Wochenbericht vom 6. bis 12. April 2026
Ruhestörungen
Die Stadtpolizei wurde zu 19 Ruhestörungen gerufen, fünf davon in Gastronomiebetrieben.
Bei einer gemeldeten Ruhestörung aufgrund zu lauter Musik in einer Bar traf die Streife auf einen Mann, der auf der Tanzfläche tanzte und sein Mobiltelefon mit einer Musikbox verbunden hatte. Er war stark betrunken und gab sich als verantwortliche Person aus. Die Musik stellte er erst nach mehrmaliger Ansprache ab. Kurz darauf meldete sich eine Frau, die sich ebenfalls als zuständige Person ausgab. Die Frau gab an, sich in einem Probearbeitsverhältnis zu befinden. Ihr Chef habe die Bar aufgrund eines Notfalls kurzfristig verlassen. Sie konnte weder Kontaktdaten noch weitere Angaben zum Verantwortlichen machen, ebenso konnte sie nicht klar darlegen, dass sie vor Ort regulär beschäftigt war. Da somit kein zuverlässiger Verantwortlicher vor Ort greifbar war und die Streife mehrere weitere Verstöße feststellte, ließ sie die Bar schließen. Die Fachabteilung wurde entsprechend informiert.
Hilflose Personen
Die Stadtpolizei kümmerte sich in dieser Woche um sieben hilflose Personen. Zwei hilflose Situationen waren erhöhtem Alkoholkonsum zuzuordnen.
Das Revier der Landespolizei bat um Mithilfe bei einer hilflosen, mutmaßlich dementen Frau. Nachbarn hatten sie nachts um drei Uhr im Garten liegend aufgefunden. Als die Streife eintraf, befand sich die Frau zusammen mit zwei Nachbarn im Treppenhaus. Die Nachbarn wussten nicht, wie lange diese zuvor draußen gewesen war. Sie war unterkühlt, komplett durchnässt sowie verdreckt und hatte sich zudem selbst ausgeschlossen. Es gelang der Streife die Wohnungstür schadensfrei zu öffnen. Leider war der Enkel nicht erreichbar. Die Streife rief daraufhin die Notrufnummer des Pflegedienstes an, dieser gab jedoch an, dass frühestens in drei Stunden jemand kommen könnte. Die Streife brachte daher die Frau in ihr Bett. Die Fachabteilungen wurden entsprechend informiert. Eine ähnliche Meldung erging bereits einige Tage zuvor – hier war die Frau jedoch bereits wieder in ihrer Wohnung.
Verkehr
Neun Fahrzeuge mussten aufgrund erheblicher Verkehrsstörungen abgeschleppt werden. Dazu zählen blockierte Feuerwehrzufahrten sowie Ein- und Ausfahrten, zugeparkte Kurvenbereiche oder unberechtigt zugeparkte Schwerbehindertenparkplätzen. Für 1178 falsch parkende Fahrzeuge gab es ein Knöllchen.
Für die Zulassungsstelle Offenbach wurden 63 neue Kraftfahrzeuge zur zwangsweisen Abmeldung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, für welche die Versicherung oder die Steuer nicht gezahlt wurden oder welche aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr verkehrssicher sind. Des Weiteren führte die Stadtpolizei im Auftrag anderer Behörden vier Ermittlungen an den jeweiligen Wohnadressen von Fahrzeughalter*innen durch.
Streifendienst und Gefahrenabwehr
Eine Passantin sprach eine Streife vor der Stadtwache an, da sie ihr Handy verloren hatte. Da die Frau dieses orten konnte, wollte die Streife mit der Frau an den gemeldeten Ort gehen. Kurze Zeit später erschien der Partner der Frau mit dem mutmaßlichen Finder auf der Wache. Dabei stellte sich heraus, dass die Eigentümerin den Finder zuvor angerufen hatte. Dieser hatte jedoch Geld für die Herausgabe des Handys gefordert. Das Pärchen hatte ihm wohl einen Finderlohn zugesichert, was dem Mann jedoch zu wenig war. Als der Finder bemerkte, dass die Frau die Stadtpolizei aufsuchte, ging er auf ihren Begleiter zu und gab das Handy heraus. Die Stellung eines Strafantrages wird geprüft.
Bei einer betrunkenen Frau bat der Rettungsdienst um Unterstützung. Als eine Streife eintraf, verhielt sich diese unkooperativ und beleidigte die Streife auf ihrer Muttersprache. Dies konnten die eingesetzten Kräfte jedoch verstehen. Die Frau spuckte zudem in Richtung der eingesetzten Streife auf den Boden. Sie erhielt eine Anzeige wegen Trunkenheit im öffentlichen Raum.
Der Abschleppdienst bat um Unterstützung, da eine Person nicht das Gelände verlassen wollte. Vor Ort traf die Streife auf einen Mann aus Wiesbaden, dessen Auto im Auftrag der Landespolizei Frankfurt aufgrund mutmaßlicher Fälschungsmerkmale auf dem Kennzeichen abgeschleppt werden sollte. Die Landespolizei gab an, dass das Fahrzeug nicht herausgegeben werden dürfe. Der Mann wollte die Herausgabe des abgeschleppten Fahrzeugs trotzdem erzwingen und wurde durch die Mitarbeiter des Abschleppdienstes mehrmals aufgefordert, das Gebäude sowie das Grundstück zu verlassen. Auch den Weisungen der eingesetzten Streife kam der Mann nicht nach, sodass er durch Zwang aus dem Gebäude gebracht werden musste. Außerhalb des Gebäudes versuchte der Störer weiterhin die Streife zu bedrängen. Diese sprach einen Platzverweis aus.
Die Leistelle der Polizei forderte Hilfe wegen eines betrunkenen Mannes an, der in der Schloßstraße herumpöbeln würde. Der Mann hatte Verletzungen im Gesicht. Eine polizeiliche Abfrage ergab eine eine räumliche Beschränkung auf die Stadt Gießen sowie ein offener Haftbefehl aufgrund illegalen Aufenthalts. Eine Streife der Landespolizei brachte den Mann zum Revier.
Bei der Kontrolle eines nackten Mannes in den Räumen einer Bank konnten seine Daten nicht klar verifiziert werden, weswegen die Landespolizei hinzugezogen wurde. Denen war der Mann bereits aus einer vorherigen Maßnahme bekannt, daher übernahm sie die weitere Bearbeitung. Ihn erwartet eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.
Einsätze und Veranstaltungen
Die Stadtpolizei sicherte auch in dieser Woche eine traditionell stattfindende Osterprozession mit insgesamt sechs Einsatzkräften ab. Hierbei gab es keine besonderen Vorkommnisse.
Zudem wurde die Stadionwache des OFC besetzt.
Ermittlungen und Fundsachen
Auf Anfrage von Ämtern und Behörden führte die Stadtpolizei 17 Aufenthaltsermittlungen durch. Hierbei geht es in erster Linie um Überprüfung von Anschriften, an denen dringende behördliche Post aufgrund eines fehlenden Briefkastens oder/und einer fehlenden Klingel nicht zugestellt werden konnte sowie um Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften.
Die Stadtpolizei hat zu den Schließzeiten des Fundbüros diese Woche mehrere Fundsachen entgegengenommen. Bei Verlust bitte an fundbuerooffenbachde wenden.
Ihr Kontakt bei der Stadtpolizei
Servicestelle - 069 8065-2860
Bitte melden Sie Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ohne aktuelle Gefahrenlage, von Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizeioffenbachde
Notfalltelefon - 069 8065-3195
Bitte nur bei wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Eilfällen anrufen. Die Rufnummer muss für Notfälle freigehalten werden, um einen schnellen und hilfreichen Einsatz zu gewährleisten.
Autowracks und Falschparker
Autowracks: Bitte unter 069 8065-2559 oder per E-Mail an autowrackoffenbachde melden.
Falschparker: Diese müssen rechtssicher gemeldet werden. Bitte nutzen Sie hierfür das unten stehende Online-Formular oder laden Sie sich das Formular als PDF herunter und reichen es dann ein. Fügen Sie aussagekräftige Bilder dazu.