Internationale Wochen gegen Rassismus 2026: Veranstaltungen der Offenbacher Antidiskriminierungsstelle
02.03.2026
Die Antidiskriminierungsbeauftragte der Stadt Offenbach am Main lädt zu drei Veranstaltungen im Zusammenhang mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus ein.
Unter dem diesjährigen Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ wird in Offenbach ein deutliches Zeichen für die Stärkung der Demokratie gesetzt. Der Fokus der Veranstaltungen in Offenbach liegt auf den Punkten Professionalisierung, Selbstermächtigung und Vernetzung.
„Menschen in Offenbach, die Beratungsangebote in Anspruch nehmen, berichten, dass rassistische und antisemitische Zuschreibungen negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben. Studien verdeutlichen zudem, dass Diskriminierungserfahrungen das Vertrauen in staatliche Institutionen schwächen. Um dem entgegenzuwirken, möchten wir mit den Veranstaltungen Diskussionsräume eröffnen und Angebote schaffen, die eine nachhaltige Antidiskriminierungskultur sowohl in der Stadtverwaltung als auch in der Stadtgesellschaft stärken“, erklärt Adiam Zerisenai, Antidiskriminierungsbeauftragte der Stadt Offenbach.
Veranstaltungen Internationalen Wochen gegen Rassismus
Die erste Veranstaltung am Donnerstag, 19. März 2026, von 18 bis 20 Uhr im Stadthaus, 1. OG, Berliner Straße 60, widmet sich dem Thema „Rassismus im Gesundheitswesen: Patient*innenperspektiven als Schlüssel zu gerechter Versorgung“. Die Sozialwissenschaftlerin Cora Weißert-Hartmann zeigt in ihrem Vortrag die Zusammenhänge von strukturellem Rassismus sowie dessen Auswirkungen auf. Zudem stellt sie das Projekt „Rassismus im Gesundheitswesen – Rassismuskritische Bildung und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen“ der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus vor.
Weiter geht es mit dem interaktiven Theater „Meschugge“ vom Deutschen Roten Kreuz. Das Theaterstück mit dem Titel „Das passiert wirklich“ wird am Mittwoch, 25. März 2026, von 16 bis 20 Uhr im Rathaus, Saal 2, Berliner Straße 100, aufgeführt. Es thematisiert Alltagssituationen von Rassismus und Antisemitismus in Schule, Freundeskreis und öffentlichen Räumen. Im Anschluss findet ein moderiertes Nachgespräch statt, das Raum für Fragen, Austausch und Reflexion bietet. Die Aufführung wird von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Offenbach entwickelt und präsentiert.
Bei der Abschlussveranstaltung am Samstag, 28. März 2026, von 16 bis 20 Uhr im Stadtteilbüro Mathildenviertel, Krafftstraße 29, geht es um einen Empowerment-Workshop. Der Workshop „Rassismuserfahrungen und künstlerischer Ausdruck: Unsere Stimmen zählen!“ ist für Menschen konzipiert, die Rassismus in Offenbach erfahren. Der Bildungsreferent, Zafer Cin, nutzt im Empowerment-Workshop Kunst, um gemeinsam mit den Teilnehmenden kreative Handlungsstrategien zu erarbeiten.
Zu allen Veranstaltungen sind Schülerinnen, Schüler, Eltern, Bezugspersonen, Fachkräfte sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, die sich für eine menschenrechtsorientierte Praxis in Offenbach interessieren, herzlich eingeladen.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Falls für die Teilnahme Unterstützung benötigt wird, wie etwa Gebärdensprachdolmetschen, Dolmetschen, Kinderbetreuung oder Begleitung wegen Sehbehinderung, bittet die Antidiskriminierungsstelle vorab um Kontaktaufnahme unter event50offenbachde.
Um eine frühzeitige Planung zu ermöglichen, wird um eine Anmeldung unter Angabe von Namen, Pronomen und Veranstaltungstitel per E-Mail an event50offenbachde gebeten. Die Angaben dienen der respektvollen Ansprache.
Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.offenbach.de/wochen-gegen-rassismus oder bei der Antidiskriminierungsstelle.