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Stadt Offenbach

Rundfahrt zu drei Schulen zeigte Fortschritte vor Ort

10.06.2026 – Knapp 110 Millionen Euro investiert die Stadt Offenbach aktuell in drei Schulstandorte: IGS Lindenfeld, Geschwister-Scholl-Schule und Ernst-Reuter-Schule. An allen drei Schulen können das Amt für Planen und Bauen und die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, die die Maßnahmen gemeinsam umsetzen, große Meilensteine feiern.

Schul- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß bei der Begrüßung im Bus.

Bei einer Rundfahrt mit Schul- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß konnten sich Pressevertreter sowie Stadtverordnete direkt vor Ort ein Bild machen. „Der Bildungsbau liegt mir seit 2006 besonders am Herzen. Mit den laufenden Projekten kommen wir unserem Ziel, optimale Lernbedingungen für kommende Generationen zu schaffen, wieder ein Stück näher. Anstatt mehrere einzelne Baufeiern zu veranstalten, wollten wir mit der Rundfahrt eine gebündelte Gelegenheit geben, die Fortschritte zu sehen. Es ist wichtig, die Stadtverordneten direkt vor Ort zu informieren. Ohne ihre Unterstützung könnten viele Projekte nicht umgesetzt werden“, so Weiß.

Mit den laufenden Projekten kommen wir unserem Ziel, optimale Lernbedingungen für kommende Generationen zu schaffen, wieder ein Stück näher.

Schul- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß

Los ging es vom Rathaus in Richtung IGS Lindenfeld in der Friedensstraße. Hier entsteht im zweiten und letzten Bauabschnitt die 4.760 Quadratmeter große Erweiterung der IGS. In diesem Bauabschnitt ist auch eine Mensa untergebracht, welche ein wichtiger Baustein für die Ganztagsbeschulung ist. Frank Herrgen, Projektleiter der OPG, erzählte vor Ort: „Die Bauarbeiten liegen aktuell weiter im Zeitplan. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Die Rohbauarbeiten sowie die Rohinstallationen der Haustechnik, Dachdecker- und Fassadenarbeiten sind bereits abgeschlossen. Aktuell werden die Ausbau- und Feinarbeiten wie Bodenbeläge, Küchenausbau, Deckenmontagen sowie die Installation von Sanitärobjekten umgesetzt.“ Im Herbst 2024 feierte das Projekt Halbzeit und es wurde der erste Bauabschnitt des neuen Grundschulgebäudes für zunächst 100 Kinder fertiggestellt, der zweite Bauabschnitt bietet dann weiteren 100 Kindern Platz. Die geplanten Gesamtkosten belaufen sich aktuell auf rund 31,1 Millionen Euro. Das historische Hauptgebäude in der Friedensstraße wird U-förmig von dem Neubau umschlossen. Derzeit besuchen 850 Schülerinnen und Schüler die IGS mit Grundstufe. „Bei den Erweiterungsarbeiten wird auf umweltfreundliche Bauweise und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten geachtet, damit kommende Generationen nach neuesten Standards unterrichtet werden können. Ein wichtiges Entwurfsziel ist dabei auch die Vermeidung sommerlicher Überhitzung durch ein Anpassungskonzept, das im Gebäude Lüftung und Nachtauskühlung sowie im Freiraum Elemente des Schwammstadtkonzepts umfasst“, erklärt Xenia Kooiker, Projektleiterin vom Amt für Planen und Bauen. „Die Schülerinnen und Schüler nehmen das neue Gebäude und die Neuerungen auf dem Schulhof sehr gut an. Es ist sicher nicht immer so einfach, dass die Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb stattfinden“.

Mit der Gruppe von rund 25 Personen ging es mit dem Bus weiter zur Geschwister-Scholl-Schule im Stadtteil Bieber. Seit Dezember 2021 finden dort auch bei laufendem Schulbetrieb Arbeiten in mehreren Bauabschnitten statt, um die Schule zu sanieren und gleichzeitig zu erweitern. Durch das Bauprojekt bietet die Schule jetzt für 6 statt früher 4 Parallelklassen pro Jahrgang Platz. Nachdem bis zum Sommer 2024 bereits der große Ersatzneubau mit vier Jahrgangsclustern fertiggestellt wurde, konnten im Herbst 2025 die Sanierungsarbeiten des Atriumbaus abgeschlossen werden. Zehn Schulklassen lernen seitdem wieder im zweistöckigen Gebäude. „Besonders wichtig war es, dass sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Gebäude wohler fühlen – dies wurde sichtbar und hörbar verbessert. Neue Schallschluckelemente unter der hohen Decke des Atriums sorgen für eine deutlich angenehmere Akustik, insbesondere bei Veranstaltungen“, erklärt Astrid Reese, Projektleiterin vom Amt für Planen und Bauen. Weiter führt Desiree de Visser, Projektleiterin der OPG aus: „In den Klassenräumen können die Jugendlichen durch Holzwolle-Akustikplatten an den Decken dem Unterricht besser folgen, und es wird ein angenehmes Lernumfeld geschaffen. Ergänzt wurde dies durch eine moderne dezentrale Lüftungsanlage“. Bis Mitte 2027 soll das Fachklassengebäude für Naturwissenschaften, Kunst, Musik und Werken saniert werden.

Während der Fahrten berichtete Weiß und das Planungsteam vom Amt für Planen und Bauen sowie der OPG, was in Zukunft geplant ist. Für die Ausweitung der Ganztagsangebote stehen beispielsweise die Anne-Frank-, Goethe-, Friedrich-Ebert-, Mauerfeld-, Lauterborn-  und Uhlandschule an. Geplant sind dort beispielsweise zusätzliche Betreuungs- und Aufenthaltsräume für den Ganztagsbetrieb sowie Mensen.

Die letzte Station war rund 14 Minuten Fahrtzeit entfernt. Die Ernst-Reuter-Schule im Stadtteil Rumpenheim konnte sich im Frühjahr über ihren fertiggestellten Neubau für rund 300 Grundschülerinnen und -schüler freuen. Zur Begrüßung zeigten einige Kinder ihre Freude und Dankbarkeit über den Neubau mit einem musikalischen Auftritt. Mit ihrem Gesang und Tanz rührten sie sogar einige Gäste zu Tränen. Rund 30,5 Millionen Euro hat die Stadt Offenbach nach aktuellem Kostenstand in den barrierefreien Lernort investiert. Das dreigeschossige Schulgebäude mit begrünten Dächern und Photovoltaik-Paneelen auf den Pultdächern schließt südlich an das Hauptgebäude der IGS an und wurde in nachhaltiger Hybridbauweise errichtet. Das Erdgeschoss steht der gesamten Schulgemeinschaft zur Verfügung. Dort im Gebäude befinden sich die Ganztagsbetreuung, die Schulbibliothek und der Kunstraum. Die Klassenräume in den beiden Obergeschossen sind als Jahrgangscluster organisiert. Jeweils drei Klassenzimmer pro Jahrgang samt Differenzierungsräumen gruppieren sich um einen mit Sitzpodesten und Sitzstufen ausgestatteten „Lernflur“. 

Insgesamt besuchen derzeit 850 Kinder und Jugendliche die Integrierte Gesamtschule. Beim Rundgang durch das Gebäude erläuterte Jan Büttner, Projektleiter der OPG: „Aktuell laufen An- und Umbauten am Bestandsgebäude, um unter anderem eine gute Vernetzung zum Neubau zu haben. Zusätzlich entsteht ein neues Gebäude mit Mehrzweckraum auf dem erweiterten Schulhof.“ Andres Bäppler vom Amt für Planen und Bauen ergänzt: „Perspektivisch kann die IGS Ende 2027 bis zu 1.070 Schülerinnen und Schüler unterrichten, dann werden auch die Bauarbeiten während des laufenden Schulbetriebs abgeschlossen sein.“

Stadt investiert in Bildung

Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind gestiegene Kinderzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land wurden seit 2007 bis heute bereits über 675 Millionen Euro für den Neubau sowie die Sanierung bereitgestellt. Heute lernen über 60 Prozent der rund 18.800 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 15 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 5 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt etwa 2.300 Kitakindern unter 6 Jahren in städtischen Einrichtungen gehen rund 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. 

Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragte der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus.

Weitere Informationen zum Thema Kita- und Schulsanierungen gibt es unter www.offenbach.de/kita-und-schulsanierungen 

 

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