Überall im Offenbacher Stadtgebiet bot sich am vergangenen Wochenende das gleiche Bild: Engagierte Bürgerinnen und Bürger waren mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken unterwegs, um ihre Quartiere und Grünanlagen von den Hinterlassenschaften der vergangenen Monate zu befreien. Am 20. und 21. März fanden die zentralen Hauptaktionstage des diesjährigen Frühjahrsputzes statt, doch der Einsatz für ein gepflegtes Stadtbild war in diesem Jahr eine Bewegung, die weit über diese zwei Tage hinausging. Da viele engagierte Teams eigene zeitliche Akzente setzen wollten, wurden über den gesamten März hinweg individuelle Clean-Ups durchgeführt. Den Anfang machte bereits am 28. Februar eine erste Gruppe im Bereich rund um den Bieberer Berg. Den Abschluss dieser mehrwöchigen Kampagne bildet eine Aktion am morgigen Samstag, 28. März, bei der das Mainvorgelände in Bürgel gründlich gesäubert wird.
Insgesamt beteiligten sich mehr als 650 Freiwillige an den Aufrufen der Stabsstelle Sauberes Offenbach (SSsOF) – ein neuer Rekordwert, der zeigt, wie sehr den Menschen ein ordentliches Umfeld am Herzen liegt. Neben Familien, Jugendlichen, Vereinen und Firmen nahmen in diesem Jahr auch wieder Schulen mit eigenen Sammelgruppen am Clean-Up teil. Wie bereits im vergangenen Jahr zeigten die Schülerinnen und Schüler große Motivation und halfen tatkräftig dabei, unzählige Abfälle fachgerecht zu entsorgen. Auch das Ordnungsamt, dem die Stabsstelle zugeordnet ist, beteiligte sich mit einer eigenen, 19 Mitarbeitende umfassenden Gruppe, die das Mainvorgelände und den Mainparkplatz erfolgreich vom Unrat befreite.
Die Leitung der Stabsstelle freute sich sehr über die große Bereitschaft zur Eigenverantwortung, betonte jedoch auch, dass es weiterhin einen Mentalitätswechsel brauche: Es bleibe unverständlich, wenn Abfälle achtlos fallen gelassen werden, obwohl im Stadtgebiet mehr als 1.700 regelmäßig geleerte Mülleimer zur Verfügung stehen und die Stadtwerke zudem kostenlose Angebote zur Abholung bereithalten. Wer unterjährig eine illegale Müllablagerung entdeckt, muss weder auf die Mitarbeiter des ESO noch auf die nächste große Aufräumaktion warten. Sondern meldet diese über den Mängelmelder, der auch bequem als App für das Smartphone genutzt werden kann. Mehr als 16.000 Mal wurde dieses Tool im vergangenen Jahr genutzt, um illegale Müllablagerungen, Schrottfahrräder, defekte Straßenlaternen und andere Mängel im Stadtbild zu melden.
Zum Mängelmelder:
Die Organisation des diesjährigen Frühjahrsputzes erfolgte erneut in enger Zusammenarbeit zwischen der Stabsstelle, der Ressourcen- und Abfallberatung der Stadtwerke sowie den Quartiersmanagements Lauterborn, Mathildenviertel, Nordend und Senefelderquartier. Nach den Einsätzen türmten sich vielerorts prall gefüllte Säcke, während sich die Helferinnen und Helfer in den Stadtteilbüros bei Kaffee und Kuchen über die Ergebnisse austauschten. Der Offenbacher Frühjahrsputz bleibt damit ein wichtiges Zeichen für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft. Wer sich über den Aktionszeitraum hinaus engagieren oder selbst eine Putzaktion planen möchte, findet auf der städtischen Internetseite alle Informationen. Der nächste stadtweite Clean-Up ist bereits in Planung: Die Offenbacher Sauberkeitswoche wird vom 12. bis 19. September 2026 stattfinden.