Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

Präventionsarbeit gegen religiös motivierten Extremismus ausbauen

02.09.2016 – Um demokratische Grundwerte zu stärken und gegen politische sowie religiöse Radikalisierung vorzugehen, hat das Bundesfamilienministerium das Programm „Demokratie leben!“ gestartet. Es fördert bundesweit lokale „Partnerschaften für Demokratie“. Die Stadt Offenbach beteiligt sich an dem Programm und wird die bis 2019 zur Verfügung gestellten Fördermittel in Höhe von bis zu 340.000 Euro einsetzen, um die Präventionsarbeit im Bereich religiös motivierter Extremismus auszubauen. Hierfür hat sie als Projektpartner den Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Offenbach-Land gefunden.

Auf der Magistratspressekonferenz am 1. September erläuterte Ordnungsdezernent und Bürgermeister Peter Schneider: „Die Beteiligung am Bundesprogramm ,Demokratie leben‘ ist ein weiterer Baustein in der Offenbacher Präventionsarbeit.“ Um Fehlentwicklungen und Fehlverhalten – gerade von Jugendlichen – präventiv zu begegnen, gibt es bereits die Lenkungsgruppe Prävention in Offenbach. In diese sind die hauptamtlichen Magistratsmitglieder, das Ordnungsamt, der Polizeipräsident, die Staatsanwaltschaft, der Ausländerbeirat, das Schulamt, das Jugendamt, der Amtsgerichtsleiter sowie der Verein Sicheres Offenbach vertreten. „In der Lenkungsgruppe geht es vor allem darum, sich über verschiedene Entwicklungen auszutauschen und zu prüfen, welche Bedarfe es gibt, um Fehlentwicklungen entgegen zu wirken.“

Um die Präventionsarbeit nun auch insbesondere im religiös geprägten extremistischen Umfeld zu verstärken, hat das Ordnungsamt gezielt nach einem Programm gesucht, das dafür Mittel zur Verfügung stellt, ergänzte Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts: „Wir wollen diesen Extremismus entzaubern, denn im Rhein-Main-Gebiet gibt es eine starke Szene von religiösen Extremisten und eine hohe Anzahl an potenziell anfälligen Jugendlichen."

Erläuterungen und Hinweise