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Auf dieser Seite finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zur Maßnahme und den Baumfällungen.
1. Warum muss der Maindeich ausgebaut werden?
Der Maindeich soll vor Hochwasser schützen. Das Regierungspräsidium Darmstadt schreibt vor, dass ein Deich einem Hochwasserstand, der statistisch gesehen alle 200 Jahre auftritt, standhalten muss. Die städtischen Deichabschnitte entsprechen dieser Vorgabe bisher nicht.
2. Wie wird der Ausbau durchgeführt?
Der Ausbau des städtischen Maindeichs wurde in drei Abschnitte unterteilt, die eine Gesamtlänge von rund 2,6 Kilometer haben. Die Bereiche liegen in der Innenstadt (Abschnitt 1) und in Rumpenheim (Abschnitt 2 und 3). Für den zweiten Abschnitt (Bürgel) ist das Land Hessen zuständig.
Die Deichfunktion wird mit Ausnahme des dritten Abschnitts (Feldlage in Rumpenheim) durch einen Spundwandverbau gewährleistet. Beim zweiten Abschnitt (Stadtteil Rumpenheim) sind diese mit Sandsteinen verkleidet worden. Im ersten Abschnitt (Innenstadt) werden die Spundwände auf der bisherigen Deichoberkante hydraulisch eingedrückt und müssen mit Hilfe von Erdankern auf der Straßenseite rückverankert werden. Gründe für die Entscheidung dieser Bauweise sind der Schutz der Bestandsbebauung (beispielsweise Kanal in der Mainstraße und Leitungstrassen im Mainvorgelände). Zusätzlich bedeutet diese Bauweise weniger Lärm.
3. Wann beginnt der Ausbau und wie lange dauern die Bauarbeiten?
Der zweite und dritte Abschnitt in Rumpenheim sind bereits baulich abgeschlossen. Für den ersten Bauabschnitt in der Innenstadt beginnen die Fällarbeiten im November 2025. Die tatsächlichen Bautätigkeiten beginnen im April/Mai 2026 und werden bis mindestens Sommer 2028 andauern.
4. Muss man für den Ausbau des Maindeichs Bäume fällen?
Ja, um den Hochwasserschutz gewährleisten zu können, müssen einige Baumkronen zurückgeschnitten und 190 Bäume vollständig gefällt werden. Der oben genannte Spundwandverbau mit den Rückverankerungen ist anders leider nicht möglich. Eine alternative Bauweise wurde geprüft und musste verworfen werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird für jeden gefällten Baum auf dem Deichkronenweg ein neuer gepflanzt.
5. Kann man die Baumfällungen nicht verhindern?
Im Rahmen der Planung wurden bereits diverse Maßnahmen ergriffen, um Baumfällungen zu verhindern. Dazu wurden für jeden einzelnen Baum individuell alle Möglichkeiten geprüft. Trotzdem können nicht alle Bäume erhalten werden. Die Einbringung der Spundwände sowie diverse unterirdische Maßnahmen zur statischen Absicherung der Wände bedeuten einen massiven Eingriff in den Wurzelbereich der Bäume, so dass ein Erhalt nicht möglich ist.
6. Wurde über eine Verpflanzung der Bäume nachgedacht?
Die Verpflanzung von Großbäumen gestaltet sich äußerst aufwendig und ist mit erheblichen Kosten verbunden. Aufgrund der technischen Gegebenheiten kann lediglich der zentrale Wurzelbereich, mit etwa 3,0 Meter Durchmesser, mit übernommen werden. Um den Wasserbedarf des Baumes zu reduzieren, ist es zudem notwendig, die Kronen entsprechend stark zurückzuschneiden. Bei den alten Bäumen auf dem Maindeich, von denen viele bereits mehr oder weniger starke Vorschädigungen aufweisen und die eine bereits verminderte Vitalität haben, ist das Risiko besonders hoch, dass ein Rückschnitt im Starkastbereich potentielle Schwachstellen schafft, die ein Einfallstor für holzzersetzende Pilze sind. Dies kann die Lebenserwartung eines verpflanzten Baumes im Vergleich zu einem Verbleib an seinem ursprünglichen Standort deutlich verringern. Vor diesem Hintergrund, in Abwägung von Aufwand und Wirkung, wurde dieser Ansatz nicht weiter verfolgt.
7. Werden die Bäume ersetzt?
Auf dem Deichkronenweg wird jeder einzelne Baum nach den Arbeiten ersetzt und durch weitere Baumpflanzungen ergänzt, so dass hinterher mehr Bäume auf dem Deich stehen als vorher. Insgesamt entstehen 167 neue Bäume auf dem Deichkronenweg. Die zu fällenden Bäume im Mainvorgelände östlich der Friedhofstraße werden nicht ersetzt, weil hier mehr Rückstauvolumen für den Main im Hochwasserfall geschaffen werden muss.
8. Welche Baumart wird nachgepflanzt und wie viel Schatten bieten diese?
In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt sind für die Neupflanzung verschiedene Baumarten gewählt worden, darunter beispielsweise Linden, Eichen, Ahorn und Hainbuchen. Bei der Auswahl wurde besonderes Augenmerk auf die Eignung der Arten für diesen Standort gelegt.
Die Größe von Baumschulpflanzen wird über die sogenannte Qualität definiert und unter anderem über den Stammumfang bemessen. Für die Neupflanzung der 167 neuen Bäume auf dem Maindeich wurde der Stammumfang im Rahmen des Genehmigungsverfahrens auf 20–25 cm festgelegt, was den üblichen Qualitäten für Neupflanzungen bei der Stadt Offenbach entspricht. Die Höhe der Bäume bei diesem Stammumfang variiert je nach Baumart und liegt durchschnittlich bei circa 4 bis 5 Metern.
Im Vergleich zum bestehenden Baumbestand ist der Schattenwurf der neugepflanzten Bäume zunächst deutlich geringer, da die Äste in den Kronen nach der Pflanzung noch leicht zurückgeschnitten werden müssen, wird sich aber im Lauf der Zeit durch die Entwicklung eines dichten Blätterdachs deutlich erhöhen. Der Zuwachs der Bäume beträgt je nach Baumart in der Höhe ca. 35 cm pro Jahr und in der Breite ca. 30 cm. Insgesamt können 72 Altbäume auf dem Deichkronenweg erhalten werden und bieten auch weiterhin größere verschattete Bereiche.
9. Wie werden die Spazierwege nach Abschluss der Bauarbeiten aussehen?
Es entstehen Terrassen zum Verweilen und Entspannen, eine barrierefreie Treppenanlage an der Herrnstraße mit einer Kombination aus Treppe und Rampe sowie ein optimiertes Deichtor an der Schloßstraße.
10. Wie nutzt die Stadt Offenbach den Ausbau des Maindeichs, um neben dem Schutz vor Hochwasser auch die Aufenthaltsqualität zu steigern?
Durch Terrassen, mehr Sitzgelegenheiten sowie Spielmöglichkeiten für Schach und „Mensch ärgere dich nicht“ soll der Bereich am Deich attraktiver für die Bürgerinnen und Bürger werden.
11. Ist während der Bauzeit mit Lärm oder Einschränkungen für Anwohnerinnen und Anwohner zu rechnen?
Bürgerinnen und Bürger müssen während der Bauzeit mit verkehrlichen Einschränkungen rechnen. Diese werden immer zeitnah kommuniziert. Zusätzlich muss mit Lärm gerechnet werden. Durch die Entscheidung zum hydraulischem Eindrücken der Spundwände anstelle von Einrütteln wurde versucht den Lärm so gering wie möglich zu halten.
12. Wird es Beeinträchtigungen im Straßenverkehr geben?
Es muss mit starken Beeinträchtigungen auf der Mainstraße gerechnet werden. Geplant ist eine Einbahnstraße von Ost nach West. Die nördliche Fahrbahn wird weitestgehend gesperrt werden müssen. Die zeitlichen Abschnitte und genauen Verkehrshinweise werden immer zeitnah kommuniziert.
13. Welche Auswirkungen gibt es für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende?
Der Deich selbst wird während der Bauzeit nicht begehbar sein. Der Radverkehr im Mainvorgelände wird mit Ausnahme einer kurzen Umleitung auf Höhe des Innovationscampus-Geländes durchgängig möglich sein.
14. Fallen Parkplätze während der Bauarbeiten weg?
Die Baustelleneinrichtungsfläche wird etwa ein Drittel des Parkplatzes an der Carl-Ulrich-Brücke beanspruchen, alle anderen Parkplätze am Mainufer stehen weiterhin zur Verfügung.
15. Gab es eine Bürgerbeteiligung?
Ja, im Jahr 2011 fand ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren statt. Hier geht es direkt zur Informationsseite.
16. Wo kann ich mich regelmäßig über den Fortschritt des Ausbaus informieren?
Über Pressemitteilungen und auf unserer Projektseite.
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