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Stadt Offenbach

Neues Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Lauterborn eingeweiht

23.06.2026

Das neue Kinder-, Jugend- und Familienzentrum (JUZ) Lauterborn

Die Stadt Offenbach hat das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum (JUZ) Lauterborn neu gebaut und sowohl baulich als auch konzeptuell erweitert. Am Johann-Strauß-Weg gibt es nun auf 2.000 Quadratmetern Angebote nicht nur wie bisher für Jugendliche, sondern auch für Kinder und Familien. Das Zentrum verfügt über einen Bewegungsraum und bietet Platz für Kreativität sowie eine Fahrradwerkstatt. Sportflächen befinden sich im Außenbereich, der noch um einen Spielplatz ergänzt wird. Bürgermeisterin und Jugenddezernentin Sabine Groß und Bau- und Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß weihten den Neubau am vergangenen Freitag offiziell ein.

„Mit dem neuen Gebäude haben wir nicht nur mehr Raum geschaffen, sondern ein neues Konzept umgesetzt. Im Lauterborn gibt es damit nicht mehr nur ein Jugendzentrum, sondern einen Ort für Familien, an dem junge Menschen und Familien mit einem vielfältigen Angebot ihre Freizeit gestalten können. Durch die Anbindung an die Kita, Grundschule und die Kooperation mit Unterstützungsangeboten entsteht ein Ort, der Familien in ihrem Alltag begleitet und stärkt. Einen Ort, den ich mir vergleichbar auch in anderen Stadtteilen wünschen würde“, so Bürgermeisterin Sabine Groß.

Mit einem bunten Programm aus Spiel-, Sport- und Mitmachangeboten konnten die Besucherinnen und Besucher das neue Zentrum kennenlernen. Führungen durch das Gebäude und kreative Angebote zeigten die vielfältigen Möglichkeiten des Hauses. 

Neben den zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche im Stadtteil, soll sich der Fokus zukünftig noch stärker an die ganze Familie richten. Schon jetzt wurde die Angebotspalette um einen Frauentreff und die Fahrradwerkstatt erweitert. Im Rahmen des Projektes ECHO (Elternchancen in Offenbach) wurden im Nordend Gruppenangebote der Elternbegleitung entwickelt. Mit Mitteln des Aktionsplans gegen Kinderarmut sollen diese demnächst auch im Familienzentrum Lauterborn angeboten werden. 

Darüber hinaus steht kurz vor dem Start das neue Beratungsangebot „Queer in Offenbach“ von der pro familia. Außerdem arbeitet das Jugendamt aktuell an einer Ausschreibung für einen Krabbeltreff vor Ort.

„Mit dem Neubau ist eine moderne und nachhaltige Einrichtung entstanden, die den Anforderungen an zeitgemäße Kinder-, Jugend- und Familienarbeit gerecht wird. Es ist ein wichtiger Baustein für die soziale Infrastruktur im Lauterborn. Mit der barrierefreien und modernen Bauweise ist ein Gebäude entstanden, das den Bedürfnissen der Menschen vor Ort langfristig gerecht wird und den Stadtteil weiter aufwertet“, ergänzt Paul-Gerhard Weiß, Bau- und Bildungsdezernent.

Hintergrund

Das Zentrum richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis achtzehn Jahren sowie an junge Erwachsene und Eltern. Für die Arbeit mit Mädchen und Frauen hat das Zentrum einen Mädchenraum.

Das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum ist ein neuer Ort für freies Spielen, Beratung zu aktuellen Themen für Jugendliche und Integration. Außerdem bietet das Gebäude Platz für die Ganztagsbetreuung von 100 Grundschulkindern.

Insgesamt investierte die Stadt Offenbach nach aktuellem Stand rund 10,7 Millionen Euro. Davon förderte der Bund und das Land Hessen 4,5 Millionen Euro. Die Fördermittel sind Teil des Programms „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“. Zuvor konnte das Jugendzentrum wegen Mängeln am Gebäude nicht genutzt werden.

Bei dem Bau des Gebäudes wurde besonders auf Nachhaltigkeit geachtet. Durch LED-Beleuchtung, ein begrüntes Dach und Innenhöfe spart das JUZ 45 Prozent der Energie eines vergleichbaren Neubaus ein. Zudem wird das Gebäude über das Fernwärmenetz der Energieversorgung Offenbach AG geheizt.

Der Zugang zum Gebäude ist barrierefrei.

Stadt investiert in Bildung

Die Stadt Offenbach am Main investiert seit 2007 kontinuierlich in moderne Schul- und Kitagebäude. Grund sind gestiegene Kinderzahlen und das Ziel, optimale Lernbedingungen für die kommenden Generationen zu schaffen. Mit anteiliger Unterstützung von Bund und Land wurden seit 2007 bis heute bereits über 675 Millionen Euro für den Neubau sowie die Sanierung bereitgestellt. Heute lernen über 60 Prozent der rund 18.800 Schülerinnen und Schüler in komplett neuen oder vollständig sanierten Schulgebäuden. Weitere 15 Prozent besuchen teilsanierte Einrichtungen, 5 Prozent gehen in Schulen, die aktuell umgebaut oder erweitert werden. Von insgesamt etwa 2.300 Kitakindern unter 6 Jahren in städtischen Einrichtungen gehen rund 80 Prozent in neue oder vollständig sanierte Kindertagesstätten. 

Das Hochbaumanagement des Amts für Planen und Bauen verantwortet als Eigentümervertretung und Bauherr die Maßnahmen. Es übernimmt die planerische Ausrichtung und Entwicklung der Projekte. Für die Projektsteuerung aller Sanierungs- und Neubauprojekte beauftragte der Magistrat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach. Im Auftrag der Stadt setzt die OPG viele Projekte der Stadtentwicklung um. Dazu gehören, neben der Projektsteuerung für den Bau und die Sanierung von Schulen und Kitas, die Entwicklung und Vermarktung des Hafenareals und des Innovationscampus.

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