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Stadt Offenbach

Drogen, Randale und ein SEK-Einsatz – die Stadtpolizei hatte am Jahresanfang einiges zu tun

10.02.2026 – Im Januar war die Stadtpolizei wieder bei vielen Einsätzen gefordert: Bürger meldeten Jugendliche, die Cannabis rauchten sowie betrunkene und randalierende Personen. Bei der Überprüfung eines Tierhalteverbots eskalierte die Situation, sodass das Spezialeinsatzkommando aus Frankfurt gerufen werden musste. 

Ruhestörungen 

Im Januar meldeten Bürgerinnen und Bürger zwischen neun und 36 Ruhestörungen pro Woche in Gaststätten, Privathäusern und öffentlichen Plätzen. 

Eine Ruhestörung in der vorletzten Januarwoche entpuppte sich als häusliche Gewalt. Als eine Streife am Mitteilungsort eintraf, nahm sie einen Mann in einem Fahrzeug wahr, der beim Anblick der Streife den Motor zunächst ausschaltete und sofort wieder einschaltete. Aufgrund des engen zeitlichen und örtlichen Zusammenhangs mit dem gemeldeten Streit kontrolliert sie ihn. Er hatte Kratz- und Schürfwunden im Gesicht und gab zu, dass er einen Streit mit seiner Lebensgefährtin gehabt und Alkohol getrunken habe. Ein Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 1,25. Die Streife suchte zusammen mit dem Mann seine Wohnung auf und traf dort seine Lebensgefährtin an, die eine deutlich geschwollene Lippe hatte. Der Mann wurde auf das Polizeirevier gebracht. 

Hilflose Personen 

Die Stadtpolizei wird regelmäßig zu hilflos wirkenden Menschen gerufen. Im Januar waren das zwischen fünf und 16 hilflose Personen. Dabei handelte es sich auch um kranke oder verwirrte Menschen, die medizinische Hilfe benötigten. 

Verkehr

Die Verkehrspolizei kontrollierte pro Woche an bis zu 62 verschiedenen Orten die Geschwindigkeit und leitete zwischen 53 und 183 Verfahren wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit ein. 

Besonders viele Knöllchen wegen Falschparkens gab es in der vorletzten Januarwoche, es waren 2.406. Bis zu 18 Fahrzeuge wurden aufgrund erheblicher Verkehrsbehinderungen pro Woche abgeschleppt. Für die Zulassungsstelle Offenbach wurden im Januar 155 Fahrzeuge zur Entstempelung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, für welche die Versicherung oder die Steuer nicht gezahlt wurde oder welche aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr verkehrssicher sind.

Ende Januar gab es in der Bettinastraße einen erheblichen Rückstau, der bis auf die Kaiserstraße reichte. Der Grund war ein Abschleppwagen, der quer zur Fahrbahn stand und einen Wagen von einem Carsharing-Parkplatz abschleppen wollte. Der betroffene Autofahrer war ebenfalls vor Ort. Der Fahrer des Abschleppwagens weigerte sich, dessen Auto wieder abzuladen, weil der Autofahrer nicht in der Lage war die Rechnung vor Ort zu zahlen. Der Anweisung der Stadtpolizei, das Auto zu entladen und die Fahrbahn freizugeben, kam er nicht nach. Er beharrte auf das Rückhaltungsrecht gemäß BGB. Die Stadtpolizei belehrte ihn, dass dies in diesem Fall nicht gelte, weil der Fahrer einen festen Wohnsitz in Deutschland habe. Erst als die Landespolizei dem Mitarbeiter der Abschleppfirma die gleichen Anweisungen gab, entlud er das Auto. Gegen den Mitarbeiter wurden Anzeigen eingeleitet. Geprüft wird zudem, ob er für den Einsatz der Stadtpolizei und die erheblichen Busverspätungen aufkommen muss. 

Streifendienst und Gefahrenabwehr

Im Januar gab es einige Fälle von Drogen- und Alkoholmissbrauch. Gleich in der ersten Januarwoche wurden Jugendliche auf der Fluchttreppe eines Supermarktes gemeldet, die Drogen konsumieren würden. Eine Streife traf fünf junge Menschen an, umgeben von Cannabis-Geruch. Die Streife fand insgesamt 33 Gramm Cannabis und einen Schlagstock. Entsprechende Anzeigen waren die Folge. 

Im Bereich der S-Bahnstation Marktplatz untersuchte eine Streife zwei Personen. Sie hatten angeblich Heroin konsumiert. Die Streife fand jedoch keine Drogen, stattdessen einen Teleskopschlagstock, ein Pfefferspray sowie Ausweisdokumente, die nicht der durchsuchten Frau gehörten. Die drei Sachen wurden beschlagnahmt und an die zuständigen Stellen gemeldet. 

In der vorletzten Januarwoche wurde eine hilflose Frau am Straßenrand gemeldet. Ihr schläfriges und orientierungsloses Verhalten deutete auf den Konsum von Betäubungsmitteln hin, daher forderte die Streife einen Rettungswagen an. Währenddessen traf ein Mann ein, der ebenfalls einen verlangsamten und verwirrten Eindruck machte. Als er mit einer Person telefonierte, nahm die Streife über den Lautsprecher eine verlangsamte und verwirrte Stimmungslage wahr. Auf Nachfrage äußerte die Person am Telefon, dass alle Ketamin konsumiert hätten. Eine Streife fuhr zur Wohnung, wo sie zwei Frauen antraf, eine davon war minderjährig. Sie stellte eine erhebliche Menge Ketamin sicher. Die Minderjährige und die Betäubungsmittel wurden an die Landespolizei übergeben. 

Im Januar musste sich die Stadtpolizei um einige betrunkene Menschen kümmern. Eine Streife wurde zu einem Mann gerufen, der so betrunken war, dass er weder sprechen noch eigenständig gehen konnte. Er hatte keinen Ausweis dabei, sodass die Streife ihn zunächst auf das Revier der Landespolizei brachte. Mittels Fingerabdrücke konnte diese die Identität feststellen und brachte den Mann erstmal in einer Ausnüchterungszelle unter. 

Ebenfalls in den ersten Januartagen rückte eine Streife zu einer Bäckerei aus. Eine betrunkene Frau weigerte sich den Laden zu verlassen. Die Streife musste sie unter Zwang rausbegleiten, wobei sie mehrmals einer Stadtpolizistin gegen das Schienbein trat. Auf der Wache beleidigte sie die Stadtpolizisten und verteilte weiterhin Tritte. Ein Rettungswagen musste sie schließlich in eine Klinik bringen, wo sie psychisch untersucht wurde. Am Folgetag erschien sie nüchtern auf der Wache, um sich zu entschuldigen. 

Ein betrunkener Vater war mit seinen Kindern Mitte Januar unterwegs. Passanten meldeten, dass die Kinder mehrfach auf die Straße gerannt seien. Vor den Augen einer Streife entsorgte er eine Bierflasche in einem Gebüsch, eine weitere leere Bierflasche lag im Kinderwagen. Ein Stadtpolizist erklärte dem Vater die Ernsthaftigkeit der Situation, während der zweite auf die Kinder aufpasste. Der Vorgang wurde dem Jugendamt gemeldet. 

Ebenfalls betrunken war ein Mann, der eine Polizeimaßnahme durch Schreie und Gitarrenspiel störte. Zuvor hatte er bereits Passanten belästigt. Da er sich nicht an den Platzverweis hielt, kam er ins zentrale Polizeigewahrsam und schließlich in eine Ausnüchterungszelle. Ende Januar musste ebenfalls ein Mann zur Ausnüchterung in eine Haftzelle, er war zunächst am Marktplatz aufgefallen und später auf der Fahrbahn im Bereich der Bieberer Straße schwankend unterwegs. 

Eine Kontrolle bezüglich eines Tierhalteverbots eskalierte am Monatsanfang: die Anwohnerin beleidigte die Streife und bewarf sie mit Gegenständen. Auch Beamte der Landespolizei konnten sie nicht beruhigen. Als sie schließlich mit dem Gebrauch einer Schusswaffe drohte, mussten die Einsatzkräfte das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Frankfurt hinzuziehen. Mehrere Streifen sperrten und sicherten das Umfeld ab, während das SEK die Wohnung zwangsweise betrat. Die Frau kam schließlich in eine Psychiatrie und der Hund in behördliche Obhut. 

Ebenfalls aggressiv reagierte eine randalierende Frau im Bereich der Richard-Wagner-Straße. Sie spuckte und trat die Stadtpolizisten und musste schließlich fixiert und mit einer Spuckschutzhaube versehen werden. Da die Frau versuchte, sich selbst zu verletzen, indem sie ihren Kopf auf den Boden aufschlug, brachte man sie in eine psychiatrische Einrichtung. 

Bei zwei Einsätzen in der vorletzten Januarwoche musste die Stadtpolizei zwei Menschen ebenfalls in einer psychiatrischen Klinik vorstellen. Ein bereits durch unzählige Vorfälle bekannter Mann schlug auf Fahrzeuge ein und eine ebenfalls der Stadtpolizei bekannte Frau bedrohte ihren Vater. 

In die Psychiatrie kam am Monatsende auch ein Mann, der Familienmitglieder bedrohte. Zudem erhielt er eine Wohnungsverweisung. Bei einem weiteren Fall von mutmaßlicher häuslicher Gewalt traf die Stadtpolizei auf eine Mutter mit zwei Kindern. Die Mutter erklärte, der Sohn sei wiederholt zu spät gekommen und es habe deswegen Streit gegeben. Der Sohn wiederum erklärte, er sei von seiner Mutter und Schwester geschlagen worden. Der Junge wurde über den Bereitschaftsdienst des Jugendamtes in einer Hilfseinrichtung untergebracht. Die Landespolizei leitete eine Strafanzeige ein. 

Am Sana-Klinikum kam es zu einer Auseinandersetzung, als ein Fahrzeug abgeschleppt werden sollte. Eine Streife schlichtete den Streit zwischen dem Fahrer des betroffenen Autos und dem Mitarbeiter des Abschleppdienstes. Beide stellten keine Strafanzeigen. 

Für einen Bewohner in einem Mehrfamilienhaus kam jede Hilfe zu spät, als eine Nachbarin der Stadtpolizei eine starke Geruchsbelästigung meldete. Bereits im Aufzug nahm die Streife Verwesungsgeruch wahr. Nachdem die Feuerwehr die Wohnungstür geöffnet hatte, fand die Streife den Bewohner tot vor, der Verwesungsprozess hatte bereits eingesetzt. Die Landespolizei wurde hinzugezogen. 

Glück hingegen hatte ein demenzkranker Mann, eine Bekannte bat die Stadtpolizei nach ihm zu schauen, nachdem dieser sich mehrere Tage nicht mehr gemeldet hatte. Eine Streife fand ihn, nachdem sie die Tür zwangsweise geöffnet hatte, in der Wohnung auf dem Boden liegend. Alle Heizkörper waren voll aufgedreht, Herd und Backofen eingeschaltet. Ein Rettungswagen wurde gerufen und die Streife stellte alle Geräte ab und drehte die Heizkörper herunter. 

Aufenthaltsermittlungen

Die Stadtpolizei musste auch im Januar diverse Aufenthaltsermittlungen durchführen. Hierbei geht es in erster Linie um die Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften und um Fälle, in denen dringende behördliche Post aufgrund fehlender Briefkästen oder Klingeln nicht zugestellt werden konnte.

Hintergrund

Die Stadtpolizei gehört zum Offenbacher Ordnungsamt und berichtet auf dem städtischen Internetauftritt unter www.offenbach.de/stadtpolizei wöchentlich über ihre Einsätze. Darüber hinaus gibt sie einmal im Monat über den Presse-Newsletter einen Überblick über die Einsätze im vorherigen Monat. Im Monatsbericht kann nur eine gekürzte Auswahl der Einsätze aufgenommen werden. Wer sich für die ausführlichen Wochenberichte interessiert, kann alle unter www.offenbach.de/stadtpolizei-berichte nachlesen. 

Mehr zur Erreichbarkeit der Stadtpolizei: www.offenbach.de/stadtpolizei-kontakte


Ihr Kontakt bei der Stadtpolizei

Servicestelle - 069 8065-2860

Bitte melden Sie Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ohne aktuelle Gefahrenlage, von Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizeioffenbachde

Notfalltelefon - 069 8065-3195

Bitte nur bei wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Eilfällen anrufen. Die Rufnummer muss für Notfälle freigehalten werden, um einen schnellen und hilfreichen Einsatz zu gewährleisten.

Autowracks und Falschparker

Autowracks: Bitte unter 069 8065-2559 oder per E-Mail an autowrackoffenbachde melden. 

Falschparker: Diese müssen rechtssicher gemeldet werden. Bitte nutzen Sie hierfür das unten stehende Online-Formular oder laden Sie sich das Formular als PDF herunter und reichen es dann ein. Fügen Sie aussagekräftige Bilder dazu.

  • Dezernat IV

    Stadtpolizei

    Die Stadtpolizei sorgt rund um die Uhr für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Offenbach am Main. Die objektive, messbare Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl sind wesentliche Elemente der Lebensqualität. Die Stadtpolizei sorgt dafür, dass Sie sich sicher fühlen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Offenbach am Main.

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