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Stadt Offenbach

Bürgermeisterin Sabine Groß besuchte neues Essensangebot im Kindertreff

22.12.2025

Mit dem im Sommer beschlossenen Aktionsplan gegen Kinderarmut setzt die Stadt Offenbach ein deutliches Zeichen für mehr gesellschaftliche Teilhabe von armutsbetroffenen und anderweitig benachteiligten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Ein zentraler Baustein dieses Maßnahmenpakets ist die Ausweitung von Essensangeboten in den Kinder- und Jugendzentren der Stadt. 

Seit Oktober gibt es im Kindertreff N 77 - Neusalzer Straße - ein Mahlzeitenangebot für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Immer dienstags, mittwochs und donnerstags erhalten rund 30 bis 35 Kinder dort ein frisch zubereitetes, ausgewogenes Mittagessen. Bürgermeisterin Sabine Groß informierte sich kürzlich vor Ort: „Gerade Familien mit wenig Geld müssen leider auch am Essen sparen. Kinder haben seltener ein Pausenbrot dabei und es gibt nicht immer ein gemeinsames Abendessen mit der Familie. Wir brauchen daher außerhalb der Familienstrukturen kostengünstige Essensangebote“, erklärt die Bürgermeisterin. Der Kindertreff Neusalzer Straße wurde als Standort ausgewählt, weil in diesem Sozialraum besonders viele Familien mit einem erhöhten Armutsrisiko leben – darunter viele kinderreiche Haushalte und Alleinerziehende. 

In dem großen Wohnblock kommen viele Kinder hungrig aus der Schule, weiß Layla Bouhmidi, Sozialarbeiterin im Kindertreff 77: „Hungrig kommt man schlecht durch den Tag, aber es geht nicht nur um Essen, sondern auch um das Miteinander. Die Kinder erzählen am Tisch von ihrem Schultag, können Sorgen und Ängste loswerden, haben Ansprache und dadurch einen freien Kopf für Lernen und Spielen.“

Zum Start wird zunächst ein kleines Angebot umgesetzt, aber der Ausbau der mittlerweile in die Jahre gekommenen und sehr beengten Küche ist bereits geplant. „Damit können wir die vielen Mahlzeiten nicht nur logistisch besser stemmen, sondern auch mit den Kindern gemeinsam kochen, backen und Freude am gesunden Essen vermitteln. Wir beziehen sie in die Gestaltung des Angebots so gut es geht ein“, so Bouhmidi. 

Für die Umsetzung des Kommunalen Aktionsplan gegen Kinderarmut stellt die Stadt jährlich 150.000 Euro (ab 2026 250.000 Euro) zur Verfügung. Im Herbst 2025 starteten die ersten Maßnahmen, die unter Federführung des Jugendamts mit zahlreichen engagierten Projektpartnern realisiert werden.

Für die Koordinierung des Aktionsplans erhält die Stadt zudem Mittel aus dem Hessischen Landesprogramm Präventionsketten – Gesund Aufwachsen. Kinderrechte leben. 2025 starteten neben dem Essensangebot in der Neusalzer Straße bereits die Qualifizierungsreihe Armutssensibilität, das Gesundheitscafé für Familien, ein inklusives Betreuungsangebot für Kinder ohne Kindergartenplatz, die Ausweitung des Projekts ECHO – Elternbegleitung am Übergang Kita-Grundschule sowie Workshops für Kinder zum Thema Kinderrechte und Partizipation in Kooperation mit der Goetheschule. 



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