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Stadt Offenbach

Magistrat beschließt weitere Planung für die Sanierung des Deutschen Ledermuseums

30.01.2026

Der Magistrat hat grünes Licht für die weitere Planung der Sanierung des Deutschen Ledermuseums gegeben. Grundlage für den Grundsatzbeschluss ist der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs. „Das über 100 Jahre alte Museum von internationalem Rang nimmt in der Kulturlandschaft des Rhein-Main-Gebiets einen bedeutenden Platz ein. Zugleich steht es für die lange Tradition unserer Stadt als Lederstadt. Ich bin mir sicher, dass mit der Sanierung und Neukonzeption des Museums und des vorgelagerten Platzes des 8. Mai 1945 auch eine positive Ausstrahlung auf die unmittelbare Umgebung zu erwarten ist“, so Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke zum Projekt. Die Entscheidung zur weiteren Planung trifft die Stadtverordnetenversammlung am 12. Februar 2026. 

Den Wettbewerb gewannen die beiden Planungsbüros Rustler Schriever Architekten und Levin Monsigny Landschaftsarchitekten. Die Planer werden das Entwurfskonzept aus dem Wettbewerb weiterführen. Nach derzeitiger Prognose wird mit Investitionskosten in Höhe von 42,6 Millionen Euro gerechnet.

Für die bauliche Umsetzung wurden von der Stadt Fördermittel bei Bund und Land beantragt. „Mit dem vorliegenden Beschluss schaffen wir die Grundlage für die weitere Planung und sorgen dafür, dass wir im Zeitplan bleiben und die Fördermittel des Bundes in Höhe von 20 Millionen Euro nicht verfallen“, betont Schwenke. Zur Frage, in welcher Höhe sich das Land Hessen finanziell beteiligt, dauern die Gespräche noch an. „Hierzu wird es eine abgestimmte Kommunikation mit dem Land geben, sobald konkrete Ergebnisse vorliegen.“ Die Kosten im städtischen Haushalt sind gedeckelt. Im Mittelpunkt stehen die Sanierung und eine verbesserte Zugänglichkeit der Ausstellung für die Besucherinnen und Besucher. „Ein Hochglanzprojekt war und ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten Offenbachs nicht vorgesehen“, erklärt OB Schwenke. Über die finale Realisierung und die bauliche Umsetzung entscheidet die Stadtverordnetenversammlung in einem weiteren Beschluss, sobald die notwendigen Planungsunterlagen vorliegen.  

Mehr Orientierung, weniger Energieverbrauch

Geplant ist eine grundlegende bauliche und inhaltliche Erneuerung des Deutschen Ledermuseums. Vorgesehen sind eine energetische Sanierung des Gebäudes, mehr Barrierefreiheit und eine bessere Besucherführung. Bei dem baulichen Vorhaben sind auch Ziele der Nachhaltigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit zu erfüllen, um eine zukunftsfähige wie auch ressourcenschonende Lösung über den gesamten Lebenszyklus zu erreichen. „Bei unseren Neubau- und Sanierungsprojekten richten wir unsere Planungen so aus, dass die Gebäude ressourcenschonend gebaut und energieeffizient genutzt werden können. Dadurch leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb haben wir im Wettbewerb neben einer qualitätsvollen Architektur auch eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung gefordert. Um diese Ziele in der Umsetzung zu erreichen, streben wir für das Projekt eine Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude im System der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) an“, so Planungs- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß.

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