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Stadt Offenbach

Wochenbericht vom 23. bis 29. Juni 2025

30.06.2025

Ruhestörungen

In den Sommermonaten ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu einem höheren Aufkommen von Ruhestörungen kommt. Die Stadtpolizei verzeichnete in dieser Woche die bisher höchste Anzahl an Ruhestörungen in diesem Jahr. 70 Mal griff die Stadtpolizei bei Ruhestörungen ein. Zehn davon ereigneten sich im häuslichen Umfeld. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Ruhestörungen erst ab 22 Uhr beginnen. Jeder vermeidbare Lärm, der andere Bürger*innen belästigt, muss zu jeder Uhrzeit unterlassen werden.

Die Stadtpolizei beendete Samstagmorgen um kurz vor vier Uhr eine aus dem Ruder gelaufene Geburtstagsfeier und schickte die Gäste nach Hause. Bereits kurze Zeit später meldeten Anwohner*innen, die Feier sei wiederaufgenommen worden. Der Verantwortliche bestritt die erneute Anwesenheit von Gästen in seiner Wohnung und verweigerte den Mitarbeitenden der Stadtpolizei den Zutritt. Als die Stadtpolizei im Hintergrund Hilferufe hörte, betrat sie die Wohnung. Die Schlafzimmertür wurde von innen zugehalten, sodass die Einsatzkräfte mit Kraft agieren mussten, um die zwölf Feiernden aus dem Raum zu entfernen. Dabei überprüften sie, ob unter den Anwesenden Verletzte waren.

Hilflose Personen

Diese Woche wurde die Stadtpolizei zu 19 hilflosen Personen gerufen. Eine der gemeldeten hilflosen Personen lag in einem elektrischen Rollstuhl, der mitten auf der Fahrbahn stand. Als die Stadtpolizei ihn ansprach, reagierte der betrunkene Mann sehr aggressiv und beleidigend und versuchte mit seinem Rollstuhl wegzufahren. Aufgrund seines Alkoholpegels war der Mann nicht in der Lage, dies zu bewerkstelligen. Die Stadtpolizei zog einen Rettungswagen hinzu. 

Eine Streife konnte einen Mann überzeugen, sich in ärztliche Obhut zu begeben und behandeln zu lassen, nachdem dieser Suizidgedanken geäußert hatte.

Verkehr

In dieser Woche kontrollierten die Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes und die Verkehrspolizei an 28 verschiedenen Standorten die Geschwindigkeit. Es kam zu 162 Verstößen, die zu Verwarnungen oder Bußgeldern führten. 2261 Fahrzeuge parkten in dieser Woche falsch oder verstießen gegen andere Verkehrsregeln. 

Für die Zulassungsstelle Offenbach wurden diese Woche 42 neue Kraftfahrzeuge zur Entstempelung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, deren Versicherung oder Steuer nicht bezahlt wurde.

Insgesamt wurden der Stadtpolizei diese Woche nahezu 30 Fälle von erheblichen Verkehrsstörungen, wie blockierten Feuerwehrzufahrten, Ein- und Ausfahrten, zugeparkte Kurvenbereiche und Schwerbehindertenparkplätze gemeldet. 28 Fahrzeuge wurden abgeschleppt.

Während einer Verkehrskontrolle fand die Stadtpolizei in einem Fahrzeug eine geladene Schreckschusswaffe mit Knall- und Pfeffermunition.

Ein E-Scooterfahrer verhielt sich in dieser Woche so auffällig, dass die Stadtpolizei ihn nicht nur kontrollierte, sondern auch einen Alkoholtest durchführte, der positiv verlief.

Gefahrenabwehr / Präventivkontrollen

Mitarbeitende einer Bäckerei meldeten ein hilfesuchendes acht Jahre altes Schulkind, dass den Weg zur Schule nicht fand. Eine Streife brachte das Kind in die Schule. Das Sekretariat kontaktierte im Anschluss die Eltern.

„Haltet den Dieb“-Rufe führten in der Fußgängerzone nach einer kurzen Verfolgung zur Festnahme eines Ladendiebes durch eine Fußstreife der Stadtpolizei.

Erst der zweite Ausruf im Supermarkt führte dazu, dass ein Hundehalter zu seinem Fahrzeug kam, in dem ein Hund bei leicht geöffneten Fenstern aufgrund der direkten Sonneneinstrahlung sehr unruhig wurde. Der Halter wurde wegen des Verstoßes gegen den Tierschutz angezeigt.

Bei der Zwangseinweisung einer Person in ein psychiatrisches Krankenhaus fand die Stadtpolizei in deren Wohnung mehrere legal besessene Waffen, sowie ein Sturmgewehr, das sich illegal im Besitz der Person befand. Die Stadtpolizei nahm alle Waffen bis zur Prüfung der Eignung des Besitzers vorläufig in Verwahrung.

Zwei alkoholisierte Männer, die vor einer Schule Schüler drangsalierten erhielten in dieser Woche einen Platzverweis von der Stadtpolizei. Einer der Männer war zur Fahndung ausgeschrieben, weshalb die Stadtpolizei ihn an die Landespolizei übergab.

Wie bereits in der Woche zuvor, konnte ein fünfjähriges autistisches Kind nur durch beherztes Eingreifen davon abgehalten werden, auf die stark befahrene Berliner Straße zu rennen. Kurz darauf erschien der Vater und nahm das Kind, das nicht auf Ansprache reagiert, an sich. Die Stadtpolizei fertigte einen Bericht für das zuständige Jugendamt an und gab dem Vater den Hinweis, die Wohnung entsprechend zu sichern.

Mehrere Passant*innen meldeten betrunkene und beleidigende Personen am Marktplatz. Als die Streife eintraf, versuchte der Hauptstörer sich zu entfernen. Auf die Ansprache der Streife reagierte der Mann sehr aggressiv und bedrohlich und warf mit Gegenständen nach den Mitarbeitenden der Stadtpolizei. Der Mann versuchte auch mehrfach einen Stadtpolizisten zu schlagen, weshalb er mit Handfesseln fixiert und auf die Wache gebracht wurde, um in Polizeigewahrsam auszunüchtern.

Eine Streife traf einen jungen Mann wohlbehalten zu Hause an, nachdem dessen Ausbildungsbetrieb gemeldet hatte, sich Sorgen um seinen Auszubildenden zu machen, weil dieser weder auf Anrufe noch auf Post reagierte. Der Mann gab gegenüber der Stadtpolizei an, dass das Ausbildungsverhältnis problematisch für ihn sei.

Ein Anrufer informierte die Stadtpolizei über einen verstorbenen Hund im Wald und lieferte Details zum Vorfall. Die Feuerwehr barg den verwesenden Kadaver und transportierte ihn zum Tierheim zur Untersuchung und Auslesung des Chips. Der Anrufer berichtete der Stadtpolizei, dass ihm der Hund kurzzeitig zur Betreuung überlassen wurde. Er bemerkte den schlechten Gesundheitszustand des Tieres und brachte den Hund in eine Tierklinik, in der Kokain im Blut festgestellt wurde. Trotz aller Bemühungen verstarb das Tier in der Tierklinik. Der Besitzer des American Bulldog gab vor, das verstorbene Tier begraben zu wollen, entsorgte den Körper jedoch im Wald. Der Hund des Anrufers konnte den Körper des verstorbenen Hundes aufspüren – daraufhin alarmierte der Mann die Behörden. 

Die Landespolizei forderte Unterstützung bei einem mutmaßlichen Angriff auf Rettungskräfte an. In einem Altenheim stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein dortiger Bewohner nicht mit der Behandlung einer Pflegerin einverstanden war. Im Beisein der Streife ließ er sich schließlich behandeln.

Der Stadtpolizei wurde eine Ruhestörung auf einem Parkplatz im Odenwaldring gemeldet. Dort kam der Streife ein Fahrzeug mit britischer Zulassung entgegen, das zum anderen Ende des Parkplatzes fuhr, als es das Fahrzeug der Stadtpolizei bemerkte. Der Fahrer verließ das Fahrzeug kurze Zeit später. Es kamen noch drei weitere Personen hinzu. Als die Einsatzkräfte die Personen ansprachen, stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht fahrtüchtig war – die Mitarbeitenden der Stadtpolizei konnten eine deutliche Beeinträchtigung des Mannes feststellen. Sie überprüften den Fahrer und ein Atemalkoholtest ergab 2,45 Promille. Die Stadtpolizei belehrte den Fahrer und zog anschließend die Landespolizei hinzu. Diese führte eine Blutentnahme durch und stellte den Führerschein des Fahrers sicher.

Zusätzlich fanden in dieser Woche sieben Hundekontrollen, zwei Durchsetzungen von Hausrecht, ein Platzverweis und zwölf Spielplatzkontrollen statt. In zwölf Fällen erfasste die Stadtpolizei wilde Müllablagerungen und schlichtete vier Streitigkeiten. Die Stadtpolizei traf bei sechs Straftaten erste Maßnahmen bis zur Übergabe an die Landespolizei. Außerdem erfolgten zwei Schulwegkontrollen, drei Schulzuführungen von Schulschwänzern und es wurden zwei nicht angemeldete Feuerwerke gemeldet. Insgesamt registrierte die Stadtpolizei diese Woche 258 Einsätze. Dies ist ein neuer Wochenrekord für die Stadtpolizei.

Veranstaltungen

Die Stadtpolizei und die Landespolizei begleiteten und unterstützten gemeinsam mit der Schutzfrau auf dem Goetheplatz eine öffentliche Fahrradkodierungsaktion. Hierbei wurden insgesamt 24 Fahrräder nach dem FEIN-System kodiert. Das System dient der Diebstahlsicherung und ermöglicht es, gestohlene Fahrräder anhand dieser Nummer ihren rechtmäßigen Besitzer*innen zuzuordnen.

Aufenthaltsermittlungen

Auf Anfrage von Ämtern und Behörden führte die Stadtpolizei zahlreiche Aufenthaltsermittlungen durch. Hierbei geht es in erster Linie um die Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften und um Fälle, in denen dringende behördliche Post aufgrund nichtvorhandener Briefkästen oder Klingeln nicht zugestellt werden konnte.

Fundsachen

Die Stadtpolizei hat zu den Schließzeiten des Fundbüros diese Woche mehrere Fundsachen entgegengenommen. Bei Verlust bitte an fundbuerooffenbachde wenden.


Ihr Kontakt bei der Stadtpolizei

Servicestelle - 069 8065-2860

Bitte melden Sie Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ohne aktuelle Gefahrenlage, von Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizeioffenbachde

Notfalltelefon - 069 8065-3195

Bitte nur bei wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Eilfällen anrufen. Die Rufnummer muss für Notfälle freigehalten werden, um einen schnellen und hilfreichen Einsatz zu gewährleisten.

Autowracks und Falschparker

Autowracks: Bitte unter 069 8065-2559 oder per E-Mail an autowrackoffenbachde melden. 

Falschparker: Diese müssen rechtssicher gemeldet werden. Bitte nutzen Sie hierfür das unten stehende Online-Formular oder laden Sie sich das Formular als PDF herunter und reichen es dann ein. Fügen Sie aussagekräftige Bilder dazu.

  • Dezernat IV

    Stadtpolizei

    Die Stadtpolizei sorgt rund um die Uhr für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Offenbach am Main. Die objektive, messbare Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl sind wesentliche Elemente der Lebensqualität. Die Stadtpolizei sorgt dafür, dass Sie sich sicher fühlen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Offenbach am Main.

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