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Stadt Offenbach

Stadt leitet Anpassung des Baurechts für neues „Kaiserviertel“ ein : ABG plant baldigen Abriss der KWU-Türme

06.02.2026

Nach langen Verhandlungen haben sich die Stadt Offenbach und die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG im Oktober 2025 auf eine Neubebauung des brach liegenden früheren KWU-Geländes am Kaiserlei geeinigt. Insgesamt plant die ABG bis 2029 rund 500 Millionen Euro in das neue „Kaiserviertel“ zu investieren. Der Abriss der Turmgerippe soll bereits in den kommenden Wochen beginnen. Wesentliche Eckpfeiler des Projekts sind nach aktuellem Stand über 1.100 Mietwohnungen, Büroflächen an der Strahlenbergerstraße sowie der Bau einer Kita. An Stelle der KWU-Türme sollen rund 350 Wohnheimplätze für Studierende entstehen. Insgesamt werden zehn Prozent der geplanten Wohnflächen in Form öffentlich geförderter Wohnungen entwickelt. 

Für das Grundstück besteht seit 2020 ein vorhabenbezogener Bebauungsplan – allerdings noch für die ursprünglichen Planungen des vorherigen Grundstückseigentümers. Gegenüber der AGB hatte die Stadt zugesichert, das Baurecht in einem beschleunigten Verfahren für das neue Vorhaben anzupassen. In seiner jüngsten Sitzung am 28. Januar hat der Offenbacher Magistrat die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans 645 „Strahlenbergerstraße Ost“ eingeleitet. Sofern die Stadtverordneten dem Vorhaben in ihrer letzten Sitzung der aktuellen Wahlperiode am 12. Februar zustimmen, kann der B-Plan anschließend überarbeitet werden, um ein gemischt genutztes Quartier zu ermöglichen. Dieses sieht angesichts des großen Wohnungsmangels eine große Anzahl neuer Mietswohnungen, dringend benötigte Studentenwohnplätze, eine Kindertagesstätte, Gewerbeeinheiten entlang der Strahlenbergerstraße, ein Hotel, Einzelhandel, Parkhaus sowie klimagerechte Grün- und Aufenthaltsflächen vor.

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