Wochenbericht vom 20. bis 26. Juli 2026
Ruhestörungen
Die Stadtpolizei wurde zu 39 Ruhestörungen gerufen, sieben davon in Gastronomiebetrieben.
Hilflose Personen
Die Stadtpolizei kümmerte sich in dieser Woche um fünf hilflose Personen. Drei von ihnen hatten zu viel Alkohol getrunken. In zwei Fällen leisteten die Stadtpolizisten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe.
Einer Streife fiel ein mutmaßlich hilfloser Mann in der Mittelseestraße auf. Er kniete auf dem Gehweg. Bei ihm war ein weiterer Mann, der sich als sein Betreuer ausgab. Ein Atemalkoholtest wurde abgebrochen, weil der Mann den Anschein machte, sich übergeben zu müssen. Da sich sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte, forderte die Streife einen Rettungswagen an und legte ihn in die stabile Seitenlage. Gemäß polizeilichen Eintragungen war der Mann als Drogen-Konsument bekannt. Eine Durchsuchung ergab eine geringe Menge Marihuana. Als der Rettungswagen eintraf, wurde nochmals ein Atemalkoholtest durchgeführt. Dieser ergab 0,18 Promille. Anschließend wurde der Mann in eine Klinik gebracht.
Verkehr
Die Verkehrspolizei hat an 15 Orten mit mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte kontrolliert und in 37 Fällen Verwarn- oder Bußgelder wegen des Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erteilt.
27 Fahrzeuge wurden aufgrund erheblicher Verkehrsstörungen abgeschleppt. Dazu zählen blockierte Feuerwehrzufahrten sowie Ein- und Ausfahrten, zugeparkte Kurvenbereiche oder unberechtigt zugeparkte Schwerbehindertenparkplätze. Für 983 falsch parkende Autos gab es ein Knöllchen.
Für die Zulassungsstelle Offenbach wurden 44 neue Kraftfahrzeuge zur zwangsweisen Abmeldung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, für welche die Versicherung oder die Steuer nicht gezahlt wurden oder welche aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr verkehrssicher sind.
Um die Verantwortlichen von Geschwindigkeitsverstößen festzustellen, führte die Stadtpolizei zwei Ermittlungen an der jeweiligen Wohnadresse von Fahrzeughalter*innen durch oder befragte deren Nachbarschaft.
Streifendienst / Gefahrenabwehr
Der Stadtpolizei wurden fünf mutmaßliche Straftaten gemeldet oder von Streifen aufgedeckt. Eine der Straftaten war ein Verkehrsdelikt und betraf das unerlaubte Entfernen vom Unfallort.
Jemand meldete per Telefon Kinder im Gleisbereich des Bahnhofes in Bieber. Eine Streife eilte sofort dort hin, zeitgleich ließ die Leitstelle Stadtpolizei den Bahnverkehr stoppen und forderte die Bundespolizei an. Vor Ort traf die Streife auf drei Kinder, welche auf dem angrenzenden Bolzplatz spielten und zuvor einen Ball ins Gebüsch neben den Bahngleisen geschossen hatten. Um den Ball dort wieder herauszuholen, waren die Kinder eine Sicherheitstreppe neben den Gleisen hinabgestiegen, hatten aber nicht die Gleise betreten. Die Einsatzkräfte sensibilisierten die Kinder und informierten eine der Mütter. Die Bundespolizei kam hinzu und übernahm die Maßnahme zuständigkeitshalber.
Auf der Wache erschienen in dieser Woche drei Personen, die bei einer körperlichen Auseinandersetzung verletzt wurden. Ein Mann gab an, von vier Männern zusammengeschlagen worden zu sein. Er hatte keinen Ausweis dabei und sprach nur englisch. Ein Atemalkoholtest ergab 0,66 Promille. Der Rettungswagen brachte in in eine Klinik, die Landespolizei-Streife fuhr direkt dorthin. Über die Aufnahmen der Überwachungskamera am Marktplatz konnte die Stadtpolizei keine Schlägerei ermitteln.
Am Folgetag erschien eine betrunkene Frau auf der Wache. Sie hatte eine starke Schwellung über dem rechten Auge. Der Rettungsdienst behandelte die Frau ambulant in der Wache und eine Streife der Landespolizei fuhr die Frau zu ihrer Wohnanschrift nach Frankfurt. Kurze Zeit später meldete sich die Streife und gab an, dass die Frau aufgrund ihres Verhaltens zur Ausnüchterung in polizeiliches Gewahrsam genommen worden war.
Samstags erschien dann ein weiterer Mann auf der Stadtwache. Er gab an, dass er in einer S-Bahn geschlagen worden sei. Er hatte eine offene Wunde über dem rechten Auge, die mit einem Verband notdürftig versorgt und danach gekühlt wurde. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde der Mann in eine Augenfachklinik gebracht.
Eine Streife der Verkehrspolizei wurde von einer Frau ohne Schuhe auf der Straße angesprochen. Sie sei geschlagen worden, berichtete sie. Die Verkehrspolizisten zogen eine Streife der Stadtpolizei hinzu. Als die Streife eintraf, waren die Streitparteien bereits voneinander getrennt. Die Frau hatte blutige Wunden im Gesicht. Sie wollte aber keine Anzeige stellen, da ihr Lebenspartner sie mit dem Tode bedroht habe. Die Streife riet ihr, dies zu tun und zog die Landespolizei hinzu. Der Landespolizei war die Frau bereits bekannt, da es nahezu täglich zu Streit kam.
Eine Frau bat um Hilfe, da jemand ihr WG-Zimmer ohne ihre Zustimmung betreten wollte. Demnach habe der Mann der Vermieterin mehrere Besichtigungstermine für das von der Frau bewohnte Zimmer anberaumt. Die Mieterin habe den Terminen jedoch nicht zugestimmt, der Mann habe sich trotzdem Zugang verschafft. Vor Ort überreichte die Mieterin der Streife zum Beweis einen Textverlauf auf dem Handy, welcher klar darstellte, dass keine Besichtigungstermine erwünscht waren. Währenddessen erschienen mehrere Personen, die die Wohnung besichtigen wollten. Die Streife untersagte dies. Der Mann rief seine Ehefrau an, welche die tatsächliche Inhaberin der Wohnung ist. Zudem begann er damit, die Maßnahme zu filmen. Dies untersagten die Stadtpolizisten. Der Mann drohte der Streife mit einer Anzeige. Die Streife wies ihn an, dass weitere Besichtigungen innerhalb der Wohnung zu unterlassen sind.
Telefonisch wurde eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen am Marktplatz gemeldet. Beim Eintreffen der Streifen schlugen sich vier Personen auf der Straße. Eine Person flüchtete. Eine Streife nahm die Verfolgung zu Fuß auf und fand einen Mann im Büsingpark auf einer Parkbank sitzend. Dieser zitterte und war außer Atem, zudem hatte er eine blutende Wunde an der Hand, welche provisorisch mit einem Wundverband abgedeckt war. Die Streife nahm den Mann mit zum Tatort. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass er nichts mit dem Streit zu tun hatte. Bei der weiteren Sachverhaltsklärung ergab sich, dass der geflüchtete Mann den Geschädigten angegriffen und bei Erblicken der Streife die Flucht ergriffen habe. Der Geschädigte hatte eine Platzwunde an der linken Schläfe und diverse Wunden und Kratzer im Halsbereich. Aufgrund der Verletzungen rief die Leitstelle einen Rettungswagen. Während der Maßnahme trafen mehrere Streifen der Landespolizei ein. Sie hatten den Personen etwa eine halbe Stunde zuvor bereits Platzverweise erteilt. Die Landespolizei übernahm den Einsatz. Da der Täter zu diesem Zeitpunkt noch auf der Flucht war, führte eine Streife der Stadtpolizei eine erneute Fahndung im Umfeld durch. Sie fand ihn und nahm ihn mit zum Tatort. Der Mann hatte eine Platzwunde am Kopfe sowie einen Kratzer am linken Ohr. Für ihn wurde ein zweiter Rettungswagen gerufen.
Gemeldet wurde ein Obdachloser, der sich am Aliceplatz niedergelassen hatte und diesen erheblich verunreinigen würde. Vor Ort traf die Stadtpolizei einen bereits bekannten Mann an. Dieser lagerte wie beschrieben vor Ort, der Bereich war stark vermüllt. Er erhielt einen Platzverweis. Die Streife forderte ihn zudem auf, den Ort zu säubern. Diesen Forderungen kam der Mann nicht nach. Aufgrund seiner Äußerungen sowie des unkooperativenen und aggressiven Verhaltens nahm die Streife ihn in Gewahrsam und brachte ihn zur Durchsetzung des Platzverweises in die Haftzelle des Polizeipräsidiums.
Eine Streife fuhr zu einer Pizzeria, wo ein betrunkener Mann die Mitarbeiter mit Schlägen bedrohte und sich trotz Hausverbot weigerte, den Ort zu verlassen. Die Streife brachte den Mann zu einer Obdachlosenunterkunft.
Einsätze und Veranstaltungen
Die Stadtpolizei begleitete in der Berichtswoche eine Mahnwache zum Jahrestag des Anschlags auf Adolf Hitler. Hier kam es zu keinen nennenswerten Vorkommnissen.
Ermittlungen und Fundsachen
Auf Anfrage von Ämtern und Behörden führte die Stadtpolizei elf Aufenthaltsermittlungen durch. Hierbei geht es in erster Linie um Überprüfung von Anschriften, an denen dringende behördliche Post aufgrund eines fehlenden Briefkastens oder/und einer fehlenden Klingel nicht zugestellt werden konnte sowie um Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften.
Die Stadtpolizei hat zu den Schließzeiten des Fundbüros diese Woche mehrere Fundsachen entgegengenommen. Bei Verlust bitte an fundbuerooffenbachde wenden.
Ihr Kontakt bei der Stadtpolizei
Servicestelle - 069 8065-2860
Bitte melden Sie Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ohne aktuelle Gefahrenlage, von Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizeioffenbachde
Notfalltelefon - 069 8065-3195
Bitte nur bei wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Eilfällen anrufen. Die Rufnummer muss für Notfälle freigehalten werden, um einen schnellen und hilfreichen Einsatz zu gewährleisten.
Autowracks und Falschparker
Autowracks: Bitte unter 069 8065-2559 oder per E-Mail an autowrackoffenbachde melden.
Falschparker: Diese müssen rechtssicher gemeldet werden. Bitte nutzen Sie hierfür das unten stehende Online-Formular oder laden Sie sich das Formular als PDF herunter und reichen es dann ein. Fügen Sie aussagekräftige Bilder dazu.