Spatenstich für Neubau der Emmy-Noether-Schule
11.12.2025
Für den Neubau des Emmy-Noether-Gymnasiums fand gestern der feierliche Spatenstich auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände in Offenbach statt. „Der Spatenstich markiert einen bedeutenden Meilenstein. Jetzt startet offiziell das größte Schulbauvorhaben seit Jahrzehnten in unserer Stadt“, sagte Bildungs- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. „Nach intensiver Planung mit allen Partnern und großen Investitionen verwandeln wir diese brache Fläche in einen modernen, inklusiven und nachhaltigen Bildungsort.“ Offenbach investiert etwa 128 Millionen Euro in den Neubau.
Bei der Feier ergänzte Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke: „Der ehemalige Güterbahnhof ist derzeit die letzte große Konversionsfläche in Offenbach, die jetzt richtig in die Entwicklung geht. Viele andere langjährige Brachen haben bereits ein neues Gesicht bekommen. Das zum neuen Gesicht am ehemaligen Güterbahnhof eine komplett neue weiterführende Schule, ein neues Gymnasium, gehören wird, ist durchaus historisch. Zuletzt haben wir 2002 an der Ernst-Reuter-Schule einen Neubau für eine weiterführende Schule errichtet und davor 1978 mit der Edith-Stein-Schule die letzte komplett neue weiterführende Schule eröffnet. Mit dem ambitionierten Schulbauprogramm der Stadt versuchen wir, für die Schülerinnen und Schülern in Offenbach – und so auch hier im neuen Gymnasium – möglichst gute Lernbedingungen zu schaffen. Die Kinder sollen den Ort Schule hoffentlich positiv in ihren Erinnerungen behalten können! Dafür steht auch Stadtrat Paul-Gerhard Weiß, der in seiner Verantwortung für Bildung, Schule und Bauen die Entwicklung unserer Schulen seit 14 Jahren mitverantwortet.“
Neben dem feierlichen Spatenstich mit den Projektbeteiligten führten 16 Schülerinnen und Schüler der Emmy-Noether-Schule unter dem Motto „Zusammen wachsen“ einen musikalischen Beitrag vor. Auch Georg Rübensam, Schulleiter der bereits in einem Interimsgebäude gegründeten Schule, freut sich über den offiziellen Baustart am künftigen Standort: „Unser Schulmotto ,Zusammen wachsen‘ bekommt mit diesem Neubau eine sichtbare Form. Hier entsteht ein neuer und moderner Lernort, der Gemeinschaft, Bildung und Nachhaltigkeit verbindet. Gleichzeitig zeigt es, dass Wachsen nur gemeinsam gelingt und es freut mich, dass unsere Ideen in das Projekt miteingeflossen sind.“ Bei heißem Kakao sowie warmen Tee und Kaffee ließ man die Feierlichkeit ausklingen.
Hintergrund
Die Emmy-Noether-Schule wurde 2023 gegründet. Aktuell sind die Schülerinnen und Schüler im ehemaligen Gebäude der Fröbelschule untergebracht. Das neue Gymnasium entsteht auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände und soll bis Ende 2028 fertiggestellt sein. Der fünfgeschossige Neubau entsteht auf nur 10.000 Quadratmeter Grundstücksfläche. Mit durchdachter Planung bietet die neue Schule Platz für etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie 100 Lehrkräfte. Besondere Highlights des Projekts sind die vielfältigen Pausen- und Freizeitflächen auf den Dächern, eine Mensa, die 1.080 Mahlzeiten täglich versorgt, sowie eine Dreifeldsporthalle, die auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt werden kann. Das Gebäude wird im KfW-40-Standard errichtet und mit Photovoltaikanlagen, einer hybriden Heiztechnik und effizienter Lüftung energieeffizient sein. Zudem spart das großzügige Dach, das auch als Pausen- und Lernfläche genutzt wird, mit den automatisierten Bewässerungssystemen hohe Unterhaltskosten.
Stadt investiert in Bildung
Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind steigende Kinderzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land sind seit 2007 bis heute bereits über 675 Millionen Euro in den Neubau sowie die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten geflossen. Heute lernen über 60 Prozent der rund 18.800 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 15 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 5 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt etwa 2.300 Kitakindern unter 6 Jahren in städtischen Einrichtungen gehen rund 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. Derzeit sind Bauprojekte im Wert von rund 265 Millionen Euro für Schulen in Planung oder im Bau.
Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragte der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus.