Kinder und Jugendliche stark machen! Förderverein Sicheres Offenbach im Austausch mit Schulen
20.02.2026
Vapes, Cannabis, Snooze, Mediensucht, Cybermobbing, Gewalt – viele Themen mit denen Jugendliche und zum Teil auch bereits Kinder tagtäglich konfrontiert werden. Wie sieht jedoch die Wirklichkeit an Offenbacher Schulen aus? Wo brauchen Schülerinnen und Schüler Kompetenzen? In welchen Bereichen müssen wir sie stärken? Fragen, die sich der Förderverein Sicheres Offenbach um den neu gewählten Vorsitzenden und Amtsgerichtspräsidenten Erik Geisler stellte.
Am Mittwoch, 11. Februar, folgten so Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrkräfte sowie Sozialarbeiterinnen und- arbeiter nahezu aller Offenbacher Schulen der Einladung von Erik Geisler und der Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Susanne Meißner, zu einem Austausch in den Räumen des Offenbacher Amtsgerichtes, den es in dieser Form so noch nicht gegeben hat.
Nach einer kurzen Vorstellung des Fördervereins, der seit seiner Gründung im Jahre 2002 die hohe Anzahl von rund 38.500 Schülerinnen und Schülern in Offenbach mit Präventionsmaßnahmen erreichen konnte und jährlich ein Fördervolumen von etwa 40.000 Euro hat, übergab Erik Geisler das Wort an Mareike Imholt und Zehra Ergi vom Jugendbildungswerk, angesiedelt beim städtischen Jugendamt. Beide sind für den Offenbacher Methodenkoffer zu Gewaltprävention an Schulen zuständig, der einst 2005 von Dr. Michael Koch entwickelt wurde und in seiner Form einzigartig ist. „Der Methodenkoffer bietet im Rahmen der Gewaltprävention für nahezu alle Problemlagen die Schulen zu bewältigen haben, ein passendes Angebot mit Workshops, Vorführungen und Kursen“, berichtet Zehra Ergi.
Die Erstellung des damaligen Konzepts ist auf die Initiative des Fördervereins zurückzuführen. So ist es nicht überraschend, dass ein Großteil der Fördermittel des Vereins, rund 25.000 Euro jährlich, in den Methodenkoffer fließt. Weitere Mittel werden vom städtischen Jugendamt in Höhe von 40.000 Euro beigesteuert. Alleine für 2026 wurden 30 Projekte an 16 Offenbach Schulen mit einem Volumen von rund 69.000 Euro beantragt.
Welche der Projekte haben sich allerdings in den letzten Jahren als wirkungsvoll erwiesen? In welchen Bereichen sollte das Angebot des Methodenkoffers noch ausgebaut werden? Gibt es eventuell bürokratische Hürden für die Schulen, die abgebaut werden müssen?
Mit diesen Fragen wandte sich der Vorsitzende des Vereins an die Schulen und eröffnete somit den eigentlichen Austausch. Annähernd jede Schule berichtete daraufhin von der jeweiligen Situation, zu Bedarfen, aber auch weiteren präventiven, zum Teil kostenlosen Angeboten, die gegebenenfalls mit dem Angebot des Methodenkoffers verknüpft werden könnten.
Gute Präventionslandschaft mit vielen engagierten Akteurinnen und Akteuren
„Als ich den Vorsitz des Fördervereins übernahm, stellte ich schnell fest, dass Offenbach eine hervorragende Präventionslandschaft mit vielen sehr engagierten Akteurinnen und Akteuren besitzt. Der heutige Austausch mit den Schulen bestätigte mich darin. Ich bedanke mich herzlich bei allen anwesenden Schulleitungen und Lehrkräften“, so Erik Geisler nach dem Treffen. „Als Ergebnis aus dem Termin nehmen wir unter anderem mit, dass Cannabis, auch nach der Teillegalisierung, eine gar nicht so große Rolle an Schulen spielt, wie angenommen und stattdessen Vapes und Snooze relativ sorglos konsumiert werden. Auch der starke Medienkonsum, der nicht selten zu einer Sucht ausgeartet und sowohl Eltern als auch Schulen vor große Herausforderungen stellt, wird der Verein zukünftig stärker in den Fokus nehmen. Der Austausch war für uns äußerst aufschlussreich, sodass wir einige Themen als ‚Hausaufgabe‘ mitnehmen.“
„Zahlreiche große Firmen und bekannte Offenbacher Persönlichkeiten sind bereits Mitglied im Förderverein. Mit einem noch größeren Fördervolumen könnten wir jedoch die langjährige erfolgreiche Arbeit weiter ausbauen. Sollte Interesse bestehen förderndes Mitglied zu werden, sind alle Informationen dazu auf unserer Website www.fvsof.de zu finden“, ergänzt Winfried Männche, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. „Wann hat man schon die Gelegenheit zu spenden und sich sicher zu sein, dass die Gelder zielgerichtet dorthin fließen wo sie benötigt werden, ohne Kosten für Verwaltung und Organisation.“