transform-R – Stadtviertel lebenswert und sozial-gerecht gestalten
Wie kann die Mobilität in einem Stadtviertel so gestaltet werden, dass die Aufenthaltsqualität verbessert wird? Das möchte die Stadt Offenbach im Projekt „transform-R“ des Regionalverbands FrankfurtRheinMain erproben. Durch ein Reallabor, also dem praktischen Ausprobieren vor Ort, sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um Stadtviertel lebenswerter, ökologischer und sozial gerechter zu gestalten.
Auf dieser Seite
Neue Wege für das Senefelderquartier
Das Projektgebiet
Das Projektgebiet umfasst das Senefelderquartier und die Unterführung zwischen Bismarckstraße und Marienstraße (westlich des Hauptbahnhofs, in Verlängerung der Luisenstraße).
Was passiert konkret?
Mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und das Quartier attraktiver und sozial gerechter zu gestalten, werden im Rahmen des Reallabors verschiedene Maßnahmen implementiert. Der Zeitrahmen dafür beträgt in Offenbach vorerst 12 Monate. In dieser Zeit werden Messungen von der Goethe Universität durchgeführt, Beteiligungsformate für Anwohnende angeboten und bei Bedarf Anpassungen vorgenommen. Bei positivem Verlauf werden die Maßnahmen verstetigt.
Aufenthaltsqualität schaffen
Neu geschaffene Aufenthaltsorte an verschiedenen Standorten im Quartier sind geplant und statten das Quartier mit neuen Treffpunkten und grünen Oasen aus.
- Sitz-Pflanz-Kombinationen sorgen für Schatten, liefern Sitzplätze und Treffunkte
- Pflanzkübel bringen mehr Grün in die Stadt
- Fahrradreparaturstation und Radabstellanlagen werden am südlichen Bahnhofseingang aufgestellt
Mindestens ein weiteres Sitzmöbel ist geplant und wird in einer partizipativen Aktion mit Bürgerinnen und Bürgern gebaut. Sobald ein Termin feststeht, wird alles um die Aktion auf dieser Seite veröffentlicht.
Verkehrsbelastung reduzieren
Über die letzten Jahre hat sich das Verkehrsaufkommen in der gesamten Stadt gewandelt – so auch im Quartier: Eine zu Beginn der Planungen durchgeführte Verkehrsuntersuchung hat Hinweise gegeben, dass das Senefelderquartier gerne als Umgehung der umliegenden Hauptverkehrsstraßen genutzt wird. Mit sogenannten „Modalfiltern“ soll sich der Autoverkehr nun wieder mehr auf diese verlagern – und damit weg von den Anwohnerstraßen.
Als Modalfilter bezeichnet man in der Verkehrsplanung eine bauliche Maßnahme, die den Durchgangsverkehr für Autos verhindert, während Rad- und Fußverkehr und Einsatzfahrzeuge weiterhin passieren können. Gleichzeitig sollen die vorhandenen Fahrradstraßen Senefelder- und Schäfer-/Arndtstraße in ihrer für den Radverkehr gestärkt werden.
- Die Kreuzung Schäferstraße/Hermannstraße wird für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt, Fuß- und Radverkehr sind hiervon ausgenommen.
- Die Kreuzung Senefelder Straße/Gustav-Adolf-Straße wird für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt, Fuß- und Radverkehr sind hiervon ausgenommen.
- Einbahnstraßenregelung in der Schäferstraße in dem südlichen Abschnitt. Die Zufahrt zur Tiefgarage des Penny ist weiterhin in beide Richtungen möglich, die Einbahnstraße ist für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben.
- Einbahnstraßenregelung in der Hermannstraße in dem Abschnitt zwischen Senefelder Straße und Schäferstraße. Die Einbahnstraße ist für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben
Wer entscheidet?
Die frühzeitige Beteiligung der Menschen vor Ort ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Besonders wichtig sind dabei die Perspektiven derjenigen, die sich täglich im Quartier bewegen. Bereits Anfang 2024 führte die Goethe-Universität Frankfurt eine erste Haushaltsbefragung durch. Dabei wurden Bewohnerinnen und Bewohner zu zentralen Themen des Projekts befragt. Ab Mitte 2025 wurde die Beteiligung weiter ausgebaut:
- 15. bis 30. September 2025: Online-Umfrage
Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Wünsche und Anregungen zur Mobilität und Aufenthaltsqualität im Senefelderquartier einbringen. 326 Personen beteiligten sich daran. Die Ergebnisse sind hier zusammengefasst: Ergebnisse PDF-Datei 1,69 MB - 24. Oktober 2025: Workshop im Quartier
Im Anschluss an die Umfrage wurden gemeinsam mit Bürger:innen Ideen für das Reallabor entwickelt. Rund 25 Personen nahmen teil und diskutierten unter drei Leitfragen über Herausforderungen und Chancen im Quartier. Die wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden zusammengefasst:
„Was ist Ihnen für das Reallabor wichtig“?
„Was wünschen wir uns wo im Quartier“?
„Das Senefelderquartier: Blick in die Zukunft“
FAQ
Der Laborcharakter bringt es mit sich, dass viel ausprobiert wird, mitgestaltet werden kann und soll um gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern die bestmögliche Lösung zu entwickeln. Hier greifen wir häufige Fragen und Einwände auf und ordnen sie ein.