Stadt unterstützt Sicherheit auf großen Festen und Veranstaltungen
10.04.2026
Seit vergangenem Jahr gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen für große Veranstaltungen in Hessen. In Offenbach benötigen einige Veranstaltungen seither einen professionellen Zufahrtschutz. Zertifizierte Absperrelemente, die beispielsweise vom TÜV geprüft und zugelassen werden, gewährleisten einen hohen Schutz vor der Einfahrt von Fahrzeugen. Sie sind allerdings sehr teuer. Damit die in Offenbach traditionell stattfindenden Feste, Umzüge und Veranstaltungen nicht an diesen Kosten scheitern, unterstützt die Stadt Offenbach die Veranstalter beim Zufahrtschutz.
Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß sagt: „Schon 2025 haben wir kurzfristig durch die Anmietung von Schutzelementen ermöglicht, dass alle Feste und Veranstaltungen in Offenbach stattfinden konnten. Seit diesem Jahr verfügt die Stadt über eigenes Material, das den uns bekannten Veranstaltern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das ist für alle deutlich günstiger als Jahr für Jahr neu zu mieten und die Investition rentiert sich schon nach zwei Jahren.“ Außerdem gewährleistet die Stadt durch den eigenen Besitz, dass für die in Offenbach geplanten Veranstaltungen immer ausreichend Material vorhanden ist. „Das ist besonders dann wertvoll, wenn Veranstaltungen wie Fastnachtsumzüge zur selben Zeit in mehreren Städten gleichzeitig stattfinden. So haben wir in Offenbach jetzt unser eigenes Material und müssen keine Engpässe befürchten.“
Ordnungsdezernent Weiß betont zwar, dass Terrorabwehr eine Aufgabe der Bundesregierung und der Sicherheitsbehörden ist – und nicht der Kommunen: „Im Magistrat sind wir uns aber einig, dass wegen der höheren Kosten möglichst kein Fest abgesagt werden soll. Deshalb leisten wir als Stadt unseren Beitrag, damit unsere Feste auch unter den notwendigen Sicherheitsauflagen weiter stattfinden können. Natürlich wäre es uns allen lieber, wenn das gar nicht erst nötig wäre. Aber auf den höheren Schutz werden Veranstalter aus Haftungsgründen so schnell nicht mehr verzichten können und mit dieser Verantwortung lassen wir sie nicht allein.“
Seit diesem Jahr verfügt die Stadt über drei unterschiedlich und flexibel einsetzbare Systeme, die der Stadtservice im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung für den Preis von rund 565.000 Euro beschafft hat. Ihre Anzahl ist darauf ausgelegt, dass auch das Mainuferfest als größtes Fest in der Stadt abgesichert werden kann. Einige der neuen Elemente sind bereits zu den Fastnachtsumzügen in Bieber und Bürgel erstmals zum Einsatz gekommen. Darüber hinaus sind sie für zehn weitere jährliche Großveranstaltungen, beispielsweise den Weihnachtsmarkt oder die Offenbacher Woche, vorgesehen. Die Elemente werden den jeweiligen Veranstaltern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Für Lagerung und Pflege, An- und Ablieferung, Auf- und Abbau der Elemente wurde im Zuge eines weiteren Vergabeverfahrens Anfang des Jahres mit der Firma ERKO GmbH aus Mühlheim ein externer Dienstleister beauftragt. Die Kosten für die Logistik rund um die einzelnen Veranstaltungen sind mit dem Vertrag festgeschrieben und können von den jeweiligen Veranstaltern zu diesen Konditionen bei der Firma ERKO abgerufen werden. Je nach Veranstaltung übernimmt die Stadt zudem einen Teil der Kosten für die Logistik, sodass die Veranstalter auch dafür finanziell von der Stadt unterstützt werden. In einem Infotermin hat die Stadt jüngst alle betroffenen Veranstalter über die Details und die Abläufe informiert.
„Durch den Kauf der Zufahrtssperren und die Verpflichtung eines Dienstleisters haben wir eine wirtschaftliche und für alle Beteiligte unbürokratische und möglichst einfache Lösung gefunden, um die Organisation großer Veranstaltungen in Offenbach zu unterstützen“, begrüßt Stadtkämmerer Martin Wilhelm das Modell. „Der Stadtservice der Stadtwerke Offenbach war von Anfang an beteiligt und erfüllt hier eine weitere wichtige Aufgabe, damit auch in Zukunft die Offenbacherinnen und Offenbacher mit gutem Gefühl feiern können.“
Details zu den Schutzmaßnahmen für die jeweiligen Festen und Veranstaltungen werden aus Sicherheitsgründen auch künftig nicht bekanntgegeben.