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Stadt Offenbach

Fachveranstaltung zum Abschluss des Projekts „Bewegt älter werden in Offenbach“

11.04.2022 – Zum Abschluss der Modellprojektphase von „Bewegt älter werden in Offenbach“ wurde kürzlich ein virtueller Fach- und Vernetzungstag veranstaltet. Die HAGE - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. hat zusammen mit dem Projektteam der Stadt Offenbach relevante Akteurinnen und Akteure eingeladen und zum Thema „Bewegungsförderung für ältere Menschen“ getagt.

Sozialdezernent Martin Wilhelm und die Geschäftsführerin der HAGE Dr. Katharina Böhm eröffneten die Veranstaltung. „In einem strukturierten Prozess wurden in den fast zwei Jahren, unter erschwerten Pandemiebedingungen, vielfältige Maßnahmen zur Bewegungsförderung in der Stadt Offenbach erfolgreich umgesetzt. Neben Bewegungsangeboten konnte auch eine Steuerungsgruppe mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Bereichen und Ämtern etabliert werden. Diese Steuerungsgruppe wird auch nach Abschluss der Modellprojektphase durch die Koordinierungsstelle Offene Seniorenarbeit weitergeführt. Der Wunsch ist, die Projektidee „Bewegungsförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ in der Stadt Offenbach weiter voranzubringen“, so Martin Wilhelm, Sozialdezernent der Stadt Offenbach in seiner Begrüßung.

Geschäftsführerin Dr. Katharina Böhm verdeutlichte in ihrem Grußwort die Bedeutung von Bewegung: „Mittels Bewegung schaffen wir uns Zugang zu sozialen Kontakten und ermöglichen gemeinsame Erlebnisse. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist noch einmal deutlich geworden, dass Teilhabe eine wesentliche Rolle für die Eigenständigkeit und Lebensqualität von älteren Menschen spielt. Bewegung ist oftmals der Schlüssel dazu.“

Zu Beginn der Veranstaltung gab Professor Dr. Jens Bucksch von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Einblicke in die „Kommunale Bewegungsförderung“. Er betonte, dass Bewegungsförderung eine interdisziplinäre Aufgabe in der Kommune sei und sie einer strategischen und ressortübergreifenden Zusammenarbeit aller relevanten städtischen Akteurinnen und Akteuren bedürfe. Zudem trage ein kommunaler Strukturaufbau zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit bei.

Anschließend wurden Erfahrungen und Erkenntnisse aus bestehenden Projekten ausgetauscht. So berichteten die Projektleiterinnen der Stadt Offenbach, Heidi Weinrich und der HAGE, Carolin Becklas, über die Projektlaufzeit von „Bewegt älter werden in Offenbach“. Es wurden unter anderem 15 neue Bewegungsangebote gestartet und mit zwei begleitenden Tests die Alltagsfitness von Seniorinnen und Senioren ausgewertet. Ebenso gab es Vorträge, Ausstellungen und Schnupperkurse. Abschließend wurden in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek zwei Bücherkisten zusammengestellt, die durch die Seniorentreffs der Stadt touren. Und in der Grünanlage am Hessenring werden Sitzgelegenheiten  für Senioreninnen und Senioren aufgestellt. Zudem erscheint in den nächsten Tagen eine Broschüre, die alle Bewegungsangebote in Offenbach zusammenfasst. Die praktische Umsetzung der Stadt Offenbach wurde durch Befragungen und Erhebungen sowie die Etablierung einer Steuerungsgruppe seitens der HAGE begleitet. Heidi Weinrich hob zudem positiv hervor, dass das Sozialamt die weitere Finanzierung der Bewegungsangebote übernimmt. So kann die Verstetigung der vielfältigen Projektergebnisse sichergestellt werden.

Neben einem weiteren fachlichen Einblick in ein Projekt der Stadt Mannheim konnten die Teilnehmenden der Fachveranstaltung auch an einem Workshop teilnehmen, der Raum für einen intensiven Dialog bot. Hierbei wurden bereichsübergreifende Anknüpfungspunkte für die zukünftige Arbeit in der Bewegungs- und Gesundheitsförderung für Ältere in Offenbach am Main ausgearbeitet. Daraus sollen Synergien für zukünftige Zusammenarbeiten ermöglicht werden.

Bei Fragen zur Fach- und Vernetzungsveranstaltung oder zum Projekt können sich Interessierte an Felix Weber wenden unter felix.weberhagede oder die Geschäftsstelle der HAGE e.V. unter der Rufnummer 069 713 76 78-0 kontaktieren. 

Hintergrund

Das Projekt startete am 1. September 2020 als Modellprojekt „Auf- und Ausbau bewegungsfördernder Strukturen für ältere Menschen in der Kommune“ in Offenbach am Main und wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gefördert. Anlässlich der Veranstaltung wurden Fachvorträge und Praxisbeispiele aus den Städten Offenbach und Mannheim mit dem Schwerpunkt „kommunale Bewegungsförderung“ vorgestellt. Ziel der Organisatoren war es, mit der Veranstaltung das gesamtgesellschaftliche Thema "Kommunale Gesundheitsförderung“ in der Stadt Offenbach weiter auf den Weg bringen. Zu den Teilnehmenden zählten neben den Interessierten und Beteiligten des Projektes auch Organisationen und Vereine, die für die Bewegungsförderung der älteren Menschen in Offenbach wichtig sind.



Fachstelle für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung

Das Sozialamt erreichen Sie unter der Rufnummer 069 80653584.

Die Fachstelle vereint vier Anlaufstellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die Ansprechpersonen finden Sie unter den unten stehenden Links.

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