Qualifizierungsreihe Armutssensibilität – Stärkung der Fachkompetenz im Umgang mit Armut
Qualifizierungskonzept im Rahmen des Aktionsplans gegen Kinderarmut Offenbach
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Armut ist ein zentrales Problem – auch in Offenbach. Besonders betroffen sind Kinder: In Hessen lag die Armutsgefährdungsquote für Kinder und Jugendliche 2021 bei 24,4 %, in Offenbach – einer der ärmsten Städte Hessens und bundesweit – ist das Risiko noch höher.
Kindheitspädagogische Einrichtungen, insbesondere Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und Grundschulen, haben das Potenzial, Armut und Armutsfolgen entgegenzuwirken und die Teilhabe von Familien in der Einrichtung und im Sozialraum zu ermöglichen. Deshalb setzt die Stadt Offenbach mit dem Aktionsplan gegen Kinderarmut auf armutssensible Arbeit.
Die Qualifizierungsreihe soll Fachkräfte im Umgang mit betroffenen Kindern und Familien schulen, um gezielt zu unterstützen.
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Personen aus den Arbeitsfeldern Kita, außerschulische Pädagogik und Grundschule, die ihr Wissen und ihre Handlungskompetenz zu diesem Thema erweitern wollen.
Ziele
Die armutsbewusste Praxis und die persönliche armutssensitive Haltung sind analysiert, reflektiert und ggf. (weiter)entwickelt.
- Wissensbasiertes Bewusstsein für Armut als gesamtgesellschaftliches Problem, ihre Gründe und ihre Folgen, ist vorhanden.
- Handlungsstrategien zum Umgang mit Armut sind bekannt und werden umgesetzt.
- Die Teilnehmer:innen kennen fortbildnerische Methoden und Strategien, um mit Fachkräften armutssensitive Handlungsansätze zu reflektieren oder zu entwickeln.
- Die Teilnehmer:innen kennen das Kompetenzprofil „Pädagogik im Kontext von Armut“ und können zumindest Schwerpunkte daraus vermitteln.
Inhalte
- Grundlagenwissen: Auseinandersetzung mit dem Armutsbegriff und den Folgen für gesellschaftliche Teilhabe.
Biographischer Zugang: Reflexion des eigenen Zuganges zum Thema und der Entstehung von Wertvorstellungen. - Entwicklung einer armutsbewussten Haltung
- Bearbeitung Schlüsselthemen: Teilhabe, Klassizismus und Sozialraum
- Entwicklung einer armutsbewussten Praxis: Kenntnis und Diskussion der Handlungsansätze Normalisierung,
- Empowerment, Dekonstruktion.
- Erhöhung der eigenen Vermittlungskompetenz
- Arbeit an Fallbeispielen
- Verständnis von Armut als gesamtgesellschaftliches Problem
Aufbau der Qualifizierungsreihe
Die Qualifizierung findet als modularisierte Fortbildung statt. Zwischen den Modulen bearbeiten die Teilnehmer:innen Praxisaufgaben.
| Modul | Datum | Zeit | Ort |
|---|---|---|---|
| Modul 1 Präsenzmodul | 18.02.2026 | 09:00-16:30 Uhr | HDW-Raum 625* |
| Zwischenstation 1 Online-Modul | 05.03.2026 | 16:00–18:00 Uhr | Online-ZOOM |
| Modul 2 Präsenzmodul | 24.03.2026 | 09:00-16:30 Uhr | HDW-Raum 625* |
| Zwischenstation 2 Online-Modul | 13.04.2026 | 16:00–18:00 Uhr | Online-ZOOM |
| Modul 3 Präsenzmodul | 28.04.2026 | 09:00-16:30 Uhr | HDW-Raum 625* |
| Zwischenstation 3 Online-Modul | 12.05.2026 | 15:00–18:00 Uhr | Online-ZOOM |
| Modul 4 Präsenzmodul | 09.06.2026 | 09:00-16:30 Uhr | HDW-Raum 625* |
*HDW, Haus der Wirtschaft, Platz der deutschen Einheit 4, 6. Stock, Raum 625
Referentin Daniela Kobelt Neuhaus
Vita: Daniela Kobelt Neuhaus
Anmeldung
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben, Getränke sowie ein Mittagessimbiss (vegetarisch) sind enthalten.
Anmeldung bis zum 15.01.2026, unter karin.bahlooffenbachde
Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung.
Bitte beachten Sie: Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, um eine intensive und praxisnahe Lernatmosphäre zu gewährleisten.
Eine BEP-Zertifizierung wird angestrebt.
Kontakt
Jugendamt - Stabsstelle Prävention
Karin Bahlo
E-Mail: karin.bahlooffenbachde
Telefon: 069 8065-2631