Die Ausstellung "Peace is our Profession" bei den KUNSTANSICHTEN 2026
Der Titel stammt vom surrealen Motto des US-Atomwaffenarsenals – später Kulisse in Stanley Kubricks Dr. Strangelove (1964), einer beißenden Satire auf die Logik des Kalten Kriegs.
Peter Voigts Arbeit basiert auf historischen Fotografien zur nuklearen Technologie und Raketenforschung aus den 1940er- bis 1970er-Jahren. In Peace is Our Profession arrangiert er dieses Material zu neuen Bildsequenzen und visuellen Erzählungen. Die künstlerische Methode liegt im Nebeneinander: Durch Gruppierung, Reihung und Gegenüberstellung werden Muster sichtbar, die in den Einzelbildern verborgen bleiben.
Was dabei hervortritt, ist die Inszenierung hinter der Dokumentation. Hochrangige Militärs posieren mit phallischen Raketenmodellen. Zivilisten üben „Duck and Cover“ und vertrauen auf Protokolle, die inzwischen tragikomisch wirken. Diese Bilder waren nie neutral. Sie waren Propaganda, Selbstvergewisserung, Theater.
Die Absurdität ist kein Nebeneffekt, sondern Methode. Trump fantasiert von nuklearen Tests. Rüstungskonzerne boomen. Die Absurdität von damals ist die Politik der Gegenwart.
Peace is Our Profession bietet keine Trostbilder, sondern entlarvt die Glaubenssysteme und kollektiven Illusionen, die das atomare Zeitalter bis heute tragen.
Peter Voigt
studierte visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie bei Prof. Puttnies an der FH Darmstadt. Seit 2017 betreibt er Strangeplace, einen von Künstler:innen organisierten Ausstellungsraum in Offenbach, der sich mit der Schnittstelle von angewandter Fotografie und Kunst beschäftigt. Neben eigenen Projekten zeigt er dort Arbeiten eingeladener Künstler:innen. Seine künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen dokumentarischer Fotografie, Archivpraxis und kuratorischer Intervention. Voigt hat eine umfangreiche Sammlung historischer Fotografien zur nuklearen Technologie und Raketenforschung aus den 1940er bis 1970er Jahren zusammengetragen, die er in neuen künstlerischen Kontexten präsentiert. Er erhielt dafür ein Projektstipendium der Hessischen Kulturstiftung.
Künstlerische Arbeit im Bereich:
- Fotografie
Strangeplace
Bettinastr. 71
63067 Offenbach
Öffnungszeiten
Freitag, 29. Mai, 19:30 - 22 Uhr
Samstag, 30. Mai, 16 - 22 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 13 - 19 Uhr