So funktioniert der Hitzeaktionsplan in Offenbach
30.07.2026
Vorbereitend für die aktuellen Temperaturen in Offenbach haben Stadtgesundheitsamt und Umweltamt die Prognosedaten analysiert und mit den Maßnahmen aus dem Hitzeaktionsplan abgeglichen. Dazu wird jeweils auch geprüft, ob die Öffnung klimatisierter Räume notwendig wird.
Die Entscheidung, welche Maßnahmen und Warnmeldungen zu welchem Zeitpunkt einer Hitzewelle erfolgen, hängt maßgeblich von der prognostizierten Auswirkung auf die Menschen ab.
„Die Warnmeldungen des DWD bieten eine verlässliche Grundlage für konkrete Schutzmaßnahmen. Wir verlassen uns für die Analyse der jeweiligen Situation auf die Experten des DWD und deren wissenschaftliche Grundlagen. Eine seriöse Vorhersage über mehr als vier Tage halten die Experten für unseriös, weil die Wettermodelle danach weit auseinander liegende Ergebnisse liefern. Wir haben daher eine im Hintergrund flexibel agierende Arbeitsgruppe, die unsere Entscheidung jeweils fachlich fundiert vorbereitet“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke die Abläufe.
Oberbürgermeister Dr. Felix SchwenkeIm Ergebnis bedeutet dies, dass die Frage des Angebots klimatisierter Orte immer erst kurzfristig entschieden werden kann.
„Die ‚gefühlte Temperatur‘ berechnet der DWD mit dem ,Klima-Michel-Modell‘. Es liefert Daten dazu, ab wann der menschliche Körper zu sehr überhitzt. Das Modell berücksichtigt neben der Lufttemperatur auch weitere relevante Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Windverhältnisse und die nächtliche Temperaturabsenkung“, erläutert Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Andreas Bruszynski. Aktuell zeigen die Daten des DWD zwar höhere Tagestemperaturen, aber keine weiteren Faktoren, welche die Situation verschärfen.
Sobald die Experten des DWD die Hitzewarnstufe 2 per Warnmeldung senden, schlagen Umweltamt und Stadtgesundheitsamt die zusätzliche Öffnung klimatisierter Orte in Kooperation mit den Stadtwerken und ggfls. weiteren Organisationen vor. Dies hat dann in der Regel einen Vorlauf von 48 Stunden. Die letzte Entscheidung über die Öffnung der für die Stadt Kosten verursachenden klimatisierten Orte trifft der Verwaltungsstab.
Die Stadt informiert darüber über Pressemitteilung sowie auf der Internetseite kühle Orte.
„Besonders ältere Menschen und Kinder haben wir im Blick. Beide leiden sehr unter Hitze. Sie können oft selbst die Auswirkungen auf den Körper nicht gut wahrnehmen und damit frühzeitig Maßnahmen zum Selbstschutz ergreifen. Hier helfen die klimatisierten Orte, das neu eingerichtete Hitzetelefon und unsere Hitzebroschüre. Wir beraten darüber hinaus fortlaufend mit den Fachämtern, wie wir unsere Stadt und städtische Einrichtungen noch widerstandsfähiger gegen Extremhitzeereignisse gestalten können“, ergänzt Stadträtin Helena Wolf.
Weitere Informationen:
Amt für Umwelt und Klima
Stadt Offenbach am Main - Kaiserpalais
Kaiserstraße 39
63065 Offenbach
Hinweise zur Erreichbarkeit
Weitere Hinweise
Parkhaus KOMM, Parkhaus IHK Offenbach, Parkgarage Rathaus, Öffentliche Parkplätze am Mainufer
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