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Stadt Offenbach

Abschluss Impfen

07.12.2022 – Die Impfstation im Bernardbau schließt zum 30.12.2022 ihre Tore und damit endet nach knapp zwei Jahren das städtische Impfangebot über das Gesundheitsamt. „Noch ist Impfstoff verfügbar und wir empfehlen allen, bei denen die letzte Impfung schon mehr als sechs Monate her ist, eine Auffrischungsimpfung – solange es unser Impfangebot noch gibt“, betont Bürgermeisterin Sabine Groß. „Im Namen des Magistrates bedanke ich mich bei allen Beteiligten: Die geimpft haben oder Termine geplant, Räume organisiert oder mobile Impfungen, Menschenschlangen beruhigt und bei der Terminplanung unterstützt haben, Plakate aufgehängt und für die Impfung geworben haben. All denen, die für Fragen und Organisation zur Verfügung standen und die komplexe Abrechnung organisiert haben. Danke auch an die vielen Gastgeber unserer mobilen Impfungen – alleine seit Juli gab es 185 Angebote.“

Die Impfstation ist bis zum Jahresende Dienstag bis Samstag von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Alle zugelassenen Impfstoffe werden angeboten. „Die Auffrischung schützt die oder den Geimpften vor den schweren Verläufen des Sars-Cov-2 Virus und reduziert leicht das Risiko eine Post-Covid-Erkrankung zu bekommen, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Leider ist auch bei frisch Geimpften eine Ansteckung mit leichtem Verlauf nicht ausgeschlossen. Im Augenblick ist die medizinische Versorgung durch die Krankenhäuser stark beschränkt durch fehlendes Personal und eine hohe Zahl an Infektionen mit Influenza und RSV. Davon sind auch Kinder betroffen. Neben der Impfung ist deshalb auch die Maske in Innenräumen bei Veranstaltungen immer noch empfohlen – sie schützt auch gegen diese Krankheiten“, erläutert Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Stadtgesundheitsamtes. 

„Die Impfzahlen in unserer Impfstation sind nicht mehr hoch, weder bei den mobilen Teams noch in der festen Station im Bernardbau. Zudem gibt es für das kommende Jahr keine finanzielle Unterstützung mehr durch Bund und Land. Daher haben wir uns entschieden unser Angebot einzustellen. Angebote zum Impfen gibt es weiterhin bei den niedergelassenen Ärzten und zum Teil auch in Apotheken. Wer sich impfen lassen will, findet also weiter problemlos ein Angebot.“, so Bürgermeisterin Groß. 

Rückblick

Im Februar 2021 starteten die Impfungen im Offenbacher Impfzentrum an der Waldstraße. Die ersten Impfwilligen wurden vom kompletten hauptamtlichen Magistrat in der Stadthalle begrüßt. Zunächst liefen die Termine nach Priorisierung noch über das Land Hessen. Das Bürgertelefon und die Quartiersmanager unterstützten die Senioren bei der Terminbuchung. Die Impfungen übernahm der Dienstleister Med11 unter Steuerung des Katastrophenschutzes bei der Berufsfeuerwehr Offenbach. Auf großen Werbebannern startete die Offenbacher Impfkampagne unter dem Motto „Ich zeig Corona die kalte Schulter“ mit Menschen aus Einzelhandel, Erziehung und Bildung, Gastronomie, Gesundheitssystem, Kultur, Sport und öffentlichem Personennahverkehr.

Im April 2021 organisierte die Stadt Offenbach eine Impfanmeldung für Menschen, die spontan einspringen konnten, wenn jemand seinen Termin nicht wahrgenommen hatte. Auf diese Weise verfielen die nur kurz haltbaren Impfdosen nicht. 

Die mobilen Impfteams starteten am 27.12.20 mit den ersten Impfungen in einem Altenpflegeheim. Es wurden neben den Altenpflegeheimen auch „Stay at home“ Impfungen organisiert, um immobilen Menschen die Impfungen zu ermöglichen, da zu dieser Zeit die Niedergelassenen noch nicht impfen durften. 

Die Freigabe der Impfstoffe für alle erfolgte im Juli für die niedergelassenen Ärzte. Neben der Möglichkeit einer Impfung im Impfzentrum konnte nun auch durch die Hausärztin oder den Hausarzt geimpft werden. Das Impfzentrum war täglich von 7 bis 22 Uhr für die Impfwilligen geöffnet ohne Terminvereinbarung. Es gab zusätzlich ein Impfangebot im Bürgerbüro. 

Neun Monate wurde in der Stadthalle geimpft bevor das Impfzentrum Ende September mit einem Abschlussfest geschlossen wurde. Über 100.000 Menschen wurden dort geimpft, zeitweise fast 1000 Impfwillige pro Tag. Die Impfungen sollten überwiegend wieder die Hausärzte übernehmen. 

Als niedrigschwelliges Angebot zusätzlich eröffnete das Gesundheitsamt die kleinere Impfstation im Bernardbau, die ab Ende Oktober 2021 Impfungen mit allen zugelassenen Impfstoffen anbot. Zunächst wurde das Angebot nur in Teilen genutzt. Mit der Vorgabe einer Impfung für viele Arbeitsstellen und den 2G/3G-Regelungen wurden die Teams des Dienstleisters Ecolog förmlich von Impfwilligen überrannt, so dass zeitweise sogar Marken zur Steuerung der Schlangen ausgegeben werden mussten. Zusätzlich impfte das Team sogar auf dem Weihnachtsmarkt in der Krippe.         

Impfkampagne der Stadt

Mit Eröffnung des Impfzentrums in der Waldstraße warb die Stadt Offenbach mit Offenbacherinnen und Offenbachern für die Impfung. Nachstehend einige beispielhaft ausgewählte Motive. 

Mobiles Impfen

Die Stadt hat zusätzlich zur Impfstation 2022 auch mobile Impfangebote auf dem Wochenmarkt und am Ring Center angeboten, die besonders gut angenommen wurden auf den kostenlos zur Verfügung gestellten Standflächen. Geimpft wurde auf dem Mainuferfest, Lichterfest, Kulturfest, Nordendfest und beim „UND“. Die mobilen Impfteams waren in Senioreneinrichtungen und der ambulanten Krankenpflege sowie bei Pflegediensten. Neben den Stadtteilbüros als regelmäßige Stationen wurde auch in 10 Schulen und den Werkstätten Hainbachtal geimpft – auch bei der Tafel Offenbach, bei „Essen und Wärme“, Diakonie, Caritas und der Stadtmission konnten Impfwillige sich mehrfach unkompliziert immunisieren. Zu den besonderen Impforten zählten das Stadion, der Drive-In am Mainufer, die Yavuz Selim Moschee, das Waldschwimmbad und das Polizeipräsidium Südosthessen. Auch eine Kita, ein Jugendheim, ein Spielplatz, der Wochenmarkt am Wilhelmsplatz und das Märktchen auf dem Goetheplatz konnten für Impfungen genutzt werden.

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