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Stadt Offenbach

Stadt stellt weitere zusätzliche Mittel für Geschwister-Scholl-Schule bereit

18.08.2025

Für den erfolgreichen Abschluss des Bauvorhabens an der Geschwister-Scholl-Schule gibt der Magistrat, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten, zusätzliche Mittel frei. Die Gesamtkosten für die Sanierung und Erweiterung der Integrierten Gesamtschule mit Grundstufe erhöhen sich auf nun rund 47,95 Millionen Euro. „Die Kostensteigerung von etwa 8,45 Millionen Euro ist hauptsächlich auf Marktpreissteigerungen, unvorhergesehene Mehrkosten beim Erweiterungsneubau und verlängerte Mietkosten für die Interimsanlage zurückzuführen“, erklärt Planungs- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß. 

Bereits 2022 stellten die Stadtverordneten dem Amt für Planen und Bauen zehn Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Die Gründe für die Kostensteigerungen sind zwei Hauptfaktoren zuzuordnen: Weitere Preissteigerungen im Baugewerbe sowie erneut unvorhergesehene zusätzliche Maßnahmen. Laut der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach, das mit der Projektsteuerung beauftragt ist, erhöhten sich die Kosten vor allem bei Dacharbeiten, Trockenbau, Wärmedämmung, Fliesen- und Tischlerarbeiten. Zudem waren Maßnahmen notwendig, die ursprünglich nicht eingeplant waren und Mehrkosten verursachten. Beim Ersatzneubau kam es zum Beispiel zu umfangreicheren Eingriffen in den Bestand und das Erdreich, zur Entsorgung höherer Mengen schadstoffbelasteter Aushübe sowie zu unerwarteten Funden im Baugrund unterhalb der Abbruchgebäude. Auch die baulichen Anschlüsse im Bereich des Dachs, der Fundamente und der Fassade zum Atriumbau machten nach Abbruch der Bestandsgebäude Umplanungen und Anpassungen notwendig. Darüber hinaus waren zusätzliche Aufwendungen bei der Haustechnik nötig. Dies betraf unter anderem die dezentralen Lüftungsgeräte sowie Schwierigkeiten bei der Anbindung an den Fachklassenbau und zur neuen Heizzentrale.

Seit Dezember 2021 finden an der Geschwister-Scholl-Schule bei laufendem Schulbetrieb Arbeiten in mehreren Bauabschnitten statt. Inzwischen sind der Ersatzneubau und die Heizzentrale in Betrieb. Derzeit wird das Atriumgebäude saniert, welches voraussichtlich noch in diesem Jahr wieder von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden kann. Im Anschluss folgt die Sanierung des Fachklassenbaus. Die vollständige Fertigstellung aller Baumaßnahmen ist für das vierte Quartal 2026 geplant. 

Ein Teil der Finanzierung des Projekts läuft über den GEO Grüner Eigenbetrieb Offenbach mittels eines grünen Schuldscheindarlehens. Im GEO bündelt die Stadt zentrale Infrastrukturprojekte aus den Bereichen Bildung und Hochwasserschutz, die nachweislich einen positiven Beitrag für Umwelt, Klima und Gesellschaft leisten und sich damit für diese nachhaltige Finanzierungsform qualifizieren. Die Arbeiten an der Geschwister-Scholl-Schule erfüllen die Kriterien des grünen Schuldscheins zu rund 70 Prozent. Darin enthalten sind der fertiggestellte Erweiterungsbau und die laufenden Sanierungsarbeiten am Atriumbau.

Stadt investiert in Bildung

Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind steigende Schülerzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land sind seit 2007 bis heute bereits über 404 Millionen Euro in den Neubau sowie die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten geflossen. Heute lernen rund 50 Prozent der rund 18.700 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 20 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 15 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt 2.472 Kitakindern in städtischen Einrichtungen gehen 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. Derzeit sind Bauprojekte im Wert von rund 321 Millionen Euro für Schulen in Planung oder im Bau. 

Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragt der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus. 

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