Konzept für Vielfalt und Teilhabe: Dokumentation der Auftaktveranstaltung
09.01.2026
Die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung eines neuen Konzepts für Vielfalt und Teilhabe fand am 22. November 2025 statt. Nun veröffentlicht die Stadt Offenbach die umfassende Dokumentation des wegweisenden Treffens. Unter dem Motto „Zivilgesellschaft und Stadt wirken Hand in Hand“ kamen im Ostpol (Quartierssaal) Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter engagierte Schülerinnen und Schüler, zusammen, um die strategische Neuausrichtung der Integrationsarbeit zu gestalten. Die vollständige Dokumentation der Auftaktveranstaltung ist ab sofort unter dem unten stehenden Link online verfügbar. Das Projekt zielt darauf ab, das bestehende, 2004 verabschiedete und 2014 aktualisierte Integrationskonzept, an die zunehmend vielfältiger werdende Offenbacher Stadtgesellschaft anzupassen. Offenbach am Main ist Teil des bundesweiten Projekts „Teilhabe in Ankunftsquartieren stärken“ und wird dabei inhaltlich vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) begleitet.
Martin Wilhelm, SozialdezernentDie Auftaktveranstaltung war ein lebendiger Beweis dafür, wie sehr uns das Thema Vielfalt und Teilhabe in Offenbach bewegt und wie groß das Engagement in unserer Stadt ist.
Martin Wilhelm, Stadtkämmerer und Sozialdezernent der Stadt Offenbach am Main, erläutert anlässlich der Veröffentlichung der Dokumentation: „Die nun vorliegende Dokumentation spiegelt die Dynamik und den konstruktiven Geist wider, mit dem wir diesen Prozess gestartet haben. Sie ist ein wichtiges Arbeitsinstrument, um die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen zu überführen und sicherzustellen, dass die Stimmen unserer vielfältigen Stadtgesellschaft gehört werden. Ich danke allen Beteiligten für ihre wertvollen Beiträge, die dieses Fundament für unser zukünftiges Konzept bilden.“
Die Dokumentation fasst die zentralen Erkenntnisse und Impulse der Veranstaltung zusammen. Luigi Masala, Integrationsbeauftragter, und Adiam Zerisenai, Antidiskriminierungsbeauftragte, verdeutlichten in ihren Vorträgen die Veränderungen der Offenbacher Stadtgesellschaft. Masala betonte, dass Vielfalt in Offenbach die Normalität sei und sich Strukturen daran ausrichten müssten. Er plädierte dafür, Integration als übergreifendes Konzept zu verstehen, das über Herkunft hinausgeht und Dimensionen wie Religion, Geschlechtsidentität, Behinderung, Alter oder sexuelle Orientierung umfasst. Zerisenai ergänzte, dass die Stadtgesellschaft vielfältiger sei, als es aktuelle Statistiken abbilden, und hob die Bedeutung der intersektionalen Diskriminierung und des Abbaus struktureller Barrieren hervor.
Die Dokumentation bildet auch die lebhaften Diskussionen der Teilnehmenden ab, die sich intensiv mit den Herausforderungen bei der Erfassung von Vielfalt, der Notwendigkeit diskriminierungsfreier Sprache und dem Abbau struktureller Barrieren auseinandersetzten. Besonders das Engagement der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die offen über Diskriminierungserfahrungen im Schulkontext berichteten, fand breite Anerkennung und unterstrich die Relevanz des Themas für alle Generationen.
Die Dokumentation dient als Grundlage für die weiteren Schritte im Entwicklungsprozess. Zivilgesellschaftliche Akteure, Vereine und insbesondere junge Menschen sollen weiterhin eng eingebunden werden. Ein Konzeptentwurf soll in diesem Jahr zur Diskussion gestellt und anschließend politisch beschlossen werden, um Vielfalt und Teilhabe in Offenbach nachhaltig zu stärken.
„Es ist mir sehr wichtig, dass wir uns in der Stadt Offenbach, bei ihrer ganzen Vielfalt, aktiv für Zusammenleben, Teilhabe und die Stärkung von Ankunftsquartieren einsetzen. Damit ermöglichen wir allen Bürgerinnen und Bürgern Chancengleichheit und gesellschaftliche Wertschätzung“, sagt Sozialdezernent Wilhelm abschließend.