Platzverweise, ein Rapp-Videodreh und Fastnacht – der Februar bei der Stadtpolizei
10.03.2026
Die Einsätze der Stadtpolizei waren im Februar sehr vielfältig: Mehrfach musste sie Platzverweise erteilen und zwei Personen sogar in Gewahrsam nehmen. Eine pöbelnde Personengruppe entpuppte sich als ein Musikvideo-Dreh eines bekannten Rappers und beim Fastnachtsumzug in Bürgel war sie mit 17 Kräften im Einsatz.
Ruhestörungen
Im Februar meldeten Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 22 Ruhestörungen pro Woche in Gaststätten, Privathäusern und öffentlichen Plätzen.
In der zweiten Februarwoche gab es allein elf Ruhestörungen aufgrund von privaten Faschingsfeiern.
Hilflose Personen
Die Stadtpolizei wird regelmäßig zu hilflos wirkenden Menschen gerufen. Im Februar waren das zwischen zwei und sieben hilflose Personen pro Woche.
Anfang Februar meldete ein Bürger einen am Boden liegenden Mann. Der bereits bekannte Mann schlug um sich, trat und schrie. Er verhielt sich zudem gegenüber Passanten und der Streife verbal aggressiv. Er wurde schließlich in eine psychiatrische Abteilung gebracht.
Bei einer Person mit defekten Elektrorollstuhl in der B-Ebene organisierte die Rettungsleitstelle einen Krankentransport zu der Wohnadresse. Der defekte Rollstuhl wurde auf die Stadtwache gebracht und am nächsten Tag abgeholt.
Zu Hilfe kamen die Streifen auch zwei betrunkenen Männern. Für beide musste ein Rettungswagen gerufen werden. Bei einem, weil er über starke Schmerzen im Bauchbereich klagte, bei dem anderen weil ein extrem hoher Alkoholwert von 4,42 Promille festgestellt wurde.
Verkehr
Die Verkehrspolizei kontrollierte pro Woche an bis zu 42 verschiedenen Orten die Geschwindigkeit und leitete zwischen 73 und 150 Verfahren wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit ein.
Besonders viele Knöllchen wegen Falschparkens gab es Anfang Februar, es waren 1.776. Bis zu 35 Fahrzeuge pro Woche wurden aufgrund erheblicher Verkehrsbehinderungen abgeschleppt. Allein für den Faschingsumzug in Bürgel mussten die Einsatzkräfte 17 Fahrzeuge abschleppen lassen. Viele Halterinnen und Halter hatten sich nicht an die dortigen Verkehrsverbote gehalten. Die Stadt- und Verkehrspolizei klingelte zwar bei vielen Halterinnen und Haltern, erreichte aber nicht alle.
Für die Zulassungsstelle Offenbach wurden im Februar 127 Fahrzeuge zur Entstempelung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, für welche die Versicherung oder die Steuer nicht gezahlt wurde oder welche aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr verkehrssicher sind.
Streifendienst und Gefahrenabwehr
Mehrfach war die Stadtpolizei im Februar im Auftrag von Ämtern oder Institutionen unterwegs. Zweimal überprüfte sie im Auftrag des Sozialamtes Personen, die nicht auf Anschreiben reagierten. Dabei forscht die Stadtpolizei zunächst bei Krankenhäusern und Rettungsleitstellen nach deren Verbleib. Da in diesen beiden Fällen die Nachforschungen ergebnislos blieben, musste sie die jeweiligen Wohnungen öffnen lassen. Sie fand die Personen tot vor. Auch die Nachforschungen im Auftrag einer Wohnungsgesellschaft, die auffällige Gerüche aus einer Wohnung gemeldet hatte, verliefen ohne Ergebnis. Eine Streife ließ sich die Wohnungstür von einem Schlüsseldienst öffnen und fand eine tote Frau vor, die bereits etwa zwei Wochen zuvor verstorben war.
Bei zwei weiteren Personen kam die Hilfe rechtzeitig: Aufmerksame Menschen meldeten, dass ein Nachbar seit Tagen nicht mehr gesehen wurde. Nachdem die Feuerwehr das Türschloss aufgebrochen hatte, fand die Streife den Bewohner hilflos neben seinem Bett und rief sofort einen Rettungswagen. Eine ältere Dame, die wohl schon Opfer häuslicher Gewalt geworden war, wurde von einer Streife und einer Mitarbeiterin des Sozialamtes in ihrer Wohnung aufgesucht. Auch hier musste die Feuerwehr die Tür öffnen, da niemand auf Klopfen und Klingeln reagierte. Die Frau lag körperlich geschwächt und verängstigt im Bett. Sie wurde in eine Klinik gebracht und an ein Frauenhaus vermittelt.
Für die Uniklinik Frankfurt fuhr eine Streife nachts los, um einer Frau mitzuteilen, dass eine Spenderniere bereitstehe. Die Streife traf die Frau nicht an, Nachbarn vermuteten sie sei im Dialysezentrum.
Anfang Februar beauftragte das Veterinäramt die Stadtpolizei nach einem Hund zu schauen, der offenbar seit längerem alleine in einer Wohnung war. An der Wohnungstür hörte die Streife leises Winseln. Da niemand auf Klingeln und Klopfen reagierte und ein Nachbar bestätigte, dass der Hund seit etwa zehn Tagen alleine sei, betrat die Streife die Wohnung. Der Hund war im Wohnzimmer eingeschlossen, ohne Zugang zu Wasser und Futter. Der Hund wurde vom Veterinäramt in Obhut genommen.
Mehrere Platzverweise und Ingewahrsamnahmen gab es vor allem in der zweiten Februarwoche. Ein Mann wollte eine Spielhalle nicht verlassen. Vor Ort diskutierte er mit dem Betreiber und war sowohl diesem als auch der Streife gegenüber aggressiv. Er erhielt einen Platzverweis. Da er diesen aber missachtete und sich weiterhin aggressiv verhielt, kam er nach Rücksprache mit dem zuständigen Richter in Haftgewahrsam. In einem Bus randalierte ein Mann. Als eine Streife eintraf, lag dieser auf dem Boden und konnte nicht mehr aufstehen. Zuvor hatte er nach Angaben des Busfahrers im Bus uriniert und Fahrgäste belästigt. Er verhielt sich auch der Streife gegenüber aggressiv und schlug in deren Richtung. Die Streife fixierte ihn und nahm ihn in Gewahrsam. Ebenfalls betrunken war ein Mann, der in einem Hotel Gäste belästigte. Er musste sein Zimmer räumen und erhielt einen Platzverweis.
In der zweiten Februarwoche unterstützte die Stadtpolizei den Zoll bei einer Bardurchsuchung. Dabei fand sie ein illegales Spielgerät und stellte dies sicher.
Erste Hilfe leistete eine Streife bei einem Kind, das im Komm-Center aus einer oberen Etage ins Untergeschoss gestürzt war. Zudem sicherten mehrere Einsatzkräfte die Unfallstelle bis zum Abschluss der medizinischen Versorgung am Schadensort ab.
In der Hermann-Steinhäuser-Straße wurde eine Gruppe von Personen gemeldet, die eine weitere Person anpöbeln würden. Eine Streife fuhr zum besagten Ort und traf auf einen bekannten Rapper, der zusammen mit anderen ein Musikvideo drehte. Sie mussten den Ort verlassen und den Videodreh auf ein Privatgelände verlegen.
Aufgrund des starken Schneefalls am 19. Februar kam es zu vier Einsätzen der Stadtpolizei. Umgestürzte Bäume und herabgefallene große Äste führten zu teilweise unpassierbaren Gehwegen, zudem wurde ein Wohnmobil beschädigt. Die Streifen leiteten die notwendigen Maßnahmen ein.
Beim Fastnachtsumzug in Bürgel waren 17 Stadtpolizisten im Einsatz. Sie kümmerten sich um die Verkehrsabsperrung und -lenkung, zudem wurde ein Eingreif- und Sicherungstrupp für den Fall von Streitigkeiten oder medizinischen Notfällen vorgehalten. Am frühen Morgen begleitete eine Streife den traditionellen Weckruf des Spielmannszuges.
Zwei von einer Grundschule als vermisst gemeldete Kinder wurden bei einer sofort eingeleiteten Fahndung nach etwa einer Stunde in einem nahegelegenen Spielzeugladen gefunden.
In der letzten Februarwoche meldete ein Ladendetektiv einen Dieb, der mehrere Kleidungsstücke gestohlen haben soll. Die Stadtpolizei fand bei ihm eine Kneifzange, mit der man Sicherungsetiketten an Kleidungsstücken entfernen kann. Die Landespolizei wurde hinzugezogen. Am nächsten Abend bedrohte der Mann Mitarbeiter des Ladens, die Stadtpolizei nahm in erneut mit und übergab ihn der Landespolizei.
Aufenthaltsermittlungen
Die Stadtpolizei musste auch im Februar diverse Aufenthaltsermittlungen durchführen. Hierbei geht es in erster Linie um die Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften und um Fälle, in denen dringende behördliche Post aufgrund fehlender Briefkästen oder Klingeln nicht zugestellt werden konnte.
Hintergrund
Die Stadtpolizei gehört zum Offenbacher Ordnungsamt und berichtet auf dem städtischen Internetauftritt unter wöchentlich über ihre Einsätze. Darüber hinaus gibt sie einmal im Monat über den Presse-Newsletter einen Überblick über die Einsätze im vorherigen Monat. Im Monatsbericht kann nur eine gekürzte Auswahl der Einsätze aufgenommen werden. Wer sich für die ausführlichen Wochenberichte interessiert, kann alle auf der Internetseite der Stadtpolizei nachlesen.
Mehr Infos:
Die ausführlichen Wochenberichte:
Erreichbarkeit der Stadtpolizei:
Ihr Kontakt bei der Stadtpolizei
Servicestelle - 069 8065-2860
Bitte melden Sie Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ohne aktuelle Gefahrenlage, von Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizeioffenbachde
Notfalltelefon - 069 8065-3195
Bitte nur bei wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Eilfällen anrufen. Die Rufnummer muss für Notfälle freigehalten werden, um einen schnellen und hilfreichen Einsatz zu gewährleisten.
Autowracks und Falschparker
Autowracks: Bitte unter 069 8065-2559 oder per E-Mail an autowrackoffenbachde melden.
Falschparker: Diese müssen rechtssicher gemeldet werden. Bitte nutzen Sie hierfür das unten stehende Online-Formular oder laden Sie sich das Formular als PDF herunter und reichen es dann ein. Fügen Sie aussagekräftige Bilder dazu.