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Stadt Offenbach

Erschließung des Innovationscampus liegt im Zeitplan

18.11.2025 – Nach dem Startschuss zur finalen Erschließung des Innovationscampus Offenbach im August 2025 liegen die Arbeiten gut im Zeitplan. Die dafür erforderlichen Bauarbeiten am Kanal und Stromnetz haben jetzt eine erste wichtige Phase abgeschlossen.

Auf dem Innovationscampus wurde seit Ende Oktober 2025 ein Kaskadenwehr an den Regenwasser-Hauptkanal angeschlossen. Diese komplexe Anlage ermöglicht es, das Stauraumvolumen eines Kanals bei Bedarf optimal steuerungstechnisch zu dosieren. Das teilt die Stadtwerke-Gesellschaft Innovationscampus Offenbach GmbH & Co. KG. mit. Die damit verbundene Vollsperrung der Mainstraße konnte bereits am 14. November aufgehoben werden – drei Tage früher als geplant.

Die Baustelle wurde seit Ende September zusätzlich genutzt, um gleichzeitig Wasserleitungen für den Zweckverband Wasserversorgung in Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) sowie Leerrohre für die Energienetze Offenbach GmbH (ENO) zum Ausbau des Offenbacher Stromnetzes zu verlegen. Damit konnten drei Baumaßnahmen zusammengelegt werden, um nicht noch mehr Unannehmlichkeiten durch zeitlich versetzte Vollsperrungen auszulösen.

Kaskadenwehr wurde bis zu zehn Meter tief eingebracht

Im Mittelpunkt standen in den vergangenen Wochen die Bauarbeiten für den Anschluss des Abwasserkanals: In offener Bauweise musste dieser Kanal in rund sechs Metern Tiefe unterhalb der Fahrbahn verlegt werden. Der Schmutzwasserkanal wurde an den städtischen Hauptsammler (den größten Kanal einer Abwasseranlage) in der Mainstraße angeschlossen, der dort aufgrund der Gefällesituation sehr tief liegt. Das Regenwasser hingegen wird weiterhin mit Anbindung des Kaskadenwehrs in den Main eingeleitet. Um einen möglichen Rückstau des Mainwassers zu verhindern, wurde auf dem Innovationscampus das Kaskadenwehr, zu dem auch ein Beton-Wehrturm mit vier Metern Durchmesser gehört, bis zu zehn Meter tief im Boden eingebracht.

Das hydraulisch betriebene Wehr funktioniert – vereinfacht gesagt – wie eine Art gigantische Rückstauklappe, die mit weiteren Schächten und Leitungen in Verbindung steht. Die Anlage bremst das Wasser stufenweise ab und soll bei Bedarf auch Regenwasser zurückstauen. Bei Trockenwetter wird es dadurch auch möglich, Ablagerungen im Kanal mit regelmäßigen Spülungen zu entfernen. So beugt ein Kaskadenwehr unter anderem größeren Schäden vor und minimiert mögliche Sanierungskosten. Laut der ausführenden Firma ist das Wehr auf 100 Jahre angelegt.

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