transform-R – Stadtviertel lebenswert und sozial-gerecht gestalten
Wie kann die Mobilität in einem Stadtviertel so gestaltet werden, dass die Aufenthaltsqualität verbessert wird? Das möchte die Stadt Offenbach im Projekt „transform-R“ des Regionalverbands FrankfurtRheinMain erproben. Durch ein Reallabor, also dem praktischen Ausprobieren vor Ort, sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um Stadtviertel lebenswerter, ökologischer und sozial gerechter zu gestalten.
Neue Wege für das Senefelderquartier
Das Projektgebiet
Das Projektgebiet umfasst das Senefelderquartier und die Unterführung zwischen Bismarckstraße und Marienstraße (westlich des Hauptbahnhofs, in Verlängerung der Luisenstraße).
Was passiert konkret?
Grundlage der Maßnahmen bieten die Erhebungen und Untersuchungen, die seit Anfang 2024 durchgeführt wurden sowie die umfangreiche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden.
Wer entscheidet?
Die frühzeitige Beteiligung der Menschen vor Ort ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Besonders wichtig sind dabei die Perspektiven derjenigen, die sich täglich im Quartier bewegen. Bereits Anfang 2024 führte die Goethe-Universität Frankfurt eine erste Haushaltsbefragung durch. Dabei wurden Bewohnerinnen und Bewohner zu zentralen Themen des Projekts befragt. Ab Mitte 2025 wurde die Beteiligung weiter ausgebaut:
- 15. bis 30. September 2025: Online-Umfrage
Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Wünsche und Anregungen zur Mobilität und Aufenthaltsqualität im Senefelderquartier einbringen. 326 Personen beteiligten sich daran. Die Ergebnisse sind hier zusammengefasst: Ergebnisse PDF-Datei 1,69 MB - 24. Oktober 2025: Workshop im Quartier
Im Anschluss an die Umfrage wurden gemeinsam mit Bürger:innen Ideen für das Reallabor entwickelt. Rund 25 Personen nahmen teil und diskutierten unter drei Leitfragen über Herausforderungen und Chancen im Quartier. Die wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden zusammengefasst:
„Was ist Ihnen für das Reallabor wichtig“?
„Was wünschen wir uns wo im Quartier“?
„Das Senefelderquartier: Blick in die Zukunft“
FAQ
Der Laborcharakter bringt es mit sich, dass viel ausprobiert wird, mitgestaltet werden kann und soll um gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern die bestmögliche Lösung zu entwickeln. Hier greifen wir häufige Fragen und Einwände auf und ordnen sie ein.
Was versteht man unter einem Reallabor?
Gibt es eine wissenschaftliche Grundlage?
Hintergrund
Die Stadtverordneten haben im September 2024 die Teilnahme der Stadt Offenbach am Forschungsprojekt „transform-R“ des Regionalverbands FrankfurtRheinMain beschlossen. Das Projekt hat das Ziel, innovative Ansätze für eine klimafreundliche Mobilität zu erforschen und weiterzuentwickeln. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Neugestaltung des öffentlichen Raums – denn Straßen, Plätze und Wege sind nicht nur Verkehrsflächen, sondern auch Lebensräume. Im Fokus stehen soziale Aspekte wie eine gerechte und bedarfsgerechte Verteilung der Flächen zwischen allen Verkehrsteilnehmenden sowie die Steigerung der Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Kommunen und Landkreise werden gezielt dabei unterstützt, nachhaltige Mobilitätslösungen und wirksamen Klimaschutz vor Ort umzusetzen und so die Verkehrswende aktiv mitzugestalten.
Im Rahmen des Forschungsprojekts wird das Reallabor dabei intensiv wissenschaftlich begleitet. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Neben dem Regionalverband FrankfurtRheinMain sind an der Projektumsetzung die Goethe-Universität Frankfurt am Main, das ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung und das ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung beteiligt. Unterstützt wird die Umsetzung in Offenbach zudem durch das Verkehrsplanungsbüro Planersocietät.