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Stadt Offenbach

Neubau Emmy-Noether-Schule: Rohbau gestartet

06.07.2026

Der Rohbau hat begonnen.

Die fertige Baugrube auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände wurde im Juni pünktlich an den Rohbauer übergeben. Jetzt kann die Emmy-Noether-Schule in die Höhe wachsen. „Es ist schön, dass die Bauarbeiten weiterhin gut laufen. Für Offenbacherinnen und Offenbacher wird es in den kommenden Monaten auch sichtbarer, denn jetzt entsteht der Skelettbau der Geschosse der Schule“, so Andreas Bruszynski, Bürgermeister und Baudezernent. Zunächst werden die Tiefgarage und das Untergeschoss entstehen. Bis Mitte 2027 soll der Rohbau mit fünf Stockwerken und Keller fertig sein.

Damit ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für das größte Schulbauvorhaben in Offenbach gesetzt. Bereits während der Erdarbeiten wurde auf eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen geachtet. Der beim Aushub der Baugrube anfallende Ton, sogenannter „Rupelton“, wurde nicht entsorgt, sondern wird in Hainburg weiterverwendet. Rund 12.000 Kubikmeter Ton fließen als Rohstoff in die Herstellung von Ziegelsteinen. Daraus entstehen etwa 25.000 Kubikmeter Mauerziegel – genug Material für rund 250 Einfamilienhäuser.

Durch diese Wiederverwendung ergeben sich mehrere positive Effekte. Es wird wertvoller Deponieraum eingespart, der Bedarf an neuem Tonabbau sinkt und die Transportwege von der Baustelle in Offenbach in das nahegelegene Zwischenlager in Hainburg bleiben kurz. Zudem entstehen bei der späteren Wiederherstellung der Abbauflächen wichtige Biotope, die als Lebensraum für Pflanzen und Tiere dienen.

Tongrube in Hainburg mit dem grauen Rupelton von der Baustelle der Emmy-Noether-Schule in Offenbach.

Hintergrund

Die Emmy-Noether-Schule wurde 2023 gegründet, weil das starke Bevölkerungswachstum in Offenbach eine neue weiterführende Schule erforderte. Während an integrierten Gesamtschulen zusätzliche Plätze durch Erweiterungsbauten geschaffen werden konnten, war dies an den bestehenden Gymnasien nicht möglich. Deshalb wurde in Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt ein neues Gymnasium gegründet. Aktuell sind die Schülerinnen und Schüler im ehemaligen Gebäude der Fröbelschule untergebracht. Das neue Gymnasium entsteht auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände und soll bis Ende 2028 fertiggestellt sein. Der fünfgeschossige Neubau entsteht auf nur 10.000 Quadratmeter Grundstücksfläche. Mit durchdachter Planung bietet die neue Schule Platz für etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie 100 Lehrkräfte. Besondere Highlights des Projekts sind die vielfältigen Pausen- und Freizeitflächen auf den Dächern, eine Mensa, die täglich für 1.080 Mahlzeiten sorgt, sowie eine Dreifeldsporthalle, die auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt werden kann. Das Gebäude wird im KfW-40-Standard errichtet und mit Photovoltaik, hybrider Heiztechnik und effizienter Lüftung ausgestattet. Zudem spart das großzügige Dach, das auch als Pausen- und Lernfläche genutzt wird, mit den automatisierten Bewässerungssystemen hohe Unterhaltskosten.

Stadt investiert in Bildung

Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind gestiegene Kinderzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land wurden seit 2007 bis heute bereits über 675 Millionen Euro für den Neubau sowie die Sanierung bereitgestellt. Heute lernen über 60 Prozent der rund 18.800 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 15 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 5 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt etwa 2.300 Kitakindern unter 6 Jahren in städtischen Einrichtungen gehen rund 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. 

Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragte der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus.

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