und Entscheidung

Nach einer Vorprüfung auf Vollständigkeit und Einhaltung der formalen Anforderungen findet vsl. im November die Jurysitzung zur Bewertung der eingegangenen Wettbewerbsarbeiten statt. Die Jury setzt sich zusammen aus städtischen Sach- und externen Fachpreisrichtern: die städtischen Vertreter als lokale Entscheider, die v.a. Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit betrachten und die Experten von außerhalb, die den neutralen Blick auf konzeptionelle und ökologische Qualitäten der Entwürfe mitbringen.

Aus verschiedenen Blickwinkeln werden die Wettbewerbsarbeiten verglichen, geprüft und schließlich der Siegerentwurf bestimmt. 

Vorbereitende Baumaßnahmen

Alle Gebäude, die sich auf der Fläche befinden, wie das ehemalige MVZ und der ehemalige ärztliche Bereitschaftsdienst müssen von Sana verlassen worden sein. Dann können die Gebäude, Mauern und Zäune restlos abgerissen und der Boden entsiegelt werden. Unterirdisch wird die Fläche außerdem von Infrastruktur, Kabelwegen und obsoleten Rohren befreit.

In Einzelfällen kann es in dieser Phase zu Baumfällungen kommen, sollten die Bäume krank und damit nicht erhaltenswert sein oder sollten sie invasiven Arten angehören, die mit heimischen standortgerechten Pflanzungen konkurrieren. 

Unsichtbar für die Allgemeinheit werden in dieser Phase auch die konzeptionellen Ideen der prämierten Wettbewerbsarbeit planerisch vertieft, Kosten ermittelt, die Finanzierung aufgestellt und die politischen Entscheidungen zur Neugestaltung auf den Weg gebracht.

Umsetzung und Fertigstellung

Der Siegerentwurf des Wettbewerbs wird Realität: Bäume und Sträucher werden angepflanzt, Wege angelegt und bauliche Maßnahmen umgesetzt. Bei den Pflanzen gibt es eine sogenannte Anwuchspflege. In dieser Schonzeit ist der scheinbar fertige Park noch abgesperrt, um den Wurzeln genügend Zeit zu geben, bis sie stark genug sind (angepflanzte Bäume und Sträucher werden sogar noch drei Jahre nach ihrer Pflanzung intensiv überwacht und gepflegt, bis auch sie richtig Fuß gefasst haben).

Die Fertigstellung ist für Ende 2029 geplant.

FAQ

Die häufigsten Fragen (Frequently Asked Questions) zum Projekt und zum Ablauf sammeln und beantworten wir hier. 

Hintergrund

Historisches Bild des Starkenburgrings von 1910

Die langgezogene Fläche ist Teil des historischen Offenbacher Anlagenrings. Anfang des 19. Jahrhunderts kam das Spazierengehen in Mode und man plante eine großzügige Allee um die Stadt herum. Der August-Bebel-Ring im Westen schloss über den Dreieichring mit dem Dreieichpark, dem Isenburg- und Starkenburgring an den Friedrichsring, Hessenring und Landgrafenring im Osten an.

Als man aus Platzgründen 1894 beschloss, das städtische Krankenhaus von der Hospitalstraße zu verlegen und am Starkenburgring großzügig neu zu errichten, war diese Gegend noch kaum bebaut. Bald schon entwickelte sich die Nachbarschaft mit repräsentativen Häusern und die parkähnliche Allee mit ihren großen Bäumen und Blumenbeeten in ein extrem beliebtes Wohnquartier.

In den 1970er Jahren, als die Klinik erneut aus ihren Nähten platzte, war der Anlagenring in diesem Abschnitt teilweise durch Nebengebäude der Klinik bebaut worden, wie beispielsweise für den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das MVZ für Gynäkologie und Pränataldiagnostik. Auch die Zufahrt zum Dr. Erich Rebentisch-Zentrum wurde über die historische Grünanlage geführt.

Um das denkmalgeschützte Erbe wiederherzustellen, hat die Stadt den Streifen von der Sana Klinikum Offenbach GmbH zurückgekauft und plant nun, die Lücke zwischen Friedrichsring und Isenburgring mit einem hochwertigen Park zu schließen.

Meldungen zum Thema


Amt für Planen und Bauen

Stadt Offenbach am Main - Stadthaus
Berliner Straße 60
63065 Offenbach

Hinweise zur Barrierefreiheit

Tür öffnet auf Knopfdruck, Aufzüge vorhanden

Hinweise zur Erreichbarkeit

S-Bahn-Linien 1, 2, 8, 9 (Haltestelle Offenbach Marktplatz) Buslinien 101, 103, 104, 105, 106, 108, 120 (Haltestelle Marktplatz)

Weitere Hinweise

Tiefgarage Berliner Straße, Tiefgarage Französisches Gässchen, Parkhaus Innenstadt Ziegelstraße

Öffnungszeiten

Baubüro:

Montag 08:30 - 12:00 Uhr
Dienstag 08:30 - 12:00 Uhr
Mittwoch Geschlossen
Donnerstag 08:30 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Freitag 08:30 - 12:00 Uhr

Erläuterungen und Hinweise

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