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Stadt Offenbach

Corona-Regelungen: Ab sofort Basisschutz und Eigenverantwortung

01.04.2022 – Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen entfallen ab Samstag, 2. April 2022, in Hessen die meisten Corona-Maßnahmen. Hierfür hat das Land Hessen eine neue Verordnung zum Schutz gegen Corona verabschiedet. Ab sofort gelten nur noch so genannte Basisschutzmaßnahmen. Dazu gehören insbesondere Maskenpflicht und Testvorgaben in speziell ausgewiesenen Bereichen. Für die übrigen Lebensbereiche sieht die neue Coronavirus-Basisschutzverordnung des Landes Hessen lediglich Empfehlungen vor. Dies gilt dann so auch in der Stadt Offenbach.

Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß: „Die Omikron-Welle hat auch Offenbach erfasst und zeigt, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist. Und mit der hessenweiten Aufhebung fast aller Schutzmaßnahmen war die Wahrscheinlichkeit und das Risiko einer Ansteckung vielleicht nie höher als in diesen Tagen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass jede und jeder Einzelne dafür Sorge trägt, das Infektionsrisiko für sich und andere gering zu halten. Dabei sind Maske tragen und die Corona-Impfung wirksame Mittel, um Infektionen zu vermeiden und sich zu schützen. Wir empfehlen daher allen Bürgerinnen und Bürgern im Gedränge oder in Innenräumen auch weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen und bei privaten Zusammenkünften in Innenräumen auch weiterhin Selbsttests durchzuführen. Außerdem bleibt auch unsere Impfstation in der Herrnstraße weiter geöffnet und damit erhalten wir als Stadt das Angebot aufrecht, auf unkompliziertem Weg Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen zu ermöglichen.“

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke knüpft daran an und betont ebenfalls: „Auch, wenn es manche nicht mehr hören können: Jede Impfung hilft. Und auch, wenn man Omikron leider trotz Impfung bekommen kann, belegen alle Studien, dass die Schwere des Krankheitsverlaufs durch die Impfung deutlich reduziert wird. Deshalb haben wir auch großen Respekt davor, wenn jemand jetzt nach so langer Zeit noch seine Meinung ändert und sich für eine Erstimpfung entscheidet. In den vergangenen vier Wochen haben sich immerhin nochmal 69 Menschen zum ersten Mal impfen lassen. Das war eine kluge Meinungsänderung.“

Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Stadtgesundheitsamtes, zur Aufhebung der Maskenpflicht: „Auch Geimpfte und Genesene können sich mit einer Omikron-Virus-Variante infizieren und dann unbemerkt das Virus weitergeben und andere anstecken. Mit dem Wegfall der Maskenpflicht ist leider davon auszugehen, dass viele Menschen in Innenräumen keine Masken mehr tragen. Somit steigt das Infektionsrisiko um ein Vielfaches und das bei den ohnehin sehr hohen Inzidenzen in unserer Stadt.“ Daher empfiehlt das Offenbacher Stadtgesundheitsamt Betreiberinnen und Betreibern von Einrichtungen, Arztpraxen, Geschäften und Organisationen, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und weiterhin das Tragen von Masken in Innenräumen vorauszusetzen.

Trotz der deutlichen Lockerungen ist ein verantwortungsvoller Umgang der Bürgerinnen und Bürger wichtig. Personen sollen sich so verhalten, dass sie sich und andere keinem größeren Infektionsrisiko aussetzen. Hier schützt die bekannte AHA+A+L-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltag mit Maske, Nutzen der Corona-Warn-App und regelmäßiges Lüften. Darüber hinaus kann sich jede und jeder auch weiterhin testen.

Die neuen Regelungen im Überblick

Folgende Regelungen sind ab dem 2. April in Hessen gültig:

Maskenpflicht:

  • in Arztpraxen und Krankenhäusern (nicht für stationäre Krankenhauspatienten),
  • in Alten- und Pflegeheimen,
  • bei Pflege- und Rettungsdiensten,
  • in Bussen und Bahnen (ÖPNV und Fernverkehr),
  • in Sammelunterkünften wie beispielsweise Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften.

Testpflichten:

  • für Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Sammelunterkünften.
  • Ausnahmen durch Einrichtungsleitung für Geimpfte, Genesene sowie aus sozialethischen Gründen möglich.
  • Bewohnertestungen (insbesondere in Pflegeheimen) können bei einem Ausbruchsgeschehen gegebenenfalls anlassbezogen vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet werden.
  • In Schulen werden Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler weiterhin dreimal wöchentlich getestet.
  • Justizvollzugs- und Abschiebehaftanstalten können selbst über die Anordnung von Testpflichten entscheiden.

Sämtliche 2G-, 2Gplus- und 3G-Zutrittsbeschränkungen sind in Hessen mit der neuen Verordnung aufgehoben. Die im Bundesgesetz beschriebenen Hotspot-Regelungen sind nach Auffassung der Landesregierung Hessen derzeit nicht umsetzbar. Die bisherigen Verpflichtungen zur Isolation, beziehungsweise Quarantäne, bleiben auf Basis der RKI-Empfehlungen bestehen. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 29. April.

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