Namen der teilnehmenden Künstler*innen
Charlotte Rahn (Öffnet in einem neuen Tab)
In ihrer Bildsprache spielt Charlotte Rahn bewusst mit den Reizen der Konsum- und Warenwelt und verweist so auf die Auswirkungen, die diese poppigen Utopien auf unsere sozialen und ökologischen Strukturen haben.
Die Titel ihrer Arbeiten entnimmt sie Werbeslogans und kehrt deren Message spielerisch ins Mehrdeutige. Rahn nutzt die Sprache der Künstlichkeit, um die Gefährdung der Natürlichkeit zu thematisieren, und wirft immer wieder auch einen Blick auf die unnatürliche Verformung der Frau zum Anschauungsobjekt. Ihr visueller Ausdruck ist schrill und laut und entspricht damit dem Zeitgeist, in dem die Leisen nur selten Gehör finden.
Text: Marina Rüdiger, 2024
Carolin Liebl (Öffnet in einem neuen Tab) und Nikolas Schmid-Pfähler (Öffnet in einem neuen Tab)
Unter Verwendung von Elementen der Robotik und wissenschaftlicher Prozesse schaffen Carolin Liebl und Nikolas Schmid-Pfähler Skulpturen und Installationen, die die ästhetischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen technologischer Entwicklungen untersuchen. In ihren Werken sind visuelle und haptische Materialeigenschaften ebenso wichtig wie programmierte Prozesse, physikalische Gesetze und chemische Reaktionen.
Liebl und Schmid-Pfähler gründeten 2019 gemeinsam mit einer Gruppe von Künstler*innen den interdisziplinären Kunstraum Atelier Wäscherei in Offenbach am Main. Die Werke des Duos wurden an zahlreichen internationalen Ausstellungsorten gezeigt, darunter die Kunsthalle Prag, das Museum of Contemporary Art Zagreb, das Nationalmuseum Wrocław, die Bundeskunsthalle Bonn, das Künstlerhaus Wien und das Fridericianum Kassel.
Josephine Anna und Rosa Kraemer (Öffnet in einem neuen Tab)
Josephine Anna Rosa Kraemer setzt sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit weiblichen Rollenbildern und Stereotypen auseinander. Aktuelle Trends, soziale Medien und gesellschaftliche Phänomene sowie Erwartungen an Weiblichkeit, „Frau-Sein“ und Femininität bilden ihre zentralen Fragestellungen – basierend auf biografischen Erfahrungen und literarischen Einflüssen.
Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind alltägliche Beobachtungen aus digitalen und analogen Kontexten, in denen Bilder von Weiblichkeit (re-)produziert werden. Kraemers Werke streben eine Synthese aus Performance, szenischem Raum und realer Erfahrung an. Durch Rollenspiele und inszenierte Aktionen entstehen atmosphärische Räume, die Nähe, Intimität und soziale Dynamiken erfahrbar und nachvollziehbar machen.
Text: Roman Voigt
Paul Pape (Öffnet in einem neuen Tab) und Zacharias Faßhauer
Paul Pape ist bildender Künstler und verbindet in seinen Projekten unterschiedliche Disziplinen. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Fotografie, Skulptur, Performance und Musik. Dabei entwickelt er installative Versuchsanordnungen, in denen Material, Klang, Licht und Bewegung ineinandergreifen.
In Zusammenarbeit mit Musikensembles in Köln und Frankfurt entstehen raumgreifende Formate, die visuelle und akustische Prozesse verschränken. Gemeinsam mit Zacharias Faßhauer realisierte er die Sound-Installation „Content Inflation“, bei der aufgeblasene Metallkissen mit gespannten Oberflächen zu pulsierenden Volumen werden. Luft, Druck und akustische Verdichtung erzeugen Resonanzräume, in denen sich Klangflächen aus dem Inneren der Objekte entfalten und atmosphärisch verdichten.
Patrick David Brockmann (Öffnet in einem neuen Tab)
Das Vermitteln und Filtern von Informationen bildet den Kern der künstlerischen Arbeit von Patrick David Brockmann und manifestiert sich in materiellen Transformationen. Transparenzen, Überlagerungen und gezielte Verzerrungen untersuchen, wie Wirklichkeit konstruiert wird und wie sich ihre Lesbarkeit verschiebt. Ausgangspunkt sind reale, oft bildhafte oder urbane Räume, deren vermeintliche Eindeutigkeit durch Prozesse der Reinigung, Versiegelung und Fragmentierung irritiert wird.
Gewaschene Werbeflyer, semipermeable Baustellenbanner oder Stadtansichten, die nicht als Abbild erscheinen, sondern als spontane Modelle aus Holz- und Plexiglasfragmenten konstruiert werden, sind Beispiele seiner künstlerischen Praxis.
Material fungiert dabei nicht nur als Träger, sondern als aktiver Filter und Widerstand. Durch Schichtung, Siegelung und Verdichtung entstehen Arbeiten, die Realität nicht reproduzieren, sondern ihre Bedingungen von Sichtbarkeit, Konstruktion und Kontrolle offenlegen.
Text: Patrick David Brockmann
Künstlerische Arbeit im Bereich:
- Malerei/Grafik/Zeichnung
- Fotografie
- Bildhauerei
- Elektronische Medien
- Performance
Bubbles Festival
Atelier Wäscherei
Birkenlohrstr. 3
63071 Offenbach
Öffnungszeiten
Freitag, 29. Mai, 19:30 - 22 Uhr
Samstag, 30. Mai, 16 - 22 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 13 - 19 Uhr