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In Offenbach wird unter anderem gering gechlortes Wasser vom Lieferanten Hessenwasser ins Netz eingespeist. Es ergänzt die wesentlich umfangreicheren Lieferungen durch den Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO). Der Wasserbezug über das Unternehmen Hessenwasser dient dazu, die Versorgungssicherheit der Stadt nachhaltig zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite.
Die Grafik zeigt das Trinkwasserleitungsnetz im Westen der Stadt und verdeutlicht die exponierte Lage der Hafeninsel mit nur einer Wasserleitung dorthin. Das ist der wesentliche Grund, warum das Chlor an den Wasserhähnen im Hafen stärker wahrnehmbar ist als beispielsweise im Nordend, wo das Leitungsnetz sehr viel verzweigter ist und sich das leicht gechlorte Wasser von Hessenwasser mit dem ungechlorten ZWO-Wasser vermischt.
Wo kann ich mich über die Zusammensetzung des Offenbacher Trinkwassers informieren?
Die Trinkwasseranalyse finden Sie in regelmäßigen Abständen auf der Homepage des Zweckwasserverbandes Offenbach (ZWO), der Stadt und Kreis Offenbach mit Wasser versorgt.
Gechlortes Wasser kann man am Geschmack und Geruch erkennen. Mit kleinen Messgeräten kann man den Gehalt an freiem Chlor auch messen.
Ist das gesamte Offenbacher Trinkwassernetz von gechlortem Wasser betroffen?
Die Grafik zeigt das Trinkwasserleitungsnetz im Westen der Stadt und verdeutlicht die exponierte Lage der Hafeninsel mit nur einer Wasserleitung dorthin.
Offenbach erhält unverändert weit überwiegend Trinkwasser vom ZWO. Dieser liefert jährlich 21 Millionen Kubikmeter aus eigenen Brunnen. Nur einen Bruchteil davon erhält der ZWO seit August 2025 zusätzlich von Hessenwasser: 500.000 Kubikmeter. Das ZWO-Wasser wird im Osten der Stadt über die Wassertürme am Bieberer Berg in das Offenbacher Leitungsnetz eingespeist. Der Einspeisepunkt des leicht gechlorten Wassers, das von Hessenwasser geliefert wird, liegt dagegen im Westen der Stadt am Kaiserlei. Das Wasser verteilt sich von dort im Offenbacher Trinkwassernetz in Abhängigkeit vom Verbrauch.
Chlor ist nach der Einspeisung nur in den Quartieren Hafen, Hafenallee nachweisbar. Das liegt an der exponierten Lage der Hafeninsel mit einer einzigen Trinkwasserleitung. Das städtische Trinkwassernetz ist ansonsten sehr verzweigt, sodass sich das Wasser im übrigen Netz sehr viel stärker verteilt und mit dem Wasser des ZWO vermischt. In den westlichen Stadtteilen (zum Beispiel Nordend und Westend) ist die von Hessenwasser eingespeiste Wassermenge bereits so verdünnt, dass Chlor quasi nicht mehr messbar, also kaum mehr nachweisbar ist. Hessenwasser trägt nur einen Bruchteil zur gesamten Trinkwassermenge in Offenbach bei.
Zur Veranschaulichung: 1.000 Liter Wasser (entspricht dem Inhalt von etwa zehn Badewannen) dürfen lediglich einen Tropfen Chlor enthalten.
Warum wird Trinkwasser gechlort?
Chlor tötet Keime, Bakterien und Viren ab. Es wird meist eingesetzt, wenn nach Hochwasser, Rohrbrüchen, Wartungen oder langen Transportwegen eine Verunreinigung des Trinkwassers nicht ausgeschlossen werden kann. Es wird aber auch dann zugegeben, wenn es zur Sicherstellung der mikrobiellen Trinkwasserqualität notwendig ist.
Ist gechlortes Wasser gesundheitsschädlich?
In den niedrigen, zugelassenen Mengen gilt gechlortes Wasser als ungefährlich. Der Grenzwert liegt in Deutschland bei 0,3 mg/l freiem Chlor (Trinkwasserverordnung). Damit bestehen in Deutschland sehr viel strengere Grenzwerte als in vielen anderen Ländern (z. B. USA oder England). Kurzzeitige Chlorung über diesem Wert wird in Ausnahmefällen vom Gesundheitsamt erlaubt, bleibt aber sicher. Das Umweltbundesamt regelt die zugelassenen Desinfektionsverfahren für das Trinkwasser.
Zur Veranschaulichung: 1.000 Liter Wasser (entspricht dem Inhalt von etwa zehn Badewannen) dürfen lediglich einen Tropfen Chlor enthalten.
Kann man gechlortes Wasser trinken und kochen?
Ja, es ist unbedenklich trinkbar und zum Kochen geeignet. Der Chlorgeschmack verfliegt beim Abkochen oder Stehenlassen (einige Stunden in einem offenen Gefäß).
Zur Veranschaulichung: 1.000 Liter Wasser (entspricht dem Inhalt von etwa zehn Badewannen) dürfen lediglich einen Tropfen Chlor enthalten.
Wie schmeckt oder riecht es?
Oft etwas „schwimmbadähnlich“. Die Intensität des Geruchs hängt von der Dosierung, der Leitungslänge, der chemischen Zusammensetzung des Wasser und den Rohrmaterialien ab. Das eigentliche Chlor im Wasser riecht nur ganz schwach nach Chlor, stärker riechen die Verbindungen, die das Chlor eingeht.
Was ist mit Haustieren, Babys oder empfindlichen Menschen?
Das Trinkwasser in Offenbach ist hygienisch einwandfrei, für Mensch und Tier unbedenklich und auch zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet.
Darf man damit Pflanzen gießen?
Das Gießen von Zimmer- und Gartenpflanzen ist in der Regel bei den niedrigen eingesetzten Chlorwerten kein Problem.
Lässt sich das Chlor aus dem Trinkwasser entfernen?
Im Haushalt besteht neben Abkochen und Stehenlassen bei Bedarf die Möglichkeit einen Wasserfilter einzusetzen, bei dem das Wasser durch einen Aktivkohlefilter fließt und so aus dem Wasser entfernt wird.
Auch der ZWO und Hessenwasser prüfen derzeit technische Lösungen, um die Wahrnehmung des Chlors im Wasser zu verringern oder das Chlor entfernen zu können. Zu den Maßnahmen, die bis Jahresende geprüft werden, zählen eine veränderte Durchmischung des Trinkwassers bereits auf Frankfurter Stadtgebiet, den Bau einer Vorrichtung zur Entlüftung der Trinkwasserleitung auf der Hafeninsel (Chlor verdampft an der Luft), den Bau einer Ringleitung auf der Hafeninsel sowie den Einbau eines Kohlefilters in Nähe der Übergabestelle am Kaiserlei. Letzteres würde das Chlor ganz aus dem Wasser entfernen.
Welche Aufgabe hat das Stadtgesundheitsamt in Bezug auf das Trinkwasser?
Das Gesundheitsamt überwacht die Qualität des Trinkwassers in seinem Zuständigkeitsbereich. Sein Leitfaden für die Qualität des Wasser ist die Trinkwasserverordnung.
Welche Abbauprodukte entstehen bei der Chlorung von Trinkwasser?
Primär entsteht die hypochlorige Säure (HOCI) und Hypochlorit-Ionen (OCI), diese sind als aktive Desinfektionsmittel tätig, um Bakterien und andere Krankheitserreger abzutöten.
Außerdem entstehen durch Reaktionen mit organischen Substanzen im Wasser sogenannte Desinfektionsnebenprodukte, wie die Trichlormethane.
Dauerhaft hohe Chlorkonzentrationen gehen mit der Bildung von diesem Nebenprodukt einher. Diese gelten bei kurzfristigem Konsum als ungefährlich, haben allerdings laut einer schwedischen Studie langfristig eine leicht karzinogene (= krebsauslösende) Wirkung ab einer gewissen Konzentration im Wasser.
Daher existiert in Deutschland ein Grenzwert. Gemäß Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert bei 0,3 Milligramm pro Liter Wasser frei zugefügtem Chlor. Hierdurch wird verhindert, dass diese Desinfektionsnebenprodukte in größeren Mengen im Trinkwasser entstehen. In den durchgeführten Untersuchungen in Offenbach lagen die Konzentrationen stets deutlich unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung, ebenso wie unter dem Wert der schwedischen Studie aus dem Jahr 2023.
Zur Veranschaulichung: 1.000 Liter Wasser (entspricht dem Inhalt von etwa zehn Badewannen) dürfen lediglich einen Tropfen Chlor enthalten.
Stand: 03. September 2025
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