Wochenbericht vom 13. bis 19. Juli 2026
Ruhestörungen
Die Stadtpolizei rückte zu 50 Ruhestörungen aus, acht davon im gewerblichen Bereich, die zumeist zu laute Musik oder Gespräche im Außenbereich betrafen.
Hilflose Personen
Die Stadtpolizei kümmerte sich in dieser Woche um acht hilflose Personen. Drei davon hatten zu viel Alkohol konsumiert. Bei einer Person leisteten die Einsatzkräfte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Verkehr
Die Verkehrspolizei hat an 30 Orten mit mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten kontrolliert. Hierbei wurden in 130 Fällen Verwarn- oder Bußgelder wegen des Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erteilt.
Insgesamt 14 Fahrzeuge wurden aufgrund erheblicher Verkehrsstörungen abgeschleppt. Dazu zählen blockierte Feuerwehrzufahrten sowie Ein- und Ausfahrten, zugeparkte Kurvenbereiche oder unberechtigt zugeparkte Schwerbehindertenparkplätze. Für 1.406 falsch parkende Fahrzeuge gab es ein Knöllchen.
Für die Zulassungsstelle Offenbach hat die Stadtpolizei 51 neue Kraftfahrzeuge zur zwangsweisen Abmeldung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, für welche die Versicherung oder die Steuer nicht gezahlt wurden oder welche aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr verkehrssicher sind. Des Weiteren führte die Stadtpolizei im Auftrag anderer Behörden eine Ermittlung an der jeweiligen Wohnadresse von Fahrzeughalter*innen durch.
Gefahrenabwehr
Der Stadtpolizei wurden elf mutmaßliche Straftaten gemeldet oder von Streifen aufgedeckt. Zwei der Straftaten waren Verkehrsdelikte und betrafen das Fahren ohne Versicherungsschutz sowie Unfallflucht.
Über das Polizeirevier kam eine Meldung über Lärm in einem Hinterhof. Vor Ort berichtete ein Anwohner der Streife, dass er durch Lärm geweckt wurde, der von Personen im Außenbereich des Hauses ausging. Die Streife traf vor Ort eine Bewohnerin an. Diese gab an, mit Helfern Sperrmüll für den Folgetag vom Haus auf die Straße zu bringen. Die Streife untersagte ihr aufgrund der Uhrzeit, weiter Sperrmüll auf die Straße zu tragen. Der Aufforderung begegnete die Betroffene nicht willig, die Arbeiten einzustellen. Die Streife drohte ihr bei Missachtung der Aufforderung ein Bußgeld an. Das interessierte die Frau aber nicht weiter. Zudem weigerte sie sich, ihre Personalien herauszugeben und begann, der Streife Rassismus vorzuwerfen. Trotz Belehrung als Betroffene einer Ordnungswidrigkeit zeigte die Frau keinerlei Einsicht und verhielt sich weiterhin unkooperativ. Erst nach mehrmaliger Aufforderung übergab sie ein Ausweisdokument. Hiernach gab die Betroffene erneut an, mit den Arbeiten fortzufahren. Von einer erzwungenen Unterbindung der Ruhestörung sah die Streife aufgrund der Verhältnismäßigkeit ab, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Gegen die Betroffene leitete die Stadtpolizei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Auf der Stadtwache erschien ein Mann und gab an, er sei von einem unbekannten Mann geschlagen worden. Er habe am Platz der Deutschen Einheit mehrere Schläge in den Nacken und ins Gesicht bekommen. Vorher sei es zu verbalen Streitigkeiten aufgrund des Sammelns von Pfandflaschen am Marktplatz gekommen. Der unbekannte Täter lief dem Mann hinterher und griff ihn von hinten an. Hiernach floh der Täter. Der Geschädigte klagte über starke Schmerzen im Nackenbereich, zudem waren Blessuren am rechten Auge und der Wange zu erkennen. Es wurde ein Rettungswagen hinzugezogen und eine Streife durchsuchte den Nahbereich. Die Stadtpolizei befragte Mitarbeitende der im genannten Bereich ansässigen Gewerbebetriebe, blieb aber erfolglos. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht und der Vorgang an die Landespolizei übergeben.
Über das Polizeirevier kam eine Meldung über einen mutmaßlichen Einbruch in der Liebigstraße. Vor Ort stellte die Stadtpolizei im Erdgeschoss ein offenes Fenster mit einem davor aufgestellten Gartenstuhl sowie heruntergerissene Blumentöpfe fest. Die Streife forderte die Landespolizei an. Während der Wartezeit kam eine Frau aus einem gegenüberliegenden Gebäude hinzu. Sie gab an, in der betroffenen Wohnung zu wohnen und zuvor den Schlüssel verloren zu haben. Das konnte die Streife vor Ort bestätigen. Die Landespolizei wurde abbestellt und keine weiteren Maßnahmen erhoben.
Der Streife fiel eine Person auf, die sich am Empfang des Stadthauses aufhielt und telefonierte. Die Person führte am Gürtel erkennbar ein Messer mit sich. Der Mann wurde angesprochen und kontrolliert. Bei dem Messer handelte es sich um einen sogenannten Kirpan, einem religiösen Dolch bzw. Säbel. Der Mann gab an, dass er den Gegenstand lediglich zu religiösen Zwecken führe. Da dies jedoch nach dem deutschen Waffengesetz verboten war, wurde der Gegenstand sichergestellt und der Waffenbehörde übergeben.
Eine Zeugin meldete telefonisch einen Mann im Dreieichpark, der im Bereich des Spielplatzes sexuelle Handlungen an sich selbst ausführe. Gemäß der Personenbeschreibung konnte die Streife kurze Zeit später in der Geleitsstraße einen bereits bekannten obdachlosen Mann auffinden und kontrollieren. Dieser war oberkörperfrei und machte vor Ort mündliche Angaben zu seiner Person. Eine Abfrage im polizeilichen Fahndungsprogramm ergab mehrere Fälle, u.a. bereits im Bereich des Exhibitionismus. Zudem bestand eine Aufenthaltsermittlung einer Staatsanwaltschaft, welche die Streife im Nachgang bearbeitete. Der Mann erhielt einen Platzverweis für den gesamten Dreieichpark. Anschließend befragte die Streife die beiden anwesenden Zeuginnen. Eine Zeugin gab an, die Tat beobachtet zu haben. Sie schilderte, dass der Mann seine Hose herunterließ und vor einem Spielplatz sein Glied anfasste. Die zweite Zeugin konnte die eigentliche Tat zwar nicht beobachten, gab jedoch an, den Mann mit einer Hand in der Hose und halb entkleidet gesehen zu haben. Der Vorgang wurde an die Landespolizei übergeben.
Über das Polizeirevier kam eine Meldung über einen älteren Mann, der mutmaßlich verwirrt im Bereich der Marienstraße unterwegs wäre. Die Streife traf den Mann vor Ort an. Dieser wollte einen Supermarkt im Gebiet aufsuchen. Wegen seiner Sehbehinderung und der geänderten Verkehrsführung hatte er sich jedoch verlaufen. Die Streife half ihm zum nahegelegenen Supermarkt und versicherte sich telefonisch bei einer Vertrauensperson, ob er in der Lage sei, seinen Tagesablauf alleine zu bestreiten. Dies wurde bestätigt.
Die Feuerwehr forderte Unterstützung an, um Personen unterzubringen, die nach einem Wohnungsbrand ohne Übernachtungsmöglichkeit waren. Es gelang, die Familie für einige Tage in einem ortsansässigen Hotel unterzubringen. Die Kosten übernimmt in solchen Notfällen die Stadt.
Der Streife fiel ein augenscheinliches Pedelec auf, das mit zwei Personen besetzt war und ohne Muskelkraft fuhr. Das Fahrzeug fuhr vom Großen Biergrund auf dem Fahrradweg parallel zur Berliner Straße in Richtung Marktplatz. Die Streife fuhr einige Meter neben dem Fahrzeug her, der Tacho zeigte 20 Stundenkilometer an. Ein Versicherungskennzeichen war nicht angebracht. Wegen des Verdachts eines fehlenden Versicherungsschutzes wurde das Fahrzeug angehalten und kontrolliert. Eine erste Prüfung des Fahrzeugs ergab, dass dieses bis zu 25 Stundenkilometer schnell war. Es handelte sich um ein Mofa mit Elektroantrieb. Die Personen trugen keinen Helm und fuhren entgegen der Fahrtrichtung. Die Streife belehrte den Fahrer und erklärte ihm die Unterschiede von Pedelec und E-Mofa. Die Stadtpolizei erstellt eine Verkehrsstrafanzeige.
Einsätze und Veranstaltungen
Die Stadtpolizei begleitete in in dieser Woche keine Veranstaltungen.
Ermittlungen und Fundsachen
Auf Anfrage von Ämtern und Behörden führte die Stadtpolizei vier Aufenthaltsermittlungen durch. Hierbei geht es in erster Linie um Überprüfung von Anschriften, an denen dringende behördliche Post aufgrund eines fehlenden Briefkastens oder/und einer fehlenden Klingel nicht zugestellt werden konnte sowie um Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften.
Die Stadtpolizei hat zu den Schließzeiten des Fundbüros diese Woche mehrere Fundsachen entgegengenommen. Bei Verlust bitte an fundbuerooffenbachde wenden.
Ihr Kontakt bei der Stadtpolizei
Servicestelle - 069 8065-2860
Bitte melden Sie Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ohne aktuelle Gefahrenlage, von Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizeioffenbachde
Notfalltelefon - 069 8065-3195
Bitte nur bei wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Eilfällen anrufen. Die Rufnummer muss für Notfälle freigehalten werden, um einen schnellen und hilfreichen Einsatz zu gewährleisten.
Autowracks und Falschparker
Autowracks: Bitte unter 069 8065-2559 oder per E-Mail an autowrackoffenbachde melden.
Falschparker: Diese müssen rechtssicher gemeldet werden. Bitte nutzen Sie hierfür das unten stehende Online-Formular oder laden Sie sich das Formular als PDF herunter und reichen es dann ein. Fügen Sie aussagekräftige Bilder dazu.