Im Offenbacher Stadtteil Rumpenheim schreitet der Bau des neuen Gebäudes der Ernst-Reuter-Schule voran. Aktuell wird eine Geothermie-Anlage installiert. Diese sorgt in Zukunft für ein angenehmes Raumklima im neuen Schulgebäude. „Bei Neubauten achten wir auf Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung. Das neue Schulhaus kann bei einem milden Winter bis minus 12 Grad seinen Wärmebedarf komplett ohne Gasheizung decken“, erläutert Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.
Insgesamt zehn Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils 98 Metern wurden bereits durchgeführt. Derzeit werden über 600 Meter Verteilungsrohre unterirdisch verlegt und an eine zentrale Verteilstation angeschlossen. Geplant ist, dass die Schülerinnen und Schüler im Herbst das neue Grundschulgebäude beziehen können.
Hintergrund
Die neue Grundschule am Standort der Ernst-Reuter-Schule wird voraussichtlich rund 30,5 Millionen Euro kosten. Derzeit besuchen die Ernst-Reuter-Schule rund 850 Schülerinnen und Schüler. Rund 270 von ihnen werden in der Grundstufe unterrichtet. Durch den Wechsel der Grundstufe in einen eigenen Gebäudetrakt mit modernen, barrierefreien Unterrichtsräumen sowie durch kleinere An- und Umbauten des Hauptgebäudes kann die IGS ab 2026 perspektivisch bis zu 1.050 Kinder und Jugendliche aufnehmen.
Stadt investiert in Bildung
Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind steigende Schülerzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land sind seit 2007 bis heute bereits über 404 Millionen Euro in den Neubau sowie die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten geflossen. Heute lernen rund 50 Prozent der rund 18.700 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 20 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 15 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt 2.472 Kitakindern in städtischen Einrichtungen gehen 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. Derzeit sind Bauprojekte im Wert von rund 321 Millionen Euro für Schulen in Planung oder im Bau.
Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragt der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus.