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Stadt Offenbach

Schulneubau der Emmy-Noether-Schule in der Startphase im Zeit- und Kostenplan

13.05.2026

Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände kommen die Bauarbeiter gut voran und liegen im Zeitplan. Die Baugrube für den Neubau der Emmy-Noether-Schule ist bereits rund 2,5 Meter tief ausgehoben. Eine Erdbetonmischwand sichert die Grube rundherum ab. 250 Rückverankerungen geben zusätzlichen Halt. Im Juni sollen die Erdarbeiten fertig sein. "Das sind gute Nachrichten für alle, die auf die neue Schule warten. Wir hoffen, dass es trotz der unsicheren Weltlage so weitergeht", so Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhardt Weiß mit Blick auf die Kosten, Vergaben und Lieferfristen.

Für den nächsten großen Schritt, den Hochbau, liegt die Baugenehmigung bereits seit März vor und die notwendigen Abstimmungen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern der Nachbargrundstücke und der Deutschen Bahn sind erfolgt. Ende April gingen zwei weitere Aufträge für die Baulogistik und den Rohbau raus. „Die Kosten bewegen sich bisher im Rahmen der Kalkulation. Die positiven Auftragsvergaben sind zwar ermutigend, das Weltgeschehen kann sich aber im weiteren Verlauf noch auf Preise und Termine auswirken“, bleibt Weiß vorsichtig bei der Prognose. 

Hintergrund

Die Emmy-Noether-Schule wurde 2023 gegründet, weil das starke Bevölkerungswachstum in Offenbach eine neue weiterführende Schule erforderte. Während an integrierten Gesamtschulen zusätzliche Plätze durch Erweiterungsbauten geschaffen werden konnten, war dies an den bestehenden Gymnasien nicht möglich. Deshalb wurde in Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt ein neues Gymnasium gegründet. Aktuell sind die Schülerinnen und Schüler im ehemaligen Gebäude der Fröbelschule untergebracht. Das neue Gymnasium entsteht auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände und soll bis Ende 2028 fertiggestellt sein. Der fünfgeschossige Neubau entsteht auf nur 10.000 Quadratmeter Grundstücksfläche. Mit durchdachter Planung bietet die neue Schule Platz für etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie 100 Lehrkräfte. Besondere Highlights des Projekts sind die vielfältigen Pausen- und Freizeitflächen auf den Dächern, eine Mensa, die täglich für 1.080 Mahlzeiten sorgt, sowie eine Dreifeldsporthalle, die auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt werden kann. Das Gebäude wird im KfW-40-Standard errichtet und mit Photovoltaik, hybrider Heiztechnik und effizienter Lüftung ausgestattet. Zudem spart das großzügige Dach, das auch als Pausen- und Lernfläche genutzt wird, mit den automatisierten Bewässerungssystemen hohe Unterhaltskosten.

Stadt investiert in Bildung

Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind gestiegene Kinderzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land sind seit 2007 bis heute bereits über 409 Millionen Euro in abgeschlossene Projekte für den Neubau sowie die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten geflossen. Heute lernen über 60 Prozent der rund 18.800 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 15 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 5 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt etwa 2.300 Kitakindern unter 6 Jahren in städtischen Einrichtungen gehen rund 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. Derzeit sind Projekte im Wert von rund 266 Millionen Euro für Schulen im Bau, so dass sich die Gesamtsumme der Investitionen seit 2007 auf 675 Millionen Euro erhöht.

Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragte der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus. 

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