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Stadt Offenbach

Transform-R: Reallabor mit einem erfolgreichen Fest eröffnet

15.07.2026

Die Stadt Offenbach hat das Reallabor „transform-R“ am 2. Juli 2026 mit einem bunten Fest am Wendehammer Gabelsbergerstraße offiziell eröffnet. Rund 200 Anwohnerinnen und Anwohner sowie Interessierte nutzten den Tag, um sich über die geplanten Maßnahmen zu informieren und erste Rückmeldungen zu geben.

Das auf zunächst ein Jahr angelegte Projekt „transform-R“ erprobt, wie die Aufenthaltsqualität im dicht bebauten Senefelderquartier erhöht und der Durchgangsverkehr reduziert werden kann. 

Bürgermeister Andreas Bruszynski wirkte bei der Pflanz-Aktion mit.

Tatkräftig unterstützt vom Stadtservice der Stadtwerke Offenbach füllte sich die Straße auf dem Wendehammer für den Nachmittag mit Bildern aus Kreide, spielenden Kindern, Musik und Pflanzen – ein Vorgeschmack auf ein verkehrsberuhigtes und lebenswertes Quartier. Mitarbeitende der Stadt Offenbach und des Büros Planersocietät standen für Fragen und Anmerkungen bereit. Für Unterhaltung sorgten das Quartiersmanagement mit Riesenseifenblasen und die Landespolizei mit einem kurzweiligen Verkehrsparcours für die Kleinsten. Die Initiative Honjok lud zudem dazu ein, Kästen zu bepflanzen, die anschließend im Quartier verteilt wurden. Bei dieser Aktion wirkte auch Bürgermeister Andreas Bruszynski aktiv mit.  

In seiner Eröffnungsrede hob Bürgermeister Bruszynski hervor: „Das Projekt zielt darauf ab, das gründerzeitliche Viertel wieder stärker für seine Anwohnerinnen und Anwohner nutzbar zu machen. Aktuell befinden wir uns in der Testphase. Wir wollen mit den Änderungen herausfinden, ob die Maßnahmen die Aufenthaltsqualität verbessern und wie diese von den Anwohnerinnen und Anwohnern angenommen werden.“ Er dankte dem Regionalverband FrankfurtRheinMain für die umfangreiche Unterstützung sowie die enge fachliche und kommunikative Begleitung. Bruszynski lud die Bürgerinnen und Bürger ein, sich weiterhin zu beteiligen und an der bereits laufenden Onlineumfrage teilzunehmen.

Diagonalsperre in der Schäferstraße.

Georgios Kontos, Leiter der Abteilung Mobilität beim Regionalverband FrankfurRheinMain, unterstrich in seinen Grußworten die Bedeutung der Bürgerbeteiligung sowie die Zusammenarbeit von Kommune und Wissenschaft. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Goethe-Universität Frankfurt am Main trage dazu bei, dass die Erkenntnisse aus dem Reallabor zum Vorbild für die gesamte Region werden können. 

Bereits seit Mitte Juni laden Stadtmöbel an verschiedenen Orten des Senefelderquartiers zum Entdecken und Verweilen ein. Die Modalfilter, die den Durchgangsverkehr für Autos auf umliegende Hauptstraßen lenken sollen, waren zum Zeitpunkt des Fests noch in der Bauphase. Inzwischen sind diese fertiggestellt und für den Fuß- sowie Radverkehr passierbar. 

QR-Codes an den Stadtmöbeln führen direkt zu einer Onlineumfrage, über die Bürgerinnen und Bürger einzelne Standorte und das Gesamtprojekt bewerten können. Informationen zu weiteren Beteiligungsmöglichkeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

Hintergrund: 

Die Stadtverordneten haben im September 2024 die Teilnahme am Forschungsprojekt „transform-R“ beschlossen. Transform-R ist ein vom Regionalverband FrankfurtRheinMain initiiertes und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördertes Projekt, mit dem übergeordneten Ziel, die Energie- und Mobilitätswende in der Region Frankfurt Rhein-Main voranzutreiben.  

Neben ökologischen Gesichtspunkten stehen dabei soziale Aspekte und die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen im Mittelpunkt. Ziel des Projekts ist es, aus Modellprojekten - so genannte „Reallabore“- Erkenntnisse über Möglichkeiten einer Beschleunigung der Mobilitätswende zu gewinnen. Sie sollen beispielgebend sein und Handlungsschritte aufzeigen, mit denen auch andere Städte neue Wege gehen können, den öffentlichen Raum sozialgerechter und klimafreundlicher zu gestalten. Projektpartner des Regionalverbands sind die Goethe-Universität Frankfurt, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) sowie das ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung.

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