Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

Verkehrssicherheitswoche 2025 gegen Elterntaxis

10.12.2025

Schülerinnen und Schüler der Buchhügelschule zeigen, was sie vom Verhalten der Elterntaxis halten. Im Hintergrund Lehrkräfte der Schule sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtpolizei.

Dunkelheit, Nässe, Kälte und Zeitdruck: Scheinbar gute Argumente, wenn es darum geht, die Kids in die Schule zu bringen. Das gilt erst recht, wenn diese wenig Erfahrung im Straßenverkehr haben. Dass durch die Bequemlichkeit regelmäßig gefährliche Situationen an den Schulen entstehen, ist vielen nicht bewusst. Daher hatte das Ordnungsamt im Rahmen der kommunalen Präventionsarbeit auch in diesem Jahr die Verkehrssicherheitswoche an sieben Offenbacher Schulen organisiert. 

Lehrkräfte, Eltern und natürlich Schülerinnen und Schüler waren in den letzten beiden Novemberwochen jeweils zu Schulbeginn und -ende vor den Schulen unterwegs und belohnten Eltern, die ihre Kinder zu Fuß zur Schule brachten mit selbstgebastelten Herzen, Schokolade und Rosen. Traurige Smileys und Zitronen bekamen vor allem die Eltern, die mit dem Auto kamen und dann verbotswidrig hielten oder den Verkehr behinderten und gefährliche Situationen verursachten. 

Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Ebert-Schule verteilen Zitronen und Rosen.

Für diese brenzligen Fälle waren auch immer Stadtpolizeibeamtinnen und -beamte vor Ort. Leider mussten sie tatsächlich in 13 Fällen tätig werden und Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. In 15 Fällen blieb es bei einer mündlichen Verwarnung. Drei Betroffene zeigten sich besonders uneinsichtig und bezeichneten die Aktion als unnötig. 
Für Aufregung im morgendlichen Trubel sorgte außerdem ein unangeleinter, vielleicht sogar gefährlicher Hund, der von der Stadtpolizei einfangen und dem sichtlich überforderten Hundehalter übergeben wurde. Weitere Schritte leitet nun die Fachabteilung des Ordnungsamtes ein. 

„Neben den Schulweg-Begehungen der Landespolizei ist die Verkehrssicherheitswoche ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit an beziehungsweise vor den Offenbacher Grund- und Förderschulen. Das besondere an der Aktion ist, dass nicht nur die Eltern auf charmante Art auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden, sondern auch die Kinder etwas über das Verhalten im Straßenverkehr lernen. Deshalb ist es mir als Schul- und Ordnungsdezernent ein besonderes Abliegen, dass die Aktion, bei der die Kinder absolut im Vordergrund stehen, jährlich stattfindet“, so Stadtrat Paul-Gerhard Weiß.

Das Ordnungsamt hatte, wie in den vergangenen dreizehn Jahren auch, Offenbacher Grund- und Förderschulen zu der gemeinsamen Verkehrssicherheitswoche eingeladen und diese bei der Umsetzung unterstützt. Mit dabei waren die Eichendorffschule, die Friedrich-Ebert-Schule, die Beethovenschule, die Waldschule Tempelsee, die Grundschule Buchhügel, die Uhlandschule sowie die Humboldtschule. 

„Wir danken den Lehrkräften, Eltern und natürlich auch den Kindern, die auch in diesem Jahr engagiert die Aktion auf die Beine stellten. Wir sehen immer wieder, wie wichtig Aufklärungsarbeit ist und appellieren, die Kids zu Fuß zur Schule zu bringen. Vor allem im Innenstadtbereich sind diese meist nur wenige Gehminuten“, so Daniel Krüger von der Geschäftsstelle Kommunale Prävention und warnt: „In Zukunft bleibt es nicht bei ein paar Worten, sondern Elterntaxis müssen mit Konsequenzen rechnen.“

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise