Das Amt für Umwelt und Klima blickt auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit zahlreichen Projekten und Konzepten hat die Stadt wichtige Impulse für den Schutz von Klima, Boden, Wasser und Biodiversität gesetzt. Gleichzeitig wurden neue Wege beschritten, um Bürgerinnen und Bürger stärker in Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen einzubinden.
„Offenbach stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels mit Entschlossenheit und Weitblick“, betont Bürgermeisterin Sabine Groß, Dezernentin für Umwelt und Klima. „Mit unseren Konzepten und Projekten schaffen wir die Grundlage, um ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung zu verbinden. Der Einsatz vieler engagierter Menschen in Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft zeigt, dass Offenbach auf einem guten Weg ist.“
Auch die Leiterin des Amts für Umwelt und Klima, Wiebke Fiebig, zieht eine positive Bilanz: „2025 war ein Jahr, in dem wir vieles für die kommenden Jahre angestoßen haben. Mit neuen Konzepten, belastbaren Daten und starken Kooperationen treiben wir den Umwelt- und Klimaschutz in Offenbach gezielt voran. Besonders wichtig ist uns, dass Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verwaltung gemeinsam Verantwortung übernehmen – für ein Offenbach, das auch in Zukunft lebenswert bleibt.“
Waldentwicklungskonzept sichert grüne Zukunft
Mit dem Waldentwicklungskonzept wurde 2025 ein zentraler Meilenstein für den Erhalt und die Anpassung des Offenbacher Stadtwaldes an den Klimawandel erreicht. Das Konzept zeigt auf, wie Biodiversität gefördert und der Wald klimaresilient gestaltet werden kann. Damit legt die Stadt die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und langfristige Sicherung ihrer grünen Infrastruktur.
Wasserkonzept
Das in 2025 vorgelegte Wasserkonzept, beauftragt durch den Zweckverband Wasserversorgung Offenbach (ZWO), analysiert die aktuelle Versorgungslage sowie die zu erwartende Entwicklung von Trinkwasserdargebot und -bedarf bis 2035 und 2050.
Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Trinkwasserversorgung bis Anfang der 2030er Jahre voraussichtlich sichergestellt werden kann. Danach wären mittelfristig Engpässe ab 2030 möglich, wenn die Bevölkerung wie am stärksten angenommen wächst und es zusätzlich zu Trockenjahren kommt.
Es enthält Szenarien und Potenziale zur Einsparung und Substitution von Trinkwasser sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Der Magistrat hat nun den Auftrag, die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zu prüfen.
Energie- und Treibhausgasbilanz aktualisiert
Die aktualisierte Energie- und Treibhausgasbilanz liefert eine fundierte Datengrundlage für zukünftige Klimaschutzmaßnahmen. Sie zeigt, wo Offenbach beim Klimaschutz steht und in welchen Bereichen weiteres Potenzial zur Reduzierung von CO₂-Emissionen besteht. Die Bilanz bildet damit die Basis für strategische Entscheidungen und gezielte Maßnahmen im Rahmen des Klimakonzepts 2035.
Nachhaltiger Umgang mit Boden und Wasser
Mit dem vom Magistrat beschlossenen Auftrag, ein Boden- und Grundwasserschutzkonzept zu erstellen, will die Stadt Offenbach erstmals ein umfassendes Handlungspapier entwickeln, das Maßnahmen zum langfristigen Schutz der Böden und zur Sicherung der Grundwasserqualität bündelt. Neben boden- und grundwasserbezogenen Planungsgrundlagen soll das Konzept einen Handlungsrahmen für eine insgesamt boden- und grundwasserschonende und Ressourcen sparende Ausrichtung der Stadtentwicklung geben.
Mobilität neu denken – Auftakt zum Schulmobilitätsplan
Mit dem Kick-off für den Schulmobilitätsplan wurde 2025 ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität unternommen. Ziel ist es, den Schulweg sicherer, klimafreundlicher und attraktiver zu gestalten – unter enger Einbindung von Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schülern. Das Projekt schafft Bewusstsein und Unterstützung für klimafreundliche Verkehrsalternativen.
Aufbau eines Messnetzes für Stadtklima, Gewässerpegel und Grundwasser
Mit dem Beschluss in 2025 hat die Stadt den Grundstein dafür gelegt, dass in Offenbach künftig bessere Datengrundlagen vorliegen. Dazu wird ein umfangreiches Messsystem aufgebaut werden. Mit diesen sollen die Folgen des Klimawandels besser erfasst und für die Bevölkerung erlebbar werden. Parallel soll über eine Informationskampagne die Bevölkerung über die Folgen des Klimawandels und geeignete Verhaltens- und Vorsorgemaßnahmen aufklären, um die Resilienz der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu stärken
Förderung von Umweltprojekten
Mit dem neuen Förderprogramm für Engagement im Klima- und Umweltschutz werden Vereine, Initiativen und Privatpersonen bei der Umsetzung von innovativen Ideen zur Klimaanpassung, zum Schutz der Umwelt und zur Ressourcenschonung finanziell unterstützt. Für die ersten Projekte konnten bereits die Förderbescheide überreicht werden.
Förderung für Altbaum-Pflege und privaten Baumpflanzungen
Die Ende 2024 beschlossene Förderung startete in 2025. Neben mehreren privaten Baumpflanzungen wurde eine erste Förderung zur Erhaltung eines Altbaums vergeben: Ein beeindruckender, rund 28 Meter hoher Japanischer Schnurrbaum in der Alterungsphase wurde von Fachleuten kontrolliert, an den nötigsten Stellen zurückgeschnitten und mit Kronensicherungen versehen. Ziel: Der Baum soll noch viele Jahre verkehrssicher stehen und das Stadtbild prägen.
Renaturierung Hainbach und südliche Bieber
Hainbach
Der Hainbach südlich der Stadthalle muss nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie renaturiert werden. Nach einem längeren Genehmigungsprozess ist dafür die Plangenehmigung vom Regierungspräsidium Darmstadt als Erlaubnis für die Umsetzung der Maßnahme Ende des Jahres eingegangen. Ebenfalls noch in diesem Jahr stellt die Untere Wasserbehörde den Antrag auf Förderung für die Maßnahme. Mit der baulichen Umsetzung soll es in 2026 losgehen.
Südliche Bieber
Die Bieber südlich von Bieber muss nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie renaturiert werden. In 2025 konnte die Planung so weit bearbeitet werden, dass sie im Frühjahr 2026 fertiggestellt werden wird. In 2026 folgen dann Öffentlichkeitsbeteiligung und danach die Antragstellung.
E-Ladesäulen entstehen im gesamten Stadtgebiet
Im Jahr 2025 wurden über 50 Ladepunkte für E-Autos im öffentlichen Raum in Betrieb genommen. Das flächendeckende Angebot ist ein Grundbaustein der Verkehrswende und ermöglicht den Umstieg auf Elektromobilität auch für Menschen, die keinen privaten Ladezugang haben.
Ausblick 2026
„Wir haben in 2025 Vieles umgesetzt und Grundlagen geschaffen für viele weitere Projekte. Ich stehe dafür, dass diese nicht nur Konzepte bleiben, sondern nach und nach umgesetzt werden. Damit wir auch für künftige Generationen die Lebengrundlagen erhalten und für alle Offenbacherinnen und Offenbacher ein gesundes Leben in unserer Stadt ermöglichen. Deshalb werde ich auch weiterhin für die Umsetzung des Prinzips Schwammstadt einsetzen und für bessere Luft und weniger Lärm in unserer Stadt arbeiten“, betont Bürgermeisterin Sabine Groß.
Auch im kommenden Jahr wird das Amt für Umwelt und Klima den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Neben der Umsetzung bestehender Konzepte liegt der Fokus auf neuen Beteiligungsformaten, Energieeffizienz und Klimaanpassung im urbanen Raum.
Amt für Umwelt und Klima
Stadt Offenbach am Main - Kaiserpalais
Kaiserstraße 39
63065 Offenbach
Hinweise zur Erreichbarkeit
Weitere Hinweise
Parkhaus KOMM, Parkhaus IHK Offenbach, Parkgarage Rathaus, Öffentliche Parkplätze am Mainufer
Öffnungszeiten
Montag - Freitag:
09:00 - 12:00 Uhr
und nach Vereinbarung