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Stadt Offenbach

Förderung für Entsiegelung: Hinterhof wurde klimafreundlich gestaltet

11.08.2022 – Mit der Förderung für Entsiegelung hat ein Grundstückseigentümer seinen Hinterhof klimafreundlich gestaltet. Zuschüsse für private Projekte können weiterhin beantragt werden.

Seit Anfang 2022 fördert die Stadt die Entsiegelung von Flächen mit maximal 50 Euro pro Quadratmeter und 5.000 Euro pro Maßnahme und Grundstück. „Die Entsiegelungsrichtlinie ist ein Baustein, um Offenbach zur Schwammstadt zu machen. Aktuell sehen und spüren wir sehr deutlich wie wichtig es ist, dass wir mit Niederschlagwasser anders umgehen. Mit der Entsiegelungsrichtlinie wollen wir Offenbacherinnen und Offenbacher dazu motivieren Flächen zu entsiegeln, damit das Regenwasser vor Ort versickert und nicht über die Kanalisation abfließt. So kann es beispielsweise Grundwasser anreichern und es steht Bäumen zur Verfügung, die es aufgrund des wenigen Regens dringend brauchen und es zum Teil über Verdunstung wieder abgeben und damit die Temperatur in der Umgebung absenken. Wir können damit auch Trinkwasser sparen. Denn oftmals werden Pflanzen im Stadtgebiet noch vollständig mit Trinkwasser gegossen“, so Bürgermeisterin und Klimadezernentin Sabine Groß.

Als erstes gefördertes Objekt wurde der Hinterhof eines Mehrfamilienhauses, der zuvor komplett versiegelt war, umgestaltet. Das war den Besitzern schon lange ein Dorn im Auge. Er heizte sich stärker auf, gab die Hitze länger ab und bot keine Möglichkeiten, dass Wasser vor Ort versickert. Alles floss direkt in den Kanal ab, was bei Starkregenniederschlägen ein Problem ist. Pflanzenkübel lockerten zwar das Bild auf, waren aber langfristig nicht das Mittel der Wahl. Der Hinterhof liegt zudem in einem der am stärksten von Hitze betroffenen Gebieten der Stadt. Dichte Bebauung mit einem hohen Versiegelungsgrad prägen das Bild und führen zu Problemen durch den Klimawandel.

Die Ankündigung, dass die Stadt die Entsiegelungsrichtlinie einführt, war für die Besitzer der Impuls, den Hinterhof umzugestalten. Durch die Entsiegelungsrichtlinie konnten fast alle notwendigen Maßnahmen zur Durchführung anteilig gefördert werden. So entstanden großzügige Pflanzflächen und begrünte Rasengittersteine. Die notwendig versiegelten Wege für die Mülltonnen und zum Gehen bekamen versickerungsfähige Pflaster (nicht förderfähig).

Der Hinterhof vor der Entsiegelung.
Die entsiegelte Fläche nach Abschluss der Arbeiten.

Das Ergebnis ist ein Hinterhof einer Liegenschaft, die angepasster an die Auswirkungen des Klimawandels ist: Niederschlag kann vor Ort versickern und die neue Vegetation fördert stärker die Ökosysteme. Zudem konnte schon berichtet werden, dass es weniger heiß ist, da weniger versiegelt und mehr Grün vorhanden ist. Die derzeitige Hitzeperiode war hierfür der erste große Test. Zudem wurde der Hinterhof ästhetisch aufgewertet und wird mehr und mehr zu einer Wohlfühloase für die Bewohnerinnen und Bewohner der Liegenschaft.

Für 2022 stehen noch Gelder für weitere private Entsiegelungsprojekte zur Verfügung. Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz freut sich über Anträge. Interessierte können sich unter dem unten stehenden Link informieren.


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