Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

Gemeinsam gegen Kinderarmut

Die Stadt Offenbach hat einen Aktionsplan gegen Kinderarmut erarbeitet. Die Stadtverordneten haben ihn im Juli 2025 beschlossen.

Gesamtstrategie gegen Kinderarmut

Im Juli 2022 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat mit der Erstellung eines „Kommunalen Aktionsplans gegen Kinderarmut“. Zeitgleich ergab sich mit der Teilnahme am neuen Landesprogramm „Präventionsketten Hessen: Gelingendes Aufwachsen, Kinderrechte leben“ (Auridis-Stiftung und Hessisches Ministerium für Soziales und Integration) die Möglichkeit, dieses Vorhaben finanziell sowie fachlich zu unterstützen. Auf diese Weise konnte der Aktionsplan um den Aufbau einer nachhaltigen Präventionskette für das gelingende Aufwachsen aller Offenbacher Kinder erweitert werden.

Im März 2025 wurde der Aktionsplan fertig gestellt und die Stadtverordneten haben ihn am 3. Juli 2025 angenommen.

Hintergrund

Tragfähiges Netz für alle Offenbacher Kinder schaffen

Zwar haben die Offenbacher Institutionen bereits eine Vielzahl an Maßnahmen auf den Weg gebracht, um ein gelingendes Aufwachsen aller Kinder zu unterstützen. Dennoch fehlt es bislang an einer wirksamen kommunalen Gesamtstrategie, die gezielt Kinder aus von Armut betroffenen oder armutsgefährdeten Familien in den Blickpunkt nimmt, Lücken im Unterstützungssystem schließt und alle Akteure und Angebote zu einem nachhaltigen und tragfähigen Netz für Kinder und Jugendliche verbindet. Diese kommunale Gesamtstrategie entsteht aktuell unter Federführung des Jugendamts und unter Beteiligung von Vertreter*innen kommunaler Ämter, weiterer Institutionen, freien Trägern und nicht zuletzt Betroffenen selbst. Die Koordination dieses Vorhabens wird durch das Landesprogramm "Präventionsketten Hessen" gefördert. 

Kinderrechte stärken und Partizipation ermöglichen

Die Folgen eines Aufwachsens in Armut beschneiden wesentliche Kinderrechte. Mit Blick auf die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention nimmt daher der Blick auf eine "kindzentrierte Armutsprävention" einen besonderen Stellenwert ein. Die Perspektive des Kindes und seine Bedarfe in den unterschiedlichen Lebensphasen sind maßgeblich für die Entwicklung von Unterstützungsangeboten. Darüber hinaus sollen partizipative Strukturen für Kinder und Jugendliche ausgebaut sowie Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte für die Einhaltung der Kinderrechte sensibilisiert werden.

Kontakt

Die Erstellung des Kommunalen Aktionsplans gegen Kinderarmut und der Aufbau der Offenbacher Präventionskette werden zentral vom Jugendamt koordiniert. 

Karin Bahlo (Stabsstelle Projektsteuerung Prävention)
Telefon 069 8065-2631
E-Mail karin.bahlooffenbachde 

Roberta Ferrante (Abteilung Kinder- und Jugendarbeit)
Telefon 069 8065-3802
E-Mail roberta.ferranteoffenbachde

Das Vorhaben wird von einer verwaltungsinternen Steuerungsgruppe bestehend aus Bürgermeisterin & Jugenddezernentin Sabine Groß sowie den Leitungsebenen von Jugendamt, Eigenbetrieb Kindertagesstätten, Sozialamt, Mainarbeit, Gesundheitsamt und Volkshochschule sowie dem Staatlichen Schulamt begleitet. Die Federführung liegt beim Jugendamt. 

Pressemeldungen zum Thema

Mehr Infos zum Thema

Gefördert durch

Landesprogramm Präventionsketten Hessen

Offenbach ist eine von zehn hessischen Kommunen, die eine Landesförderung für den Aufbau von Präventionsketten erhalten. Das Programm wird von der Auridis-Stiftung und dem Hessischen Sozialministerium zunächst bis 2025 finanziert, Schirmherr ist Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Die Landeskoordinierung erfolgt durch die HAGE e.V. Die Stadt Offenbach erhält einen finanziellen Zuschuss zur Einrichtung einer Koordinierungsstelle, eine intensive Prozessbegleitung mit Qualifizierungsmöglichkeiten und Vernetzung mit den anderen Kommunen des Landesprogramms sowie in geringem Umfang Sachmittel für Veranstaltungen, Fortbildungen oder Öffentlichkeitsarbeit.



Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise