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Stadt Offenbach

Kommunales Wasserkonzept

Mit dem im Dezember 2025 beschlossenen Kommunalen Wasserkonzept bekennt sich die Stadt Offenbach zur rationalen Verwendung von Trinkwasser und prüft die im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen.

Rationale Verwendung von Trinkwasser

Der Zweckverband Wasserversorgung Offenbach (ZWO) hat zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung ein kommunales Wasserkonzept für die Stadt Offenbach erstellen lassen. Das Konzept wurde im Rahmen des „Hessischen Leitbilds für Integriertes Wasserressourcenmanagement Rhein-Main“ vom Land Hessen gefördert. Das Wasserkonzept analysiert die aktuelle Versorgungslage der Stadt, prognostiziert den Trinkwasserbedarf bis 2035 und 2050, zeigt Potenziale zur Einsparung und zur Ersetzung von Trinkwasser und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.

Ergebnisse des Berichts: Klimawandel und Wachstum erhöhen den Druck auf die Wasserversorgung

Verglichen mit anderen vergleichbaren Städten, hat Offenbach aktuell einen relativ niedrigen Trinkwasserverbauch von 153 Litern pro Person und Tag (Jahr 2021). Davon entfallen etwa 90 Prozent auf Haushalte und Kleingewerbe, rund 10 Prozent auf Industrie und Großverbraucher. Die Verluste an Trinkwasser durch schadhafte Leitungen sind relativ gering in der Stadt. Bei der Wasserbedarfsprognose hat sich gezeigt, dass die langfristige Trinkwasserverfügbarkeit stark geprägt ist durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum in Offenbach. Bereits heute werden die Grundwasserressourcen in der Untermainebene intensiv genutzt, mit teilweise ausgeprägten Nutzungskonkurrenzen. 

Die Folgen des Klimawandels sind im Sommer bereits deutlich zu spüren. Hitzewellen und Dürreperioden erhöhen den Trinkwasserbedarf. Der deutliche Anstieg der Bevölkerung lässt die Herausforderungen an die Wasserversorgung zusätzlich wachsen. In den Trockenjahren 2018, 2019 und 2020 erreichte der Wasserverbrauch neue Spitzenwerte, sodass die Wasserversorgung an ihre Grenzen kam. Bis 2050 ist der prognostizierte Trinkwasserbedarf noch deutlich höher als in diesen drei Trockenjahren. Schon ab dem Jahr 2030 sind Engpässe in der Versorgung möglich, wenn die Bevölkerung entsprechend der Prognosen stark wächst und es zu weiteren Trockenjahren kommt. Sollte die Bevölkerung weniger wachsen und es weniger Trockenjahre geben, wäre die Lage deutlich entspannter. 

Empfohlene Maßnahmen

Unterirdische Regenwasserzisternen: Eine Möglichkeit, um Trinkwasser einzusparen

Um ab dem Jahr 2030 die Wasserversorgung für alle zu sichern, empfiehlt das Konzept Maßnahmen:

  • Eine breitere Aufstellung bei der Trinkwasserversorgung: Dies wurde schon mit dem Beitritt zum Wasserverband Hessisches Ried Ende 2023 erreicht. Seit Mitte August 2025 wird zusätzliches Wasser geliefert.
  • Für Wassernutzungen mit geringeren hygienischen Anforderungen braucht kein Trinkwasser genutzt zu werden. Hier kann Trinkwasser mit Wasser aus Betriebsbrunnen oder Regenwasser ersetzt werden. Solche Nutzungen sind beispielsweise die Bewässerung von Sportplätzen, Stadion und Kleingartenvereinen. Außerdem spielt dies eine Rolle für die Wassernutzung durch industrielle Großverbraucher, die Stadtwerke und das Schwimmbad. Weitere Möglichkeiten sind die Nutzung von Regenwasser für Toilettenspülungen in Neubauten und in kommunalen Einrichtungen.
  • Eine Informationskampagne für private Haushalte zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser.


Amt für Umwelt und Klima

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