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Stadt Offenbach

Solidarität zählte beim 13. Offenbacher Präventionstag im Ring Center

19.10.2022 – Groß war das Interesse der Besucherinnen und Besucher des diesjährigen Offenbacher Präventionstages, der nach zweijähriger Corona-Pause wieder im Ring Center am Odenwaldring Ende September stattfand. „Mehr als 30 meist Offenbacher Einrichtungen und Organisationen präsentierten ihre Angebote und standen für Gespräche bereit,“ freute sich Daniel Krüger, seit August Abteilungsleiter beim Ordnungsamt für Kommunale Prävention, Sauberkeit und Ordnung. „Das ist eine Rekordbeteiligung!“ Das große Interesse der Schülerinnen und Schüler, Passanten und in der Prävention engagierten Organisationen freute auch Frank Weber, Leiter des Ordnungsamtes, überraschte ihn aber nicht, kamen doch zwischenmenschliche Kontakte während der Corona-Pandemie für die meisten zu kurz. „Persönliche Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis, auch anderen helfen zu wollen. Und Krisen wie die Covid-Pandemie oder der Umgang mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges zeigen, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt ist. Nur gemeinsam können Krisen überwunden werden. Um das zu verdeutlichen, stand der diesjährige Präventionstag unter dem Motto: „Solidarität – Jeder zählt!“.

„Stark für einander“: Aufführung vom Verein People’s Theater. Das People’s Theater machte durch einen ausdrucksstarken Tanz deutlich, was Suchtmittel mit Menschen machen.

Nach der Eröffnung des Offenbacher Präventionstages und Begrüßung der Anwesenden durch Stadtrat Paul-Gerhard Weiß und Abteilungsdirektor Dirk Fornoff (Polizeipräsidium Südosthessen), der Polizeipräsident Eberhard Möller vertrat, erwarteten die Besucherinnen und Besucher Informationen und interaktive Aktionen rund um Präventions- und Unterstützungsangebote in Offenbach. An Ständen und in Workshops informierten unter anderem profamilia, das Polizeipräsidium Südosthessen, der Weiße Ring, Frauen helfen Frauen e.V., die Verkehrswacht, das Caritaszentrum Haus St. Josef, der Songmoo e.V., die AG Mädchenarbeit, das Frauenbüro, das Deutsche Rote Kreuz Offenbach, das Stadtgesundheitsamt, das Jugendamt, die Schillerschule und das Kinder- und Jugendparlament über Themen wie Lebensberatung, Partnerschaft, Umgang mit Gewaltsituationen, auch im Rahmen von Gewalt-Sehen-Helfen, Selbstverteidigung, Hilfsmöglichkeiten nach Gewalttaten und die politische, überparteiliche Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen.

Das Suchthilfezentrum Wildhof mit mehreren Fachstellen und der Verein LOS, Leben ohne Sucht, berieten zu den unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Suchterkrankungen. Die Stadtwerke und die Stabsstelle Sauberes Offenbach brachten die Themen Sauberkeit, Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit mit.

Eröffnung des Präventionstages 2022 durch Abteilungsleiter Dirk Fornhoff (Polizei Südosthessen) Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. „Kippi“, der laufende Zigarettenstummel, ist im Hintergrund zu sehen
„Boxen – gemeinsam aktiv“: Boxvorführungen vom Boxclub Nordend
Informationsstand der Stadtpolizei Offenbach. Gezeigt wurden unter anderem, wie Jugendliche ihre Fahrräder mit hochwertigen Fahrradschlössern sichern können.
Am Stand des Kinder- und Jugendparlaments.

Die Stadtpolizei, Teil des Ordnungsamtes, klärte im Zuge der Aktion „sicher sichern“ darüber auf, dass Fahrräder möglichst an einen festen Gegenstand und am besten mit einem Bügel-, Panzer- oder Faltschloss angeschlossen werden sollten. Auch Fragen zum Berufsbild der Stadtpolizistinnen und Stadtpolizisten wurden gerne beantwortet. Der Bereich Extremismusprävention war durch die Fachstelle Extremismusprävention (DEXT) des Ordnungsamtes gemeinsam mit der Geschwister-Scholl-Schule als Pilotschule für Extremismusprävention, dem Violence Prevention Network (VPN), dem Verein Never Forget Adrian und der „Partnerschaft für Demokratie in Offenbach“ vertreten. Die Organisationen unterstützen beispielsweise Behörden und Institutionen zur Erst- und Verweisberatung bei allen extremistischen Phänomenen und informieren über Möglichkeiten zur Extremismusprävention. Der „Stadtbaukasten“, ein von der „Partnerschaft für Demokratie Offenbach“ gefördertes Projekt, wurde präsentiert und Passanten zu ihren Lieblingsorten in Offenbach und zu ihrem „Heimatstadtteil“ befragt.

Am Bus der Stadtwerke boten die DAK-Gesundheit gemeinsam mit dem Caritasprojekt „Gut leben und altern im Lauterborn“ einen Rollstuhl- und Rollatorenparcours mit Alterssimulationsanzug in dem nicht nur Schülerinnen und Schüler erfahren konnten, wie es sich womöglich im Alter oder mit Handicap anfühlt.

Das People´s Theater berührte die Anwesenden durch einen ausdrucksstarken Tanz. Er machte deutlich, was Suchtmittel mit Menschen machen und wie dennoch ein Ausweg gefunden werden kann. Auch der Boxclub Nordend e.V. stellte sich aktiv im Rahmen von kurzen Trainingseinheiten im Ring Center vor. Der mehrfache Juniorenweltmeister im Boxen aus Offenbach, Luca Cinqueoncie, stand zudem für ein Interview bereit.

Der 13. Offenbacher Präventionstag wurde organisiert vom Ordnungsamt der Stadt Offenbach im Rahmen der Kommunalen Präventionsarbeit mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie, der Polizei, der Stadtwerke Offenbach Holding SOH („Besser leben in Offenbach“), dem städtischen Kulturmanagement, dem Ring Center Offenbach, der EVO und Qurban/Quartiersmanagement. Ein Filmbeitrag des Medienprojektzentrums Offener Kanal (MOK) Rhein-Main zur Veranstaltung ist in Arbeit und wird demnächst ausgestrahlt.

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