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Stadt Offenbach

Jugendliche stellen Fragen zur Corona-Schutzimpfung

24.09.2021

Von links nach rechts: Bürgermeisterin Sabine Groß, Saima Muzfar, Ärztin aus dem Stadtgesundheitsamt; Kai Klose, Minister für Soziales und Integration des Landes Hessen; Hanif Aroji, Bildungsreferent der Bildungsstätte Anne Frank; Wolfgang Malik, Boxclub-Präsident Nordend und Marcus Schenk, Quartiersmanager Nordend, führten durch den Nachmittag.

Seit Beginn der Corona-Pandemie verbreiten sich Fake News und Verschwörungsmythen rund um das Corona-Virus und die Schutzimpfung. Doch wie geht man damit um? Glauben schenken und nicht impfen lassen? Oder zuverlässige Quellen nutzen, Fakten checken und dann entscheiden? Um diesen und anderen Fragen zur Corona-Impfung nachzugehen, trafen sich am Dienstagnachmittag Jugendliche des Boxclub Nordend, des Jugendzentrums (JUZ) Nordend und der Schillerschule zu einem gemeinsamen Gespräch unter freiem Himmel auf dem Offenbacher Goetheplatz. Gesprächspartnerinnen und -partner waren neben Kai Klose, Minister für Soziales und Integration des Landes Hessen, und Bürgermeisterin Sabine Groß, auch Saima Muzfar, Ärztin aus dem Stadtgesundheitsamt, und Hanif Aroji, Bildungsreferent der Bildungsstätte Anne Frank. Die Gastgeber Wolfgang Malik, Boxclub-Präsident Nordend, und Marcus Schenk, Quartiersmanager Nordend, führten durch den Nachmittag.

Gleich zu Beginn des Nachmittags gab Hanif Aroji, Bildungsreferent der Bildungsstätte Anne Frank, einen Einblick in die Entstehung von Verschwörungsmythen, warum sie gerade in Zeiten von Corona so zunehmen und weshalb es künftig viel mehr Aufklärung braucht: „Mit Verschwörungsmythen und Falschinformationen lässt sich die heute so komplexe und schwierige Welt einfach erklären. Gerade deshalb sind Jugendliche, die sich noch komplett in ihrer persönlichen Entwicklung befinden, sehr empfänglich für Falschinformationen. Corona ist dabei ein willkommener Türöffner für Verschwörungen. Vor allem in sozialen Medien wie Facebook, YouTube und Telegram werden Informationen unzuverlässiger Quellen weltweit verbreitet. Hier müssen Jugendarbeit und Bildung künftig mehr ansetzen, um zum einen aufzuklären und zum anderen die Medienkompetenz der Jugendlichen zu schulen.“

Im Anschluss an den kompakten Vortrag konnten die Jugendlichen ihre Fragen zur Corona-Impfung stellen. Die Fragen hätten vielfältiger nicht sein können. Es zeigte sich, dass es neben Fragen zur Schutzimpfung auch grundsätzliche Fragen zu Corona gab. Von „Warum ist die Inzidenz in Offenbach so hoch?“ über „Woher kommt eigentlich das Virus?“ bis hin zu „Wie viele Antikörper habe ich nach einer Erkrankung?“. Beim Thema Schutzimpfung ging es in erster Linie um die Nebenwirkungen direkt nach der Impfung und darüber hinaus: „Kann die Impfung genetische Defekte hervorrufen oder kann ich von der Impfung unfruchtbar werden?“ Auf diese und weitere Fragen konnte Saima Muzfar, Ärztin aus dem Stadtgesundheitsamt, aufklärende Informationen liefern. Letztendlich ist das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen einer Corona-Impfung geringer als das Risiko eines schweren Corona-Verlaufs. Daher lieber vorbeugen als erkranken und sich noch dazu solidarisch zeigen und das Gesundheitssystem entlasten.

Kai Klose, Minister für Soziales und Integration, und Bürgermeisterin Sabine Groß sprechen sich gemeinsam für die Schutzimpfung als besten Schutz gegen Corona aus: „Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und wir werden uns schon bald mehr drinnen als draußen aufhalten. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, sich zu schützen. Dass das am besten über die Schutzimpfung funktioniert, zeigen die Zahlen aus den Krankenhäusern: Über 80 Prozent der Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft. Lassen Sie sich deshalb impfen.“

Alle Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung sind auf www.offenbach.de/impfen nachzulesen.

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