Die Ausstellung "Sammlung Karminsky" bei den KUNSTANSICHTEN 2026
Sammlung Karminsky – Sowjetische Nonkonformisten und aktuelle deutsche Malerei
Die „Sammlung Karminsky“ umfasst zentrale Werke sowjetischer Nonkonformisten – vorwiegend Malerei und Skulpturen. Gorokhovski neben Kabakov, Njemuchin neben Boris Orlow, Viktor Pivovarov neben Youri Jarki: Die Sammlung versammelt bedeutende Positionen jener Künstler, die sich in der Sowjetunion jenseits des Sozialistischen Realismus behaupteten und in Ateliers, Untergrundgalerien und informellen Netzwerken eine eigenständige Bildsprache entwickelten.
Michael Karminsky lebt seit über 45 Jahren in Deutschland, die meiste Zeit davon in Offenbach. In seinem Loft begegnen sich die Werke in dichter Hängung und eröffnen einen kunsthistorischen Kosmos zwischen Subversion, Surrealismus und poetischer Systemkritik. Die Sammlung steht für ein künstlerisches Denken, das sich gegen ideologische Normierung stellte und stattdessen individuelle Bildwelten entwickelte.
In den letzten Jahren expandiert die Sammlung bewusst in die aktuelle deutsche Malerei. Hinzugekommen sind herausragende Positionen wie der Berliner Künstler Jonas Burgert, dessen monumentale, surreal aufgeladene Bildräume existenzielle Zustände verhandeln. Ebenso vertreten sind Dominik Schmitt (Neustadt an der Weinstraße, Atelier in Landau) sowie Jens Rausch aus Schlitz. Mit diesen Arbeiten schlägt die Sammlung eine Brücke von der historischen Nonkonformität zur zeitgenössischen malerischen Gegenwart.
So verbindet die „Sammlung Karminsky“ zwei Perspektiven: den widerständigen künstlerischen Impuls der sowjetischen Avantgarde und die expressive, oftmals surreal grundierte Bildwelt junger deutscher Malerei.
Künstlerische Arbeit im Bereich:
- Malerei/Grafik/Zeichnung
- Fotografie
- Bildhauerei
Sammlung Karminsky
Berliner Str. 223
63067 Offenbach
Öffnungszeiten
Freitag, 29. Mai, 19:30 - 22 Uhr
Samstag, 30. Mai, 16 - 22 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 13 - 19 Uhr