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Stadt Offenbach

Im Porträt: Sandra Gottscheck von der Stadtgarde Offenbach

Einzelpersonen erzählen in einem Kurzinterview von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Vereinen/Organisationen/Initiativen aus der Stadt Offenbach.

Sandra Gottscheck

Das bin ich:

Name: Sandra Gottscheck
Alter: 44
Familienstand: ledig
Beruf: Schilder- und Lichtreklameherstellerin
Ehrenamtlich tätig seit: Mitglied seit 1991, im Vorstand seit 2002, Trainerin seit 2005


Angaben zum Verein/zur Organisation/zur Initiative

Stadtgarde Offenbach e. V.
Am Schneckenberg 63
63075 Offenbach am Main
01515/8398983
vorstandstadtgarde-offenbachde
www.stadtgarde-offenbach.de (Öffnet in einem neuen Tab)


Warum engagieren Sie sich in Ihrer Organisation und wie sind Sie dazu gekommen?

Ich bin mit 11 Jahren durch meine Cousine in den Verein gekommen und zunächst war es „nur“ ein Hobby. Ich habe viele Werte meiner Eltern mitgebracht, sodass es von Anfang an selbstverständlich war, sich zu engagieren. Im Verein mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Gruppen lernte ich, was richtig und wichtig ist, was Zusammenhalt bedeutet und wie wichtig das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist. Ich bin in die Fußstapfen meines Vaters getreten, der viele Jahre den Platz des 2. Vorsitzenden vertrat. Er war immer mein Vorbild und hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, sein Herz und seine Energie in etwas zu stecken, das einem zweifellos alles gibt, was man im Leben braucht. Mit Menschen zusammenzuarbeiten und gleichzeitig etwas für die Gesellschaft zu tun, fühlt sich einfach gut an.

Welche Ziele verfolgt Ihre Einrichtung und welche Aufgaben gibt es?

Die Ziele sind breitgefächert. Das beginnt bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg, den Tanzsport oder ein Musikinstrument zu erlernen, über den Erhalt von Traditionen und Brauchtum in Offenbach, aber auch die Teilnahme an kulturellen und sozialen Veranstaltungen in der Region. Ein großer Teil fließt auch in die Stärkung von Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Die sozialen Kompetenzen, die in einem Verein spielerisch erlernt werden und für das gesamte Leben wichtig sind, werden oft als nebensächlich angesehen, aber meiner Meinung nach ist das eine große und wichtige Aufgabe in unserer Einrichtung.
Natürlich gibt es auch die administrativen Aufgaben, wie die Mitglieder-, die Termin- und die Geldverwaltung. Social Media bedarf mittlerweile sehr viel Aufwand, aber natürlich auch die Durchführung unserer Veranstaltungen hält viele Aufgaben bereit.

Welche Voraussetzungen muss eine Person mitbringen, um diese Tätigkeit ausüben zu können?

Unser Motto lautet „Ohne Dich sind wir einer zu wenig“. Wir finden für jeden den richtigen Platz an unserer Seite, ganz ohne Voraussetzungen.

Gibt es ein besonders schönes Erlebnis aus der ehrenamtlichen Tätigkeit, das Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Es gibt da nicht „das eine Erlebnis“. Jede Woche erlebe ich wunderschöne Situationen, egal ob im Training, bei den Auftritten oder bei Veranstaltungen. Wenn die Kinder meinen Namen rufen, wenn ich mit dem Auto angefahren komme, weil sie mich schon sehnsüchtig erwarten, oder die Menschen, die mir auf die Schulter klopfen, weil die Tanzgruppen eine sensationelle Leistung auf der Bühne zeigen, wenn Eltern sich für die wertvolle Arbeit mit ihren Kindern bedanken, das sind alles Erinnerungen und Erlebnisse, die im Kopf und im Herzen bleiben, und sie tragen dazu bei, dass die ehrenamtliche Arbeit Freude bereitet, seien es noch so viele Stunden neben dem Vollzeitjob und dem Privatleben.

Können Sie durch Ihr Engagement etwas Positives mit in Ihr Privatleben nehmen?

Oft verwischen sich das Ehrenamt und das Privatleben so sehr miteinander, dass ich den Unterschied nicht immer erkennen kann. Viele unserer Mitglieder kenne ich seit meiner Kindheit und da sind enge Freundschaften entstanden, aber auch die Eltern, mit denen ich Seite an Seite stehe und stolz auf „unsere“ Kinder blicke. Das vertraute und freundschaftliche Verhältnis ist so stark, dass ich keine Grenze ziehen kann und möchte. Ich kann aber auch Positives aus meinem Privatleben in das Ehrenamt tragen, denn als gelernte Erzieherin profitieren alle von meiner pädagogischen Ausbildung, auch wenn ich nicht in diesem Beruf arbeite.

Benötigt die Einrichtung noch weitere ehrenamtliche Unterstützung und an wen können sich die Interessenten wenden?

Wir benötigen immer Unterstützung!

Unser Altersdurchschnitt ist eher jung, deshalb fehlen oft die kuchenbackenden Omas und Opas, aber auch Showtanztrainerinnen und -trainer mit Erfahrung fehlen. Menschen, die Tanzen oder Instrumente spielen als ihr Hobby bezeichnen möchten, sind herzlich willkommen, ganz egal in welchem Alter und unabhängig vom Können.

Über unser Infotelefon sind wir immer zu erreichen und beantworten gerne Fragen: 01515 83 989 83

Vielen Dank, Sandra Gottscheck, dass Sie uns einen kurzen Einblick in Ihr Engagement gewährt haben!



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