Schlosspark Rumpenheim wird künftig nachhaltig bewässert: Bau der Anlage zum Sammeln von Regenwasser hat begonnen
17.10.2025
Die Arbeiten zur Umsetzung der nachhaltigen Bewässerungsmöglichkeit für die Nachpflanzungen im Schlosspark Rumpenheim mit Regenwasser haben nun begonnen.
Aufgrund wiederholter Baumverluste infolge von Trockenheit sollen nächstes Jahr rund 100 klimaresiliente Bäume gemäß Gehölzentwicklungskonzept gepflanzt werden. Diese Jungbäume benötigen in den ersten fünf Jahren eine effiziente Wasserversorgung, die durch das neue System ohne Nutzung von Trinkwasser gewährleistet werden soll.
Anfang des Jahres haben die Stadtverordneten dem Bau der Anlage zugestimmt. Aktuell wurden bereits Sondierungsmaßnahmen zur Erkundung des Wurzelverlaufes der Altbäume durchgeführt. Zudem wurden bereits erste Regenwassersammelleitungen und Kontrollschächte gesetzt.
„Wir versorgen künftig die Bäume im Schlosspark Rumpenheim auf trinkwasserschonende Weise“, erläutert Baudezernent Paul-Gerhard Weiß. „Dabei wird das Regenwasser der umliegenden Gebäude gesammelt.“
Baudezernent Paul-Gerhard WeißIch freue mich, dass wir dieses innovative Projekt zum Erhalt des denkmalgeschützten Parks nun umsetzen können.
Herzstück des Systems ist eine Zisterne mit über 60 Kubikmetern Fassungsvermögen. Die Leitungsarbeiten für die Ringleitung und der Einbau der Zisterne werden in den kommenden Wochen durchgeführt. Die Verlegung der rund 1000 Meter langen Wasserleitung zu den 13 Wasserentnahmestellen erfolgt im dichtbewachsenen Parkbereich im Spülbohrverfahren. Bei dieser Art der Verlegung wird die Leitung mittels Wasserstrahl durch den Boden vorangetrieben, ohne die Oberfläche stark zu beschädigen. Dies bewirkt, dass die bestehenden Baumwurzeln geschützt und das Risiko von Wurzelverletzungen reduziert werden. Zusätzlich werden Lagerflächen für Bodenaushub minimiert.
Sollte das Fassungsvermögen der Zisterne in regenreichen Zeiten nicht ausreichen, wird das überschüssige Wasser über eine Verrieselungsanlage in den Park geleitet und dient so zusätzlich der Versorgung der Vegetation und der Grundwasseranreicherung.
Die Arbeiten werden gezielt im Zeitraum der Vegetationsruhe, im Herbst und Winter, durchgeführt. Im November wird mit dem Aushub der Baugrube und dem Einbau der Zisterne der größte sichtbare Bauabschnitt erkennbar sein.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Januar 2026 abgeschlossen sein. Während der Bauphase werden die Anwohnenden regelmäßig über den Baufortschritt informiert.
Aufgrund der Leitungsarbeiten ist im Bereich der Breiten Straße in den nächsten Wochen mit eingeschränkten Park- und Zufahrtsmöglichkeiten zu rechnen, die entsprechende Beschilderung wird in den nächsten Tagen gestellt.
Das Projekt wird mit rund 250.000 Euro vom Bund gefördert.