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Stadt Offenbach

Deborah Rudolph Edelstein- und Schmuckdesign

stellt bei den KUNSTANSICHTEN 2026 aus.

Die Ausstellung "Re:Glass" bei den KUNSTANSICHTEN 2026

In ihrer aktuellen Arbeit widmet sich Deborah Rudolph dem Material Glas – einem Werkstoff, der gleichermaßen Fragilität wie Beständigkeit in sich trägt. Ausgangspunkt sind gefundene Glasstücke, die sie an Stränden sammelt. Vom Meer geschliffen, von Sand, Salz und Bewegung gezeichnet, tragen sie sichtbare Spuren von Zeit und natürlicher Transformation in sich.

Diese vom Wasser geformten Fragmente werden von ihr behutsam weiterverarbeitet und in Schmuckstücke überführt. Der ursprüngliche Charakter des Materials bleibt dabei bewusst erhalten: Kanten sind geglättet, Oberflächen mattiert, Farben durch Sonne und Meer verändert. Das Meer wird so zum Mitgestalter – die Natur als formende Kraft.

Parallel dazu arbeitet Rudolph mit Glasflaschen, deren ursprüngliche Funktion sie durch Schneiden und Umformen auflöst. Aus Gebrauchsobjekten entstehen Vasen und Schalen. Auch hier wird Glas als wandelbares Material erfahrbar – geprägt durch menschliche Herstellung, weiterentwickelt durch künstlerischen Eingriff.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage nach Transformation: Wie verändern Zeit, Natur und Mensch ein Material? Glas wird zum Träger von Erinnerung, Bewegung und Dauer. Die Arbeiten erzählen von Kreisläufen – vom Wegwerfen und Wiederfinden, vom Verformen und Neudeuten – und machen sichtbar, dass Veränderung selbst eine Form von Gestaltung ist.

Deborah Rudolph

ist Schmuckdesignerin mit Atelier in Offenbach/Frankfurt
am Main. Seit 2012 arbeitet sie selbstständig und entwickelt zeitgenössischen Schmuck an der
Schnittstelle von Design und Kunsthandwerk.
Von 2005 bis 2010 studierte sie Schmuckdesign an der Hochschule Trier, Fachrichtung
Edelstein- und Schmuckdesign in Idar-Oberstein. Für ihr Diplom wurde sie mit dem Zonta-Preis
sowie dem Graduate Prize der Galerie Marzee ausgezeichnet. Zuvor absolvierte sie eine
Ausbildung zur „Staatlich geprüften Designerin für Schmuck und Gerät“ an der
Goldschmiedeschule Pforzheim (2002–2005).
2011 erhielt sie den „Talente Award“ in München, 2012 den „Hessischen Staatspreis“ des
Verbands des Kunsthandwerks Hessen e.V.
In ihrer Arbeit verbindet Deborah Rudolph handwerkliche Präzision mit klarer Formensprache
und einer sensiblen Auseinandersetzung mit Material und Körper.

Künstlerische Arbeit im Bereich:

  • Sonstiges

CreativHäuser

Öffnungszeiten

Freitag, 29. Mai, 19:30 - 22 Uhr
Samstag, 30. Mai, 16 - 22 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 13 - 19 Uhr

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Bildnachweise